Der G7-Gipfel in Halifax 1995 war das 21. Gipfeltreffen der Regierungschefs der Gruppe der Sieben. Das Treffen fand unter dem Vorsitz des kanadischen Premierministers Jean Chrétien vom 15. bis 17. Juni 1995 statt.
Teilnehmer mini|Teilnehmer des G7-Gipfels 1995
+ Staats- bzw. Regierungschefs der G7 und Vertreter der Europäischen Union Deutschland Helmut Kohl Frankreich Jacques Chirac Italien Lamberto Dini Japan Murayama Tomiichi Kanada Jean Chrétien Vereinigte Staaten von Amerika Bill Clinton Vereinigtes Königreich John Major Europäische Union Jacques SanterDelegationen beim G7-Gipfel in Halifax 1995 (Universität Toronto)
+ Eingeladene Gäste Russische Föderation Boris Jelzin
Themen und Verlauf Zu den behandelten Themen gehörten die Weltwirtschaft, der Bosnienkrieg und der Zustand Russlands. Die Verhandlungen wurden von Chrétien geleitet, der Diskussionen z. T. schon nach wenigen Wortmeldungen beendete.
Während der Gespräche wurde die UNO mehrfach verbal angegriffen; Clinton verglich sie mit einem „Krebsgeschwür“. Hinsichtlich ökonomischer Fragen kritisierte Chirac die Liberalisierung der Finanzmärkte und forderte höhere Löhne zur Ankurbelung der Wirtschaft. Kohl sah innerhalb der deutschen Bevölkerung hingegen ein zu hohes Lohn- und Freizeitniveau sowie einen vermeintlichen Missbrauch von Sozialleistungen. Er drückte zudem eine optimistische Haltung zu Russland aus und sah Jelzins Präsidentschaft als alternativlos an. Kono äußerte sich in diesem Punkt pessimistischer.Klaus Wiegrefe: Gehobenes Stammtischniveau. In Der Spiegel vom 12. Juni 2026, S. 42 ff.
Literatur Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1995. De Gruyter Brill, Berlin 2026, ISBN 978-3-11-225558-2.
Nachweise
Halifax Kategorie:Politische Veranstaltung 1995 Kategorie:Veranstaltung in Halifax (Nova Scotia)