mini|hochkant|Margherita Hack (2007)
Margherita Hack (* 12. Juni 1922 in Florenz; † 29. Juni 2013 in Triest) war eine italienische Astrophysikerin und Wissenschaftsjournalistin.
Sie war die erste Frau in Italien, die eine Sternwarte leitete. Als Astrophysikerin war sie einen Großteil ihres Lebens Professorin an der Universität Triest und brachte das Observatorium der Universität zu internationalem Ruhm.
Leben Nach dem Studium in Florenz war Margherita Hack von 1964 bis 1997 ordentliche Professorin für Astrophysik an der Universität Triest, wo sie 1998 emeritiert wurde.
Hack engagierte sich stark für soziale und politische Belange und kandidierte mehrfach für die Kommunistische Partei Italiens.
Sie wurde zu einer ikonischen Persönlichkeit, nicht nur wegen ihres herausragenden wissenschaftlichen Talents, sondern auch wegen ihrer persönlichen Entscheidungen und ihres unangepassten Lebensstils. Sie war ihr Leben lang Vegetarierin – sie sagte, dass sie in ihrem Leben nie Fleisch gegessen habe – und schrieb ein Buch über Vegetarismus, das sofort sehr populär wurde. Sie war auch eine entschiedene Atheistin, die der katholischen Kirchenhierarchie kritisch gegenüberstand.
Im Jahr 2012 erhielt sie auf Initiative des italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano das Großkreuz des Verdienstordens der italienischen RepublikOffizielles Verzeichnis der Ordensträger, abgerufen am 30. Juni 2013., nachdem ihr bereits 1998 die Goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft und Kultur (Medaglia d’oro ai benemeriti della scienza e cultura) verliehen worden war.Datenbank der Ordensverleihungen bei der Presidenza della Repubblica, abgerufen am 30. Juni 2013 Der Accademia dei Lincei gehörte sie seit 1978 als korrespondierendes Mitglied an, socio nazionale wurde sie 1987.Nach dem Annuario der Akademie für 1993
Nach Margherita Hack wurde der Asteroid (8558) Hack und der Marskrater Hack benannt. Seit 2015 wird der nach ihr benannte Premio Margherita Hack des Istituto Nazionale di Astrofisica vergeben und seit 2016 auch der Premio Margherita Hack Personaggio Laico dell’anno der Vereinigung Laici Trentini per i Diritti Civili.
Ihr starker florentinischer Akzent – den sie stolz beibehielt, obwohl sie den größten Teil ihres Lebens in Triest verbrachte – und ihre sehr direkte, „schnörkellose“ Art zu sprechen, wurden ihr Markenzeichen. Ihr wohl bekanntestes Zitat lautet: „Wir bestehen aus Sternenmaterie“.
Hack starb im Juni 2013 im Alter von 91 Jahren in einem Triester Krankenhaus.
Veröffentlichungen (Auszug) L’Universo violento della radioastronomia, Mondadori, 1983 Dalle particelle alle Galassie, Rizzoli, 1992 L’universo alle soglie del 2000. Dalle particelle alle galassie, Rizzoli, Mailand, 1992 Alla scoperta del sistema solare con A. Braccesi e G. Caprara, Mondadori, Mailand, 1993 Cataclysmic Variables and Related Objects, con C. la Dous, Pier Luigi Selvelli, H. Duerbeck, M. Friedjung, A. Bianchini, R. Viotti, N.A.S.A., 1993 Una vita fra le stelle, Di Renzo Editore, Rom, 1995, 2005 Sette variazioni sul cielo, Raffaele Cortina, 1999 L’amica delle stelle. Storia di una vita, Rizzoli, 2000 Etica, biodiversità, biotecnologie, emergenze ambientali con Gino Ditadi Trisonomia, 2002 Storia dell’astronomia. Dalle origini al duemila e oltre, Edizioni dell’Altana, 2002 Origine e fine dell’universo con Pippo Battaglia, Walter Ferreri, Utet libreria, 2004 Vi racconto l’astronomia, Laterza, 2004 L’idea del tempo, con Pippo Battaglia, Utet Libreria, 2006 L’universo di Margherita con Simona Cerrato, illustrazioni di Grazia Nidasio, Editoriale Scienza, 2006 Così parlano le stelle - L’Universo spiegato ai ragazzi con Eda Gjergo, Sperling & Kupfer Mailand, 2007 Il mio zoo sotto le stelle, con Bianca Pauluzzi, Di Renzo Editore, Rom, 2007
Literatur Francesca Matteucci: Hack, Margherita. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2014. Claudio Censori: Hack, Margherita. In: Enciclopedia Italiana, Appendice IX, Rom 2015.
Weblinks
Margherita Hack 1922–2013 auf beweb.chiesacattolica.it (italienisch) Simona Cerrato: Margherita Hack auf enciclopediadelledonne.it (italienisch)
Veröffentlichungen von M. Hack im Astrophysics Data System
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Astrophysiker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Triest) Kategorie:Wissenschaftsjournalist Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Italienisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Sachliteratur (Astrophysik) Kategorie:Essay Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Person als Namensgeber für einen Marskrater Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Frau