mini|Junger Mann mit Lipomastie Lipomastie (von griech. λίπος (lípos): Fett und μαστός (mastós): Brust, Brustwarze) ist eine Form der Pseudogynäkomastie, die bei adipösen Männern auftritt. Dabei handelt es sich um eine Vergrößerung der Brust aufgrund vermehrten Fettgewebes, aber ohne Vergrößerung des Brustdrüsenkörpers.Wolf-Bernhard Schill, Reinhard G. Bretzel, Wolfgang Weidner (Hrsg.): Männermedizin in der allgemeinmedizinischen und internistischen Praxis. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2005, ISBN 3-437-23260-6, S. 381.
Die Abgrenzung zur Gynäkomastie erfolgt palpatorisch (Ertasten des Drüsengewebes) und ultrasonographisch (Sonographie der Brustdrüse).Jürgen Schölmerich (Hrsg.): Medizinische Therapie. 2005, 2006.2. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-21226-4, S. 623. Bei der Lipomastie ist kein tastbares Drüsengewebe nachweisbar.
Bei adipösen Jugendlichen kann die Unterscheidung zwischen Lipomastie und Gynäkomastie schwierig sein; es kann auch ein Mischtyp auftreten, die sogenannte Lipogynäkomastie.Dietrich Michalk, Eckhard Schönau, Ingrid Fritz (Hrsg.): Differentialdiagnose Pädiatrie. 2. Auflage. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2005, ISBN 3-437-22530-8, S. 532.
Pseudogynäkomastie wird nicht nur durch Fettansammlung verursacht, sondern kann auch auf submamillär (unter der Brustwarze) gelegene Hämatome, Lymphangiome (Angiome des Gefäßsystems) oder Lipome (regionale Fettgewebstumoren) zurückzuführen sein.
Einzelnachweise
Kategorie:Ernährungsbedingte Erkrankung Kategorie:Krankheitssymptom Kategorie:Sexualmedizin