Wolfgang Wienand (22 Februar 1972) ist ein Unternehmer und ehemaliger olympischer Fechter. Seit 2024 ist er Chief Executive Officer (CEO) der Lonza Group, einem weltweit führenden Unternehmen mit Sitz in der Schweiz im Bereich der Auftragsentwicklung und Produktion (CDMO). Zuvor war er als Chief Scientific Officer und anschließend als Chief Executive Officer bei Siegfried tätig. Bei den Olympischen Sommerspielen 1996 und 2000 nahm er an den Einzel- und Mannschaftswettbewerben im Florettfechten teil.

Ausbildung Wienand studierte Chemie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und promovierte in organischer und bioorganischer Chemie an der Universität zu Köln.Forschungsarbeitsgruppe von Prof. Dr. Carsten Schmuck Sein Studium wurde durch Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie durch das Kekulé-Doktorandenstipendium des Fonds des VCI – Verbandes der Chemischen Industrie – gefördert. Später absolvierte er einen Executive Master of Science in Finance an der HEC Paris in Frankreich.

Beruflicher Werdegang Wolfgang trat im Juli 2024 als Chief Executive Officer in die Lonza Group ein.Siegfried-CEO Wolfgang Wienand wechselt zu Lonza Er leitete die strategische Umwandlung von Lonza Group in ein reines CDMO, einschließlich der Veräußerung des Geschäftsbereichs Capsules & Health Ingredients und der Einführung des gestrafften Betriebsmodells des Unternehmens im Rahmen der One Lonza-Strategie.

Seit 2023 ist er als nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Vorstand von Mettler-Toledo International tätig.

Wienand war von 2019 bis 2024 Chief Executive Officer von Siegfried. Zuvor war er als Chief Scientific Officer und anschließend als Chief Strategy Officer im Führungsteam von Siegfried tätig. Bevor er 2010 zu Siegfried kam, hatte er verschiedene Positionen mit zunehmender Verantwortung bei Evonik Industries AG inne.

Sportliche Karriere Als Florettfechter war Wienand langjähriges Mitglied der deutschen Fechtnationalmannschaft sowie der deutschen Olympia-Mannschaften von Atlanta 1996 und Sydney 2000. Er gewann 1989 die Jugend-Weltmeisterschaften in Lissabon, belegte bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta den 4. Platz und gewann die Bronzemedaille bei den Fecht-Weltmeisterschaften 1999 in Seoul. Bei den Fecht-Europameisterschaften 1998 in Plovdiv belegte er im Einzelwettbewerb den zweiten Platz; dort gewann er zudem mit der deutschen Herren-Florettmannschaft die Europameisterschaft und sicherte sich 1997 den Gesamtsieg in der Weltcup-Serie. Wienand war die Nummer eins der Weltrangliste und gewann sieben Weltcups sowie mehrere deutsche Meisterschaften.

Seit 1991 war sein Trainer der spätere deutsche Nationaltrainer für Herrenflorett, Frank-Eberhard Höltje, der zuvor Nationaltrainer der DDR-Juniorenflorettmannschaft der Herren und als Säbelfechter Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau war. Zuvor wurde Wienand von Manfred Kaspar trainiert, dem ehemaligen deutschen Nationaltrainer im Degenfechten und Sportdirektor des Deutschen Fechtverbandes. Sein Heimatverein ist der Olympische Fechtclub Bonn.

Wienand war eine der führenden Persönlichkeiten der deutschen Nationalmannschaft. Nach den Olympischen Sommerspielen 2000 beendete er seine sportliche Karriere, um seine Promotion abzuschließen und beruflich in der chemisch-pharmazeutischen Industrie neu durchzustarten.

Auszeichnungen Deutschlands Fechter des Jahres 1996 Deutschlands Nachwuchsfechter des Jahres 1989

Weblinks Historie Fechtweltmeisterschaften (Herren-Florett) auf sport-komplett.de

Historie Fechteuropameisterschaften (Herren-Florett) auf sport-komplett.de Artikel über Wolfgang Wienand auf manager-magazin.de Artikel über Wolfgang Wienand auf spiegel.de Artikel über Wolfgang Wienand auf welt.de

Einzelnachweise

Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000 Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Europameister (Fechten) Kategorie:Deutscher Meister (Fechten) Kategorie:Fechter (Deutschland)