mini|hochkant=1.3|Nordöstlicher Zugang an der Schinkestraße mini|Bahnsteig mini|Glasvitrine auf dem Bahnsteig wie man sie sonst nur auf Boulevards findet mini|Zwischenebene
Der U-Bahnhof Schönleinstraße ist eine Station der Linie U8 der Berliner U-Bahn. Er liegt längs unter dem Kottbusser Damm zwischen der Schinke- und der Schönleinstraße an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln. Von 1951 bis 1992 hieß der Bahnhof Kottbusser Damm.
Geschichte und Beschreibung Die namengebende Straße ist nach Johann Lukas Schönlein benannt, einem Tuberkuloseforscher und Leibarzt König Friedrich Wilhelms IV. Während der Planungs- und Bauphase der Station war der Arbeitstitel Boeckhstraße, die Umbenennung erfolgte erst kurz vor der Eröffnung.Axel Mauruszat, Alexander Seefeldt: Berliner U-Bahn-Linien: U8 – Von Gesundbrunnen nach Neukölln. Robert Schwandl Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-936573-40-4, S. 140 f.
Die Station wurde am 17. Juli 1927 eröffnet, sie trägt im Bahnhofsverzeichnis der BVG die Bezeichnung ST. bei Berliner Untergrundbahn Der Architekt war Alfred Grenander, der auch viele andere Berliner U-Bahnhöfe jener Zeit entworfen hat. Von der Eröffnung bis zum 12. Februar 1928 bildete sie den nördlichen Endpunkt der damaligen Linie D.Holger Prüfert: Linienchronik der Berliner U-Bahn
Der U-Bahnhof liegt in -facher Tiefenlage. Der Mittelbahnsteig zwischen den beiden Streckengleisen befindet sich 6,7 Meter unter dem Straßenniveau, er ist 130 Meter lang und acht Meter breit. An beiden Enden führen Treppen zu Zwischengeschossen, von dort führen Ausgänge auf die Gehsteige beiderseits des Kottbusser Damms. Ein weiterer Zugang in die Böckhstraße wurde nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg rückgebaut. Im südlichen Aufgang vom Bahnsteig zur Verteilerhalle im Zwischengeschoss existiert eine Rolltreppe.
Aufgrund des guten baulichen Zustands ist der nicht barrierefreie Bahnhof seit seiner Eröffnung nahezu unverändert. Längs mittig des Bahnsteigs stützt eine Reihe von verfliesten Pfeilern mit quadratischem Querschnitt die Decke, ähnliche Pfeiler befinden sich in den Verteilerhallen. Die Keramikfliesen am Bahnsteig sind in den Farben Grau/Grün und Braun/Rosa gehalten, in den beiden Vorhallen wurden unterschiedliche Fliesen (gelb bis grün) eingesetzt.
Bereits seit 2020 ist eine denkmalgerechte Sanierung geplant, in diesem Zuge soll auch ein Aufzug eingebaut werden. Die Arbeiten sollen vier Jahre dauern. Laut Informationen der Senatsverwaltung für Verkehr und Betriebe vom Januar 2026 ist die Grundinstandsetzung des U-Bahnhofs ab voraussichtlich 2026 geplant. Der Einbau des geplanten Aufzugs ist laut Informationen derselben Behörde erst nach 2030 geplant.
Anbindung Linie Verlauf
Am U-Bahnhof besteht keine direkte Umsteigemöglichkeit zu anderen Linien des Berliner Nahverkehrs.
Weblinks
Umgebungsplan des Bahnhofs
Weitere Informationen und Fotos auf berliner-untergrundbahn.de
Einzelnachweise
Schonleinstrasse Schonleinstrasse Kategorie:Baudenkmal in Berlin UBahnhof Schonleinstrasse Kategorie:Bahnhof von Alfred Grenander Kategorie:Erbaut 1927 Kategorie:Berlin-Neukölln Kategorie:Kottbusser Damm