Franz Hoppenstätt († 1657 oder 1658) war ein deutsch-estnischer Holzschnitzer.
Leben und Werk Franz Hoppenstätt stammte wahrscheinlich aus Bremen. Seit den 1640er Jahren ist sein Wirken in Estland nachweisbar. Seit 1653 war er Stadtbürger von Tallinn engl. Schrift des Kunstmuseum in Eesti. Dort war er als Holzschnitzer tätig. Seine frühbarocken und mit prachtvollen Akanthus-Ornamenten versehenen Werke erlangten große Berühmtheit.
Bekannt sind vor allem die von Hoppenstätt gefertigte farbige Kanzel mit prächtigen Schnitzereien in der Kirche von Järva-Jaani (1648), die Schmuckwand in der Grabkapelle Bogislaus von Rosens in der Tallinner Nikolaikirche (1655)bei einem sowjetischen Luftangriff auf Tallinn im März 1944 zerstört, allerdings Fragmente erhalten und die Tür im Haus Pikk tänav 71 in der Altstadt von Tallinn.Eesti Elulood. Tallinn: Eesti Entsüklopeediakirjastus 2000 (= Eesti Entsüklopeedia 14) ISBN 9985-70-064-3, S. 94 Keine der Arbeiten trägt Hoppenstätts Signatur, so dass die endgültige Zuschreibung unsicher bleibt; alle drei Werke stammen aber vom selben Künstler.
Hoppenstätt starb Ende der 1650er Jahre, wahrscheinlich an der Pest.
Weblinks Schmuckwand der Grabkapelle Bogislaus von Rosens (englisch) Ev. luth. Johanniskirche in Järva-Jaani
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Estland) Kategorie:Bildhauer des Barock Kategorie:Geboren im 16. oder 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 17. Jahrhundert Kategorie:Mann