mini|Katharina Gericke (2014) Katharina Gericke (* 4. April 1966 in Kyritz) ist eine deutsche Autorin und Dramatikerin.

Leben Nach dem Abitur nahm sie 1984 ein Volontariat am Potsdamer Hans-Otto-Theater auf und studierte ab 1990 Germanistik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. 1995 absolvierte sie den Studiengang Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin und arbeitet seitdem als freie Dramatikerin an zahlreichen Theatern, zum Beispiel an der Schaubühne Berlin, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Staatstheater Stuttgart, dem Theater Heidelberg und in Tübingen. Neben der kontinuierlichen Arbeit in der Freien Szene Berlins wirkt sie vierzehn Jahre als Hausautorin für die Landesbühne Niedersachsen Nord in Wilhelmshaven.

Für ihre Dramen und Prosaarbeiten wurde Katharina Gericke mit zahlreichen Preisen und Stipendien geehrt. Sie war u. a. Teilnehmerin bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt 2014Archiv bei bachmannpreis.orf.at und bei den Wochen der deutschsprachigen Dramatik an den Goethe-Instituten in London und Moskau. Außerdem arbeitete sie als Dozentin für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Katharina Gericke hat eine Tochter und lebt in Berlin.

Katharina Gericke war Stipendiatin der Stiftung Kulturfonds (1995/1996), der Kunststiftung Baden-Württemberg (1999) und des Deutschen Literaturfonds.

Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2014 gewann ihr Text DOWN DOWN DOWN To The Queen Of Chinatown den Mr. Heyn’s Ernst-Willner-Preis.

Bühnenwerke Gegen Guggenheim, Uraufführung: bat-Studiotheater, Berlin, 14. Januar 1993 Thälmann in Berlin, Uraufführung: Hackesches Hoftheater, Berlin, 05.1997 Maienschlager, Uraufführung am 31. Mai 1997 am Theater der Stadt Heidelberg Rote Hölle, Uraufführung: Hackesches Hoftheater, Berlin, 02.1998 Jonahs Hunde, Uraufführung: Hackesches Hoftheater, Berlin, 03.1999 Typhusmond (2000), Uraufführung: Schauspiel Bonn, 01.2000 *Winterkönig, Uraufführung: Nationaltheater Mannheim, 19. Mai 2000 Geister Bahn, Uraufführung am 25. November 2000 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Das Märchen vom Baron von Hüpfenstich, frei nach Giambattista Basile und Clemens Brentano, Uraufführung am 25. Januar 2003 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Der Graf von Monte Christo, Uraufführung am 13. November 2004 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Vom Fluß, Uraufführung am 16. September 2005 am Staatsschauspiel Dresden (entstanden 2000 als Auftragswerk der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin) Che oder Der Stern an der Boina, Uraufführung am 24. September 2005 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Mont Klamott, Musical, Uraufführung am 18. Februar 2006 an den Landesbühnen Sachsen (Radebeul) Buckliges Mädchen, Uraufführung am 17. März 2007 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Die Nibelungen, Uraufführung am 26. September 2009 an der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven) Bromberg/Bydgoszcz [gemeinsam mit Artur Palyga], Uraufführung am 13. Oktober 2012 am Teatr Polski in Bydgoszcz in Kooperation mit der Landesbühne Niedersachsen Nord (Wilhelmshaven)

Lenz/Fragmente, Hörspiel, Regie Jörg Jannings, Produktion rbb/Deutschlandradio, 2011

Theaterfassung Lenz/Fragmente, Uraufführung: Stadttheater Gießen, 2013 Engelbrot, Uraufführung in Berlin, 2014 Barberina, Berlin 2015 Cabaret, Berlin 2016

Prosa / Veröffentlichungen

Wege nach Bulawayo, Roman, 1995 rewoluschn, short story, in „moosbrand, neue texte 6“, Janus press, 1998 Der Rabe / Die Sardinen, short stories, in Ahrenshooper Seiten, Edition Hohes Ufer, 2001 König Karl, Dramatisches Gedicht, in Kleist oder die Ordnung der Welt, Verlag Theater der Zeit, 2008 Two German Plays, gemeinsam mit Moritz Rinke, Oberon Books London, 2001 Klagenfurter Texte Die Besten 2014, Piper, 2014, ISBN 978-3-492-05671-7 Eine Leiche namens Ala Basta, Kriminalroman, Verlag Wiljo Heinen, Berlin/Böklund 2021, ISBN 978-3-95514-046-5.

Auszeichnungen 1996: Erster Preis der Frankfurter Autorenstiftung für Maienschlager 1998: Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker für Winterkönig 1999: Autorenförderpreis der Landesbühnengruppe im Deutschen Bühnenverein 2000: Kunststiftung Baden-Württemberg 2001: Stiftung Kulturfonds Künstlerhaus Lukas 2000/2001: Teilnahme an den Wochen des deutschen Dramas, Goetheinstitut London und Moskau 2003: Stiftung Kulturfond Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2004: Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2014: Ernst Willner Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt 2017: Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung

Weblinks Homepage von Katharina Gericke Henschel Schauspiel, Kurzbiografie und Werke, Henschel Schauspiel Theaterverlag, Berlin Besprechung zu Buckliges Mädchen: Benno Schirrmacher: Spielen am Ende der Welt, taz, 20. März 2007 „Im Spinnennetz der Utopie“ von Elisabeth Maier zu Maienschlager auf nachtkritik.de Eine Theaterautorin wagt den Schritt ins ProsaischeKatharina Tummes auf literaturkritik.de zur Teilnahme am Bachmannpreis 2014

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Drama Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau