Herbert Johann Albers (Pseudonym: Hermann Müller-Platow; * 2. Juni 1908 in Wilhelmshaven; † 28. April 2001) war ein deutscher Frauenarzt.

Leben Herbert Albers, Sohn des Kaufmanns Johannes Albers und der Theda Albers, geborene von der Werp, studierte Medizin, zunächst in Marburg, später in Jena und Kiel.

Albers war Mitglied der SA ab dem 9. Juni 1933, er beantragte am 15. Juni 1937 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.302.534).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/250182 Ende 1939 trat er schließlich der SSUniversität Leipzig: Professorenkatalog; eingesehen am 22. Mai 2014 und der Marburger Turnerschaft Philippina bei.

Nach Forschungen in der Anatomie sowie Weiterbildung in Innerer Medizin und Chirurgie wandte Albers sich der Frauenheilkunde zu. Bereits vor seinem medizinischen Staatsexamen veröffentlichte er eine Studie über die Hyperchlorämie bei Hyperemesis gravidarum. 1936 wurde er in Kiel zum Dr. med. promoviert.Dissertation: Beitrag zur Frage des Kreatin-Kreatinin-Stoffwechsels in der Gestationsperiode (unter besonderer Berücksichtigung der Blutwerte). Sein Lehrer in Kiel, der Gynäkologe Robert Schröder, holte ihn an die Universität Leipzig, wo Albers sich 1940 habilitierte.Habilitationsschrift: Der Wasserhaushalt der Schwangeren. 1944 bis 1945 war er außerplanmäßiger Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe in Leipzig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er 1947 im friesischen Sanderbusch mit Genehmigung des Oldenburgischen Landesfürsorgeverbandes das Oldenburgische Landeskrankenhaus Sanderbusch. Nach einem Jahr an der Paracelsusklinik in Marl kam er 1958 als Chefarzt an die Frauenklinik der Städtischen Krankenanstalten in Wiesbaden. Unter anderem unterrichtete er dort im Auftrag der Universität Mainz in Geburtshilfe und Gynäkologie. Sie ernannte ihn 1969 zum außerplanmäßigen Professor. Albers ging 1974 in Pension.

Herbert Albers ist Verfasser von über 148 Fachpublikationen sowie mehrerer Fach- und Sachbücher. Unter dem Pseudonym Hermann Müller-Platow gab er den Ratgeber Die gesunde Frau heraus.

Herbert Albers war evangelisch und verheiratet mit Ursula Albers, geborener Krüger.

Literatur Gestorben. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 98, 2001, S. 28–29. Albers, Herbert. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 10.

Weblinks

Herbert Albers im Mainzer Professorenkatalog

Einzelnachweise

Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Turnerschafter Kategorie:Person (Wiesbaden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 2001 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel