mini|Franz Reiff Franz Reiff (* 12. Januar 1835 in Aachen; † 11. April 1902 ebenda)Martin Turck: Das Reiff-Museum der Königlich Technischen Hochschule Aachen als Institution zur Förderung der Moderne. In: Dieter Breuer (Hg.): Die Moderne im Rheinland. Ihre Förderung und Durchsetzung in Literatur, Theater, Musik, Architektur, angewandter und bildender Kunst 1900–1933. Vorträge des Interdisziplinären Arbeitskreises zur Erforschung der Moderne im Rheinland. Rheinland-Verlag, Köln / Habelt, Bonn 1994, ISBN 3-7927-1391-8, S. 383–438, hier S. 387. Anderen Quellen zufolge starb Franz Reiff am 13. April 1902. war ein deutscher Bildnis- und Historienmaler, der 1870 zum Professor für Figuren- und Landschaftszeichnen der RWTH Aachen berufen wurde und durch sein Testament die Gründung des Reiff-Museums veranlasste. Das Reiff-Museum ist heute dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der RWTH Aachen zugeordnet.

Werk hochkant|mini|Friedrich Adolph Brüggemann, Gemälde von 1870 mini|Friedrich Christian von Kühlwetter, Gemälde von 1870 In Reiffs Œuvre findet man viele Porträts und Gemälde von historischen Ereignissen, die oftmals einen moralisierenden Charakter besitzen. Er malte in der von seinem Lehrer Carl Theodor von Piloty vermittelten theatralischen und französisch-belgisch beeinflussten Malweise. Diese war wenig innovativ und entsprach meist den gültigen akademischen Regeln. Neuerungen in der Malerei oder Experimente sind in seinen Werken nicht zu finden. Namentlich bekannt sind 20 Gemälde und mehrere größere Skizzen zu historischen Gemälden.

Kirchenstrafe einer Gefallenen Porträt S. M. des Deutschen Kaisers Wilhelm I., nach dem Leben gemalt Mutterglück Auffindung des Moses Königin Augusta Waldnymphe Die Edelfräulein Hofrat Brüggemann Friedrich von Kühlwetter Nach dem Gewitter Königin Marie von Bayern Faun, eine Nymphe verfolgend Friedrichshafen am Bodensee Stillleben Opfer des Irrewahns Herrenchiemsee, Landschaftsstudie Konradin erhält beim Schachspiel sein Todesurteil Selbstporträt Lebensgroßes Porträt = Studienkopf Kaiser Wilhelms I., nach der Natur gemalt Mutter des Künstlers Kleine Nachbarin

Literatur

Martina Dlugaiczyk: Ein Museum bekommt ein Gesicht – Franz Reiff im Porträt. In: Aachener Kunstblätter. 65(2011–2013), 2014, ISBN 978-3-930594-41-2, S. 207–215. (Enthält Werkverzeichnis Stand Januar 2014, Verzeichnis der Ausstellungen, Quellen- und Literaturverzeichnis und erstmals eine Porträtfotografie des Künstlers) Martina Dlugaiczyk, Alexander Markschies (Hrsg.): Mustergültig. Gemäldekopien in neuem Licht. Das Reiff-Museum der RWTH Aachen. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-422-06885-8. Martina Dlugaiczyk: Von der ‚Grand Tour en miniature' zum avantgardistischen ‚Sonderfall' – das Reiff-Museum der Technischen Hochschule in Aachen. In: Dominik Groß, Stefanie Westermann (Hrsg.): Vom Bild zur Erkenntnis? Visualisierungskonzepte in den Wissenschaften (= Studien des AKWG. 1). Kassel 2007, ISBN 978-3-89958-342-7, S. 61–91. Martina Dlugaiczyk: Das Reiff-Museum. Autopsie einer Sammlung. In: Dominik Groß (Hrsg.): Das Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte. Proceedings-Band, Aachen 2006, ISBN 3-8322-5817-5, S. 91–100. Martina Dlugaiczyk, Alexander Markschies: Das Reiff-Museum der RWTH Aachen. Zu Vergangenheit und Zukunft einer akademischen Institution. In: RWTH Themen: Architektur. Berichte aus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Ausgabe 1/2005, S. 77. Martin Turck: Das Reiff-Museum der Technischen Hochschule Aachen: akademisches Kunstmuseum und zeitgenössische Avantgarde in der Provinz. Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Alfter 1994, ISBN 3-929742-18-7.

Weblinks Internetseite des Reiff-Museums

Fußnoten

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