Auf der Liste der Berliner Althistoriker werden alle Hochschullehrer gesammelt, die an der Friedrich-Wilhelms-Universität und deren Nachfolger, der Humboldt-Universität zu Berlin, lehrten. Das umfasst alle regulären Hochschullehrer, die Vorlesungen halten durften, also im Allgemeinen habilitiert waren. Das umfasst Ordinarien, Außerplanmäßige Professoren, Juniorprofessoren, Gastprofessoren, Honorarprofessoren, Lehrstuhlvertreter und Privatdozenten. Althistoriker des Mittelbaus (Assistenten und Mitarbeiter) sind nur in begründeten Ausnahmefällen berücksichtigt.

Die Aufnahme der Wissenschaftler bis 1945 erfolgt nach Alexander Demandt.Alexander Demandt: Alte Geschichte an der Berliner Universität (1810–1960). In: Willmuth Arenhövel, Chista Schreiber: Berlin und die Antike, S. 69–98. Vor allem bis zur Herausbildung der althistorischen Professuren werden Vertreter der Mutterdisziplinen Klassische Philologie und Allgemeine Geschichtswissenschaft und der Nachbardisziplinen aufgenommen, wenn die Dozenten Alte Geschichte lehrten. Ausschlaggebend sind dafür die alten Vorlesungsverzeichnisse. Auch nach der Herausbildung der Lehrstühle werden Hochschullehrer aufgenommen, die Veranstaltungen zur Alten Geschichte gaben.

Seit der Begründung der Universität 1810 wurde in verschiedener Form, vor allem im Rahmen der allgemeinen Geschichte und der Klassischen Philologie, auch Alte Geschichte gelehrt. Schnell entwickelte sich Berlin zu einem, wenn nicht dem Zentrum der Erforschung der klassisch-antiken Welt in Deutschland. Ein Großteil der bedeutendsten deutschen Althistoriker wirkten an der Berliner Universität. Erster Inhaber eines eigenständigen Lehrstuhls war Theodor Mommsen, nur kurz darauf wurde ein zweiter Lehrstuhl begründet, der mit dem Ausscheiden des zweiten Inhabers Eduard Meyer nicht wieder besetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es kurzzeitig einen Lehrstuhl, doch wurde nach dem Ausscheiden Ernst Hohls 1955 kein Ordinariat mehr besetzt. 1950 wurde zudem der althistorische Lehrbetrieb an der Freien Universität aufgenommen. Grundstock der dortigen Bibliothek war die Fachbibliothek der Humboldt-Universität, die vom ersten West-Berliner Lehrstuhlinhaber Franz Altheim, der zuvor an der HUB lehrte, entwendet wurde. Aus alten Privatbibliotheken wie der von Ludwig Deubner wurde die Bibliothek wieder aufgebaut. Seit dem Ausscheiden Elisabeth Charlotte Welskopfs bis kurz vor der politischen Wende 1989 wurde das Fach Alte Geschichte an der Humboldt-Universität weitestgehend von Assistenten und Dozenten gelehrt, habilitierte Wissenschaftler gehörten zumeist zur Akademie der Wissenschaften der DDR, lehrten jedoch als Gastwissenschaftler. 1992 wurden im Rahmen der Umgestaltung der Universität wieder zwei Professuren eingerichtet, die mit Wilfried Nippel und Klaus-Peter Johne besetzt wurden.

Angegeben ist in der ersten Spalte der Name der Person und ihre Lebensdaten, in der zweiten Spalte wird der Eintritt in die Universität angegeben, in der dritten Spalte das Ausscheiden. Spalte vier nennt die höchste an der Humboldt-Universität zu Berlin erreichte Position. An anderen Universitäten kann der entsprechende Dozent eine noch weitergehende wissenschaftliche Karriere gemacht haben. Die nächste Spalte nennt Besonderheiten, den Werdegang oder andere Angaben in Bezug auf die Universität oder das Institut. In der letzten Spalte werden Bilder der Dozenten gezeigt, was derzeit aufgrund der Bildrechte jedoch schwer ist. Die Jahreszahlen von Berufung und Ausscheiden aus dem Lehrbetrieb können um ein Jahr zu anderen Angaben variieren, da häufig zwischen Berufung und Aufnahme der Lehre bis zu einem Jahr Unterschied besteht. Welche Angaben jeweils zugrunde liegen, ist nicht immer klar.