mini|Emil Berna, links neben Walter Mittelholzer, 1934 Emil Berna (* 2. April 1907 in Zürich; † 16. Oktober 2000 ebenda) war ein Schweizer Kameramann.

Werdegang Er wirkte als Graphiker schon 1924/25 an dem deutschen Dokumentarfilm Wege zu Kraft und Schönheit mit. Dann wurde er Chef der Zeichentrickabteilung der Zürcher Filmfirmen Corona Film und Turicia Film. mini|Emil Berna, vermutlich beim Abessinienflug von Walter Mittelholzer

Etwas später übernahm er bei der neuen Praesens-Film den Posten des zweiten Kameramanns. 1930 avancierte er zum Chefkameramann und hatte in dieser Funktion beträchtlichen Anteil am Aufstieg der Praesens-Film zur wichtigsten Schweizer Filmgesellschaft in den 1930er und 1940er Jahren. Seine Tätigkeit war geprägt von der Kooperation mit Regisseur Leopold Lindtberg. Eine grosse Bedeutung hatte bei Bernas Kameraarbeit die Integration der Alpenlandschaft, womit er auch zur Weiterentwicklung des Bergfilms beitrug.

mini|Emil Berna, links neben Charlie Chaplin bei den Dreharbeiten von Ueli der Pächter, Foto: Hans Gerber, Comet Photo, Bildarchiv der ETH Zürich, 1955 Nach dieser goldenen Ära konnte er jedoch den allmählichen Niedergang des Schweizer Films in den 50er und 60er Jahren nicht verhindern. Weil das heimische Kino kaum noch Spielfilme produzierte, drehte Berna zuletzt Dokumentar- und Industriefilme, bevor er 1964 seine Filmarbeit beendete. Er lebte danach die meiste Zeit auf seinem Altersruhesitz in Spanien.

Filmografie (Auswahl) 1930: Frauennot – Frauenglück 1931: Feind im Blut 1933: Wie d’Warret würkt 1935: Jä-soo! 1937: Kleine Scheidegg 1938: Füsilier Wipf 1939: Kriminalkommissar Studer (Wachtmeister Studer) 1940: Fräulein Huser 1940: Die missbrauchten Liebesbriefe 1941: Gilberte de Courgenay 1941: Landammann Stauffacher 1942: Das Gespensterhaus 1942: Der Schuss von der Kanzel 1943: Wilder Urlaub 1944: Marie-Louise 1945: Die letzte Chance 1947: § 51 – Seelenarzt Dr. Laduner (Matto regiert) 1948: Die Gezeichneten 1949: Swiss Tour 1950: Die Vier im Jeep 1952: Palast Hotel (Palace Hotel) 1952: Heidi 1953: Sie fanden eine Heimat (Unser Dorf) 1954: Uli der Knecht 1955: Heidi und Peter 1955: … Und ewig ruft die Heimat (Uli der Pächter) 1956: Das Lied der Heimat (Zwischen uns die Berge) 1957: Taxichauffeur Bänz 1958: Eine Rheinfahrt, die ist lustig (Zum goldenen Ochsen) 1959: SOS Gletscherpilot 1959: Hinter den sieben Gleisen 1960: Der Teufel hat gut lachen 1962: Es Dach überem Chopf 1962: Der 42. Himmel 1963: Im Parterre links 1963: Der Sittlichkeitsverbrecher

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Erster Band A – C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 357.

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