Berliner Pflanze ist im Berliner Dialekt der Ausdruck für eine Person, die in Berlin aufgewachsen ist. Populär wurde dieser Begriff möglicherweise mit den ursprünglichen Berliner Versen
Die Berliner hatten im 19. Jahrhundert den Marsch aus Petersburg mit diesem Text bedacht, dessen zwei restliche Strophen folgendermaßen lauten:
Eine andere Quelle gibt unter der Überschrift Marschparodien folgenden Text an und verweist auf „viele weitere Strophen“:Sabine Schutte: Die Musik kommt! Zur politischen und sozialen Funktion von Marsch- und Tanzmusik. Springer-Verlag, 2017; books.google.de
Die Texte der volkstümlichen Berliner Lieder und vor allem auch der als „Rixdorfer“ bekannten Tänze schildern oft sehr drastisch die flotte Art des Berliner Vergnügens. Der skandalträchtige Ruf, der dem Treiben rund um den Hermannplatz in diesem Zusammenhang anhing, führte schließlich 1912 zur Umbenennung der damaligen Stadt Rixdorf in Neukölln.
Literatur Bodo Harenberg (Hrsg.): Die Chronik Berlins. Chronik-Verlag, Dortmund 1986, ISBN 3-88379-082-6, S. 321. Hans Ostwald: Die Berlinerin. Kultur- und Sittengeschichte Berlins. Verlagsanstalt Hermann Klemm, Berlin-Grunewald 1924, S. 568 (Digitalisat). Lukas Richter: Der Berliner Gassenhauer. Darstellung, Dokumente, Sammlung. VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1969 (zugleich Habilitationsschrift). Neuausgabe: Waxmann, Mainz 2004, ISBN 3-8309-1350-8, S. 369. f. ().
Weblinks
, Chor: Die Rixdorfer Musike , Medley von Alexander Flessburg (Text) und Otto Kermbach (Musik)
Einzelnachweise
Kategorie:Berliner Dialekt Kategorie:Bevölkerung (Berlin) Kategorie:Volkslied