mini|An den kleinen Goldpartikeln ist zu erkennen, dass das Ornament mit Muschelgold gemalt wurde. Muschelgold, auch Goldstaub oder Pudergold, ist ein mit Pflanzengummilösung, Eiklar oder Honigwasser angeriebenes Goldpulver, das in Muschelschalen gehandelt wird. Es wurde etwa seit dem 12. Jahrhundert als Goldfarbe in der mittelalterlichen Buchmalerei zum Malen und Schreiben, in der italienischen Tafelmalerei des 14. und 15. Jahrhunderts für die Ornamentierung z. B. zur Bereicherung der Gewandsäume etc. verwendet.

Unechtes Muschelgold wird als Musivgold bezeichnet.

Muschelsilber, auch Malersilber ist in gleicher Weise hergestelltes und dargebotenes Blattsilber.

Unechtes Muschelsilber wird als Musivsilber bezeichnet.

Quellen Muschelgold. In: Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 6 Stuttgart, Leipzig 1908., S. 544. Bei: Zeno.org Muschelgold. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 14. Leipzig 1908, S. 294. Bei: Zeno.org Muschelsilber. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 14. Leipzig 1908, S. 297. Bei: Zeno.org Muschelgold. In: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 569. Bei: Zeno.org Malersilber. In: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 795. Bei: Zeno.org J. Maier: Techniken des Vergoldens. BauSanierung, 1996, .

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