mini|hochkant=0.8|Hermann Benke, um 1901 mini|hochkant=0.8|Herman Benke in der Rolle des Marcus Superbus in Im Zeichen des KreuzesAus Sport & Salon, Wien, 3. April 1903 mini|hochkant=0.8|Postkarte, ca. 1920 Hermann Benke (* 7. Juni 1866 in Linz; † 25. März 1937 in Wien; gebürtig Siegmund Hermann Benke) war ein österreichischer Schauspieler.

Leben Er wurde als Laiendarsteller von Erzherzog Johann Salvator von Österreich-Toskana entdeckt und gab nach Schauspielunterricht sein Bühnendebüt 1889 in Bad Ischl. Weitere Bühnenstationen waren Olmütz, Innsbruck, Regensburg, Reichenberg, Straßburg, Dresden und Kiel.

1897 kam er nach Berlin und erhielt eine Verpflichtung an das dortige Residenz-Theater. 1899 kehrte er nach Reichenberg zurück, im Jahr 1900 spielte er in Würzburg und nach einer Rumänien-Tournee ließ er sich 1901 in Wien nieder. Hier agierte er am Kaiser-Jubiläums-Stadttheater und anderen Spielstätten. Er übernahm viele bedeutende Rollen wie die Titelfiguren in Egmont und Goethes Faust. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs fungierte er als Oberspielleiter am Theater an der Wien.

Als alter Lessing war Benke erstmals Filmdarsteller in Die Gouvernante. Bei der Wiener Kunstfilm übernahm er weitere Hauptrollen. Er verkörperte in der Regel einflussreiche Figuren wie Grafen, Fabrikanten oder hohe Offiziere. In den 20er Jahren trat er allmählich in den Hintergrund.

Filmografie 1914: Die Gouvernante 1915: Mit Herz und Hand fürs Vaterland 1915: Der Meineidbauer 1916: Mit Gott für Kaiser und Reich 1916: Auf der Höhe 1916: Armer Teufel 1916: Sommeridylle 1916: Die Tragödie auf Schloß Rottersheim 1917: Lebenswogen 1917: Mir kommt keiner aus 1917: Der König amüsiert sich 1918: So fallen die Lose des Lebens 1919: Maria Magdalena 1920: Die Frau in Weiß (2 Teile) 1921: Die Filme der Prinzessin Fantoche 1922: Die Welt in Gefahr 1926: Die Brandstifter Europas 1926: Küssen ist keine Sünd’ 1927: Hotel Erzherzogin Viktoria (Seine Hoheit, der Eintänzer) 1928: Der Scheidungsanwalt (Die Frau von gestern und morgen)

Literatur

Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Erster Band A – C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 325 f.

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