mini|Logo der NightLine mini|Die NightLine-Linien N58 … mini|… und N60 bei der Station Kärntner Ring, Oper mini|Seit 2010 ist die Nacht-U-Bahn in den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen ein fester Bestandteil des Wiener Nachtnetzes.
Die Nightline ist ein täglich etwa zwischen 0:30 und 5:00 Uhr betriebenes Nachtverkehrsnetz in Wien.
Einsatzzeiten In den Nächten vor Samstag, Sonntag und Feiertagen verkehren alle fünf U-Bahn-Linien im 15-Minuten-Intervall, 18 Nachtbuslinien der Wiener Linien im 30-Minuten-Takt sowie, 8 Rufbus-Linien bei Bedarf. In den übrigen Nächten sind 19 Nachtbuslinien (von denen vier die Innenstadt umrunden) im 30-Minuten-Takt sowie 10 Rufbus-Linien unterwegs.
An Wochenenden und Feiertagen ergänzen ein S-Bahn-Nachtverkehr auf der Vorortelinie, der Stammstrecke, der Südbahn, der Nordwestbahn, der Linie S7 bis Schwechat und der Linie S80 sowie darüber hinaus sowie die Badner Bahn zwischen Oper und Wiener Neudorf das NightLine-Netz.
Die Regionalbuslinie 303 verkehrt auch in der Nacht von Wien Oper über Casino Baden nach Bad Vöslau. Es gibt keinen eigenen Nachttarif, nahezu alle Fahrscheine gelten ohne Aufpreis auch im Nachtverkehr.
Nach der Einstellung früherer Nachtverkehrsnetze wurde 1986 ein neues Nachtbusnetz geschaffen, das 1995 massiv erweitert wurde. Im Jahr 2002 wurde der Nachtsondertarif abgeschafft und seit 2010 verkehren an den Wochenendnächten auch alle U-Bahn-Linien. Seit Dezember 2019 bietet auch die S-Bahn einen Nachtverkehr an. Einen regulären Nachtverkehr mit Straßenbahnwagen gibt es seit 1945 nur zum Jahreswechsel.
Geschichte Nachtbusnetze gab es in Wien bereits vor vielen Jahrzehnten. In der Nachkriegszeit verkehrten zwischen dem Stephansplatz und den Außenbezirken neun Linien, die 1955 auf täglichen Betrieb umgestellt wurden.Wien im Rückblick – Neun Nachtautobuslinien für „Spätheimkehrer“ – Vom Stephansplatz nach allen Richtungen 1970 wurden diese Linien eingestellt, danach existierte rund 16 Jahre lang kein öffentlicher Verkehr im nächtlichen Wien.
Am 28. Juni 1986 wurde ein neuer Nachtbusverkehr in Betrieb genommen. Die Linien N1 bis N8 fuhren in den Nächten auf Samstag und Sonntag, vom Schwedenplatz ausgehend, in 30-Minuten-Intervallen Rundkurse durch die verschiedenen Stadtteile Wiens. Der Fahrpreis betrug einheitlich 25 Schilling (heute inflationsbereinigt umgerechnet rund 3,50 Euro), was damals ein höherer Tarif als für eine Einzelfahrt tagsüber war. Die Fahrscheine gab es nur an den in den Bussen montierten Automaten (was heute nicht mehr geht) und bei dem zu den betroffenen Nächten geöffneten Verkaufsschalter am Schwedenplatz. 1994 wurde noch die im Stundentakt zwischen Kagran und Eßling verkehrende Linie N11 geschaffen.
Nach einer grundlegenden Umstrukturierung nahm am 26. Oktober 1995 die täglich verkehrende NightLine mit nunmehr 22 Linien ihren Betrieb auf. Im Jänner 1999 erfolgten Änderungen an den Linienführungen, außerdem wurden neue, günstigere Tarife und im Vorverkauf erhältliche Streifenkarten eingeführt. Seit Juni 2002 ist der NightLine-Tarif in den Einheitstarif des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) eingebunden, wodurch für die Fahrt ein regulärer Fahrschein verwendet werden kann bzw. die Benützung der Nachtbusse für Inhaber von Zeitkarten kostenlos ist. Im März 2006 erfolgten erneut Anpassungen, die Anzahl der Linien wurde auf 28 erhöht, von denen allerdings einige nur am Wochenende bzw. täglich als Anrufsammeltaxi verkehren. Die letzten drei Kurse der Buslinie 360, betrieben von den Wiener Lokalbahnen, wurden in das Netz der NightLine aufgenommen. Diese verkehrt von Wien Oper über Vösendorf und die Shopping City Süd nach Baden. Bisher wurden vier Nachtlinien eingestellt: N52 im Frühjahr 2000 und N72 (mit der 2. Reform eingeführt) Ende Dezember 2007 sowie N50 und N58 im Zuge der Einführung der Nacht-U-Bahn. Während der EM 2008 fuhr entlang der Ringstraße – Zweierlinie und dem Franz-Josefs-Kai die temporäre Linie N1.
Die Nachtlinien fuhren ein Mal auch am Vormittag, am 1. Mai 1998. Nachdem von 1913Österreichischer Arbeiterkammertag, Österreichischer Gewerkschaftsbund (Hrsg.): Arbeit und Wirtschaft, Band 52, Verl. des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, 1998, S. 36 bis 1997, unterbrochen durch Weltkriege und Ständestaat, der Betrieb der Verkehrsbetriebe am Ersten Mai erst nach Mittag begann, um den Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, am Maiaufmarsch teilzunehmen, beschloss der Gemeinderat ab 1998 ganztägigen Verkehr. Die Gewerkschaften legten sich quer, und so beauftragten die Wiener Linien vier private Busunternehmen die Nachtlinien zu bedienen.01. 05. 1998: Privatbusbetrieb am 1. Mai 98, strassenbahnjournal.atBusverkehr Vormittag 1. Mai 1998 (Wien), Stadtverkehr Austria Wiki Ab 1999 gab es dann gewöhnlichen Feiertagsfahrplan.Wiener-Linien-Vollbetrieb am 1. Mai, strassenbahnjournal.at, 1999
Ab Anfang 2007 wurden eine Zeit lang in den NightLine-Bussen Fahrscheinkontrollen von so genannten „Nightlinern“ durchgeführt. Diese verkauften Fahrgästen, die ohne gültigen Fahrschein bzw. -ausweis angetroffen wurden, Fahrscheine zum Preis einer normalen Einzelfahrt (Preis bei Kauf im Fahrzeug). Die tagsüber übliche Strafgebühr wurde jedoch nicht angerechnet.ORF Wien – „Nightliner“ verkaufen Schwarzfahrer-Tickets. 11. Februar 2007
Im Februar 2010 wurde im Zuge einer Volksbefragung entschieden, dass die Wiener U-Bahn in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen durchgehend verkehren soll. Seit dem 4. September sind alle fünf U-Bahn-Linien in diesen Nächten im 15-Minuten-Intervall unterwegs. Während das Nachtbus-Netz montags bis freitags nahezu unverändert blieb, wurden an Wochenenden die parallel zur U-Bahn verkehrenden Buslinien verkürzt oder eingestellt, was auch das Ende der Linien N50 und N58 bedeutete. An Wochenenden verkehren seitdem keine Nachtbusse mehr rund um den Ring.
Im Sommer 2011 verkehrte aufgrund der Teilsperrung der U-Bahn-Linie U6 die Ersatzstraßenbahnlinie „E“ zwischen Nußdorfer Straße und Westbahnhof an Wochenenden auch nachts. Diese Praxis eines Ersatzstraßenbahnverkehrs mit Nachtbetrieb wird seither bei U-Bahn-Baustellen immer wieder angewandt, vor allem entlang von U4 und U6. Im Sommer 2012 gab es aufgrund der Teilsperrung der Linie U1 einen Wochenend-Nachtverkehr mit der Straßenbahn-Sonderlinie 68, die zwischen Schwedenplatz und Reumannplatz verkehrte.
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde ab Mitte März 2020 der Nachtbetrieb der U-Bahn an Wochenenden eingestellt und durch Nachtbusse ersetzt. Dabei wurden bis Anfang Juni 2020 auch die Intervalle der Nachtbuslinien sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden von 30 min auf 60 min gedehnt. Ab Mitte Juli 2020 wurde auf den Linien N8, N25 und N60Nachtbus-Angebot wird verstärkt, und ab Anfang Oktober auch auf der Linie N66 ein 15-Minuten-Intervall bis 2 Uhr früh als Verstärkung zu den fehlenden Nacht-U-Bahn-Linien an Wochenenden eingerichtet.
Ende März 2020 ersetzte die neue Linie N65 die Streckenführung der Linie N66 zwischen Quellenplatz und Am Schöpfwerk. Die Linie N66 fährt seither von Alterlaa entlang der Linie 66A zum Quellenplatz. Im Zuge dieser Änderung wurde auch die Linie N64 in N8 umbenannt.
Anfang Juli 2020 wurden aufgrund einer gesetzlichen Änderung die Anrufsammeltaxi-Linien (ASTAX) auf Rufbusbetrieb umgestellt. Die ASTAX-Linien N23 und N29 wurden in N24 bzw. N81 umbenannt und die Linie N90 in die Rufbus-Linien N90 und N91 aufgesplittet.
Seit Ende August 2020 wird die teilweise parallel zur Lokalbahnstrecke verlaufende, frühere Buslinie 360 der WLB als Linie 303 geführt und von Dr. Richard, zunächst im Auftrag des VOR, ab September 2024 im Auftrag der NÖVOG, betrieben.
Die Wiederaufnahme des Betriebes der Nacht-U-Bahn wurde für 25. Juni 2021 angekündigt. Dabei fuhr bis zum Ende der U2-Teilsperre im Dezember 2024 mit der Linie U2Z erneut ein mit Straßenbahnen geführter U-Bahn-Ersatzverkehr in der Nacht.
Seit 1. April 2023 fährt die Rufbus-Linie N61 an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen vom Bahnhof Liesing über Rodaun bis nach Kalksburg. Die Linie N60 wurde bis nach Rodaun verlängert, damit der nicht mehr bediente Abschnitt vom Maurer Hauptplatz nach Rodaun weiterhin bedient wird.https://wienerbezirksblatt.at/problemlos-durch-die-nacht/
Mit 9. September 2023 wurde die Linie N62 teilweise verlängert. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen fährt sie von ihrer bisherigen Endstelle Speising, Hermesstraße über die Strecke der tagsüber dort verkehrenden Buslinie 56B weiter zum Lainzer Tor.
Mit 14. Dezember 2024 hält die Linie N26 in der Station Erzherzog-Karl-Straße um einen Anschluss an die Linie S80 zu haben, die seitdem auch vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in der Nacht verkehrt.
Am 1. September 2025 wurde die Linie N26 in die Linie N20 eingegliedert.
Die Nacht-Straßenbahn verkehrt außer als Ersatz bei U-Bahn-Baustellen traditionell nur noch in der „Silvesternacht“ zum Jahreswechsel.
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