miniatur|hochkant|Wappen Papst Nikolaus’ V. Dum diversas ist eine Päpstliche Bulle. Mit ihr erteilte Papst Nikolaus V. am 18. Juni 1452 König Alfons V. von Portugal die Erlaubnis, „die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen“. In der päpstlichen Bulle Romanus Pontifex vom 8. Januar 1455 griff Nikolaus V. nochmals die Eroberung und Versklavung der heidnischen Länder auf.

Hintergrund Diese Bulle wird von Historikern meist als Reaktion auf die akute Bedrohung des Christlichen Abendlandes durch die Sarazenen angesehen. Konstantinopel war in ernstliche Bedrängnis geraten und eine baldige Eroberung der Stadt wurde zunehmend absehbar. Die Bulle dürfte ein Versuch gewesen sein, Alfons zu einem Kreuzzug gegen die Türken zu bewegen. Das letztendliche Ziel der Bulle war jedoch die Bekehrung versklavter Muslime und Heiden. 1493 wurde das in der Bulle proklamierte Konzept der Übertragung exklusiver Einflusssphären bestimmter Nationalstaaten in der Bulle Inter caetera von Papst Alexander VI. auf den amerikanischen Kontinent ausgedehnt.

Anfang des 15. Jahrhunderts waren die Portugiesen auf ihren Entdeckungsreisen am Kap Blanco (Westafrika) erstmalig auf indigene Bewohner gestoßen. Mit der Bulle Dum diversas erhielten sie nun vom Heiligen Stuhls die Erlaubnis, diese Menschen zu versklaven. Diese Praxis war bereits schon länger üblich, war aber zuvor vom Papst sanktioniert worden.Werner Stein, Fahrplan der Weltgeschichte, F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München – Berlin, 1990, ISBN 3-7766-1476-5

Inhalt Wörtlich heißt es in der Bulle:

Siehe auch Sklavenhandel Päpstliche Bullen: Aeterni regis und Inter caetera

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Einzelnachweise

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