mini|Lauchdorf an der B 16 Baisweil ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.
Geografie Baisweil liegt am Rand des Allgäus im Nordwesten des Landkreises Ostallgäu im Dreieck zwischen Kaufbeuren, Mindelheim und Bad Wörishofen. Die Höhenlage der Gemeinde beträgt am Nordrand bis im Südosten des Gemeindegebiets.
Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Baisweil (Pfarrdorf) Lauchdorf (Pfarrdorf) Großried (Weiler)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Baisweil liegt im Nordwesten des Ostallgäus in einem Tal, eingerahmt von Seitenmoränen, auf ca. 680 m über Meereshöhe. Dort verlief ehemals die Römerstraße Kempten – Augsburg. Spuren einer frühen Besiedelung entlang des südöstlich gelegenen Hügels reichen bis in diese Zeit zurück.
Eine erstmalige Erwähnung fand der Ort bzw. die Burg der Herren von Baisweil mit dem Namen „Beizwile“ im Jahre 1130. Nachdem der Ortsadel, der am nordwestlichen Höhenrand siedelte, schon früh ausgestorben war, gehörte Baisweil von 1496 bis 1803 zur Reichsabtei Irsee. (PDF) auf vgem-eggenthal.de, abgerufen am 28. November 2017. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
19. und 20. Jahrhundert Nach einem Kirchturmeinsturz in der Osternacht 1886 wurde eine Kirche im neuromanischen Stil erbaut und 1906 eingeweiht.
Bis heute weist der Ort eine ländliche Struktur auf. Doch in den vergangenen Jahrzehnten verringerte sich auch hier die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe erheblich. Die Gemeinde gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1976 die Gemeinde Lauchdorf mit ihrem Gemeindeteil Großried eingegliedert.
Einwohnerentwicklung
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 1148 1093 1127 1181 1236 1296 1322 1296 1289 1303 Die Bevölkerung wuchs von 1988 bis 2008 um 124 Einwohner bzw. ca. elf Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1159 auf 1313 um 154 Einwohner bzw. um 13,3 %.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Stefan Seitz (Bürgerblock Baisweil/Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf). Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Thomas Steinhauser und am 15. März 2020 mit 87,53 % der Stimmen im Amt bestätigt.
Gemeinderat Bei der Wahl am 15. März 2020 lag die Wahlbeteiligung bei 77,6 %; es wurden zwölf Gemeinderäte neu gewählt. Die Sitzverteilung ist wie folgt: Bürgerblock Baisweil: 6 Sitze (53,45 %) Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf: 4 Sitze (32,48 %) Frauen im Gemeinderat: 2 Sitze (14,07 %). Gegenüber der Wahl vom 16. März 2014 verlor der Bürgerblock zwei Sitze, die an die neu vertretene Gruppe Frauen im Gemeinderat fielen. Neben den Vertreterinnen dieser neuen Gruppe ist eine dritte Frau über den Wahlvorschlag Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf in den Gemeinderat gewählt worden.
Wappen
Baudenkmäler
mini|Baisweil
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 12, im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 45 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 530. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1789 ha. Davon waren 733 ha Ackerfläche und 1056 ha Dauergrünfläche.
Bildung 2022 gab es folgende Einrichtungen:
1 Kindergarten: 68 Betreuungsplätze, 64 Kinder
Wasserversorgung Die Gemeinde wird über zwei Quellen südlich des Hauptortes versorgt. Es besteht ein ca. 24 ha großes Wasserschutzgebiet.
Weblinks
Gemeindeverwaltung (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1130 Kategorie:Gemeindegründung 1818
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)