Peter Rudi Adam (* 29. Mai 1957 in Pirmasens; † 4. Dezember 2023 in Berlin) war ein deutscher Filmeditor und dreifacher Preisträger des Deutschen Filmpreises in der Kategorie Bester Schnitt. In seinen Filmcredits erscheint sein Name stets als Peter R. Adam. Durch das „R.“ vermied er eine Verwechslung mit dem Regisseur Peter Adam.Interview-Vorspann bei Le Blog d’Europe N'Roll, Weblink abgerufen am 1. Dezember 2009.
Leben und Werk Adam begann seine Film-Karriere 1983 als Tonmeister für Das Arche Noah Prinzip von Roland Emmerich und wechselte später zum Filmschnitt.
Seine Montage-Leistungen wurden mehrfach ausgezeichnet: 1998 mit dem Deutschen Filmpreis (Schnitt) für Comedian Harmonists, 2001 mit dem Deutschen Kamerapreis (szenischer Schnitt) für Der Tunnel, 2003 mit dem Deutschen Filmpreis (Schnitt) für Good Bye, Lenin!Filmband in Gold (Schnitt), 1998; ; , Weblinks abgerufen am 1. Dezember 2009. 2012 folgte für seine Arbeit an Roland Emmerichs Anonymus eine weitere Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis.
Peter Adam war 2003 eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie. Er gehörte dem ersten Vorstand der Akademie an und vertrat dort die Sektion Schnitt bis 2009. Nach einer Pause gehörte er von 2013 bis 2019 erneut dem Vorstand der Akademie an. Von 2019 bis 2023 war er wieder stellvertretender Vorsitzender der Sektion Schnitt, bevor er im Februar 2023 ganz aus dem Vorstand ausschied. Am 4. Dezember 2023 verstarb Peter Adam im Alter von 66 Jahren in Berlin.
Filmografie (Auswahl) 1991: Superstau 1992: Alles Lüge 1993: Wir können auch anders … 1995: Männerpension 1997: 14 Tage lebenslänglich 1997: Comedian Harmonists 1997: American Werewolf in Paris 1998: Liebe deine Nächste! 1999: Nichts als die Wahrheit 2002: Semana Santa – Die Bruderschaft des Todes 2002: Snipers Alley 2003: Herr Lehmann 2003: Good Bye, Lenin! 2004: Der neunte Tag 2004: Erbsen auf halb 6 2006: Elementarteilchen 2006: Herr der Diebe 2007: Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler 2007: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken 2007: Ulzhan – Das vergessene Licht 2009: Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus! 2009: Deutschland 09 2011: Anonymus (Anonymous) 2012: Russendisko 2013: Quellen des Lebens 2015: Tod den Hippies!! Es lebe der Punk 2015: Ich und Kaminski 2016: Vier gegen die Bank 2017: Es war einmal in Deutschland… 2018: Herrliche Zeiten 2021: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull 2022: Stasikomödie 2023: Der vermessene Mensch 2023: Die Unschärferelation der Liebe 2024: Bad Director 2024: Die Ermittlung
Weblinks
Nachruf von Detlev Buck und Leander Haußmann bei der Deutschen Filmakademie
Einzelnachweise
Kategorie:Filmeditor Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Person (Pirmasens) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann