mini|hochkant|Telly Savalas, bei den Dreharbeiten von James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1968) mini|hochkant|Telly Savalas (1973) Aristotelis „Telly“ Savalas (* 21. Januar 1922 in Garden City, New York; † 22. Januar 1994 in Universal City, Kalifornien) war ein amerikanischer Schauspieler griechischer Abstammung, der auch als Sänger auftrat. Weltweit berühmt wurde er als Titeldarsteller Kojak in der Krimiserie Kojak – Einsatz in Manhattan. Ferner spielte Savalas, der beim Fernsehen begonnen hatte, in mehreren bekannten Kriegsfilmen mit und 1969 als James-Bond-Erzfeind Blofeld.
Leben Telly Savalas, Sohn der griechischen Einwanderer Nikolaos und Christina Savalas, brach sein Psychologiestudium ab und wurde – wie seine jüngeren Brüder George und Gus – Soldat im Zweiten Weltkrieg und später mit dem Purple Heart ausgezeichnet. Danach arbeitete er für ABC Radio, bei dem er schließlich die Talkshow Telly’s Coffee House produzierte.
Ab Mitte der 1950er-Jahre hatte Savalas nur noch einen Haarkranz. Diesen rasierte er sich ab und die Glatze wurde zu seinem Markenzeichen, ebenso wie der Lolli, den er als „Kojak“ oft im Mund hatte.
Der auch als „Golden Greek“ bekannte Schauspieler war begeisterter Pokerspieler. Beim Main Event der World Series of Poker in Las Vegas erreichte er 1992 den 21. Platz.
Telly Savalas war Stiefvater von Nicollette Sheridan und Pate von Jennifer Aniston, die ebenfalls griechische Wurzeln hat. 1989 wurde er wegen eines Blasenkarzinoms erfolgreich operiert, starb jedoch am 22. Januar 1994 im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Prostatakarzinoms. Er wurde auf dem Forest Lawn – Hollywood Hills Cemetery in Los Angeles beigesetzt.knerger.de: Das Grab von Telly Savalas
Karriere mini|hochkant|Telly Savalas und George Lazenby beim Dreh von Im Geheimdienst Ihrer Majestät auf Piz Gloria (1968)
Savalas war ab 1959 als Fernsehdarsteller beschäftigt und konnte sich in den frühen 1960er-Jahren auch als Filmschauspieler profilieren. In dem Film Der Gefangene von Alcatraz agierte er 1962 an der Seite Burt Lancasters so überzeugend, dass man ihn für den Oscar der besten Nebenrolle nominierte. In dem Monumentalfilm Die größte Geschichte aller Zeiten war er 1965 als Pontius Pilatus zu sehen. 1967 übernahm Savalas in dem erfolgreichen Kriegsfilm Das dreckige Dutzend die Rolle des psychotischen Soldaten Maggott. In dem James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät trat er 1969 in der Rolle des größenwahnsinnigen Schurken Blofeld in Erscheinung und kämpfte gegen den von George Lazenby gespielten Titelhelden. Bis Anfang der 1970er-Jahre war Savalas in zahlreichen Filmen zu sehen, darunter in Stoßtrupp Gold (1970) und Horror-Expreß (1972).
Der endgültige Durchbruch gelang Savalas schließlich als Fernsehdarsteller. Zwischen 1973 und 1978 spielte der glatzköpfige Schauspieler in der Fernsehserie Kojak – Einsatz in Manhattan seine berühmteste Rolle als Lollipops-lutschender Lieutenant Theo Kojak. Diese Rolle machte ihn zu einem der bekanntesten Fernsehschauspieler der 1970er-Jahre. Durch seine Darstellung des raubeinigen Polizeibeamten Kojak wurde Savalas auch im deutschsprachigen Raum sehr populär. Für seine Leistungen sprach man ihm 1974 den bei Seriendarstellern begehrten Emmy-Award zu. Sein Bruder George Savalas verkörperte in der Serie die Figur des Detektivs Stavros.
Kojaks berühmtestes Zitat war in der deutschen Synchronisation (Sprecher: Edgar Ott) sein spöttisch-ironisches „Entzückend, Baby!“ bzw. „Is’ es wahr?“, was er häufig auf die Kommentare seiner Kollegen erwiderte. Diese Redewendungen wurden Ende der 1970er-Jahre gerne zitiert.
Zwischen 1979 und 1989 trat Savalas erneut als Filmschauspieler in Erscheinung; profilierte Kinorollen blieben jedoch aus. 1989 kehrte er zu seiner bekanntesten Rolle zurück und spielte in sechs Fernsehfilmen erneut den Lieutenant Kojak – verzichtete dabei allerdings auf die Lollis, da die amerikanische Zahnärztevereinigung der Ansicht war, er gebe ein schlechtes Beispiel für Kinder ab. Zwischen 1991 und 1993 war er in der Rolle des Teddy in der deutschen Fernsehserie Ein Schloß am Wörthersee zu sehen.
Bereits 1975 hatte Savalas im Vereinigten Königreich mit einer mehr gesprochenen Version des Bread-Hits If einen Nummer-eins-Hit, der in Deutschland Platz vier belegte. 1980 war er mit der von ihm gesungenen Variante von Some Broken Hearts Never Mend ab dem 29. Dezember 1980 22 Wochen in den deutschen Hitlisten bis hoch auf Platz fünf vertreten.Zu den deutschen Hitparadenplatzierungen siehe: Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956–1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 182. Nach seinem offiziellen Erscheinen am 31. Oktober 1980 war dieser Song auch in Österreich 26 Wochen bis auf Platz zwei und in der Schweiz elf Wochen bis auf Platz eins in den Verkaufscharts vertreten. Sein Nachfolgehit Lovin’ Understandin’ Man erschien am 23. September 1981 und war ab dem 12. Oktober 1981 nur noch in den deutschen Verkaufscharts drei Wochen lang vertreten (Platz 58).
Diskografie
Studioalben
Weitere Alben 1972: This Is Telly Savalas 1972: The Two Sides Of Telly Savalas 1974: Telly Savalas Bekannt als Theo Kojak 1974: The Best Of 1975: Telly Savalas 1975: Radio Special: Self Portrait 1976: Who Loves Ya Baby 1980: Sweet Surprise 1980: Some Broken Hearts 1990: 16 Original World Hits
Singles
Weitere Singles 1972: Look Around You / Yesterday When I Was Young 1972: Try To Remember / We All End Up The Same 1972: I Don’t Want To Know / I Walk The Line 1972: Look Around You / Try To Remember 1974: Help Me Make It Through the Night 1974: Rubber Bands And Bits Of String 1974: You And Me Against The World 1974: How Intensive 1975: Who Loves Ya Baby / Nevertheless (I’m In Love With You) 1980: Look What You’ve Done To Me 1980: My Song For You 1981: For All The Right Reasons 1982: Goodbye Madame / Goodbye Madame (Instrumental)
Filmografie (Auswahl) mini|Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
Weblinks
„Der Mann, der stets zu spät kommt“ – Über „Kojak“ in EVOLVER.at
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Golden-Globe-Preisträger Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann