Das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung ist ein deutsches Änderungsgesetz. Es wurde am 2. November 2000 erlassen (). Es steht in engem Zusammenhang mit den Zielsetzungen der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vom Jahr 1989 und des Nationalen Aktionsplans für ein kindergerechtes Deutschland. Die Kampagne „Mehr Respekt vor Kindern“ diente dazu, diese Gesetzesänderung bekannt zu machen.

Das Gesetz verankert das Recht auf gewaltfreie Erziehung in Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches:

Zugleich wurde dem Absatz 1 des Achten Buches Sozialgesetzbuch folgender Satz angefügt:

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hob 2005 hervor, das Gesetz habe innerhalb der fünf Jahre nach seinem Inkrafttreten zu einer Bewusstseinsveränderung in der Bevölkerung geführt. Eine vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegebene Studie habe aufgezeigt, dass sich die Erziehungseinstellung der Eltern immer mehr mit dem Leitbild der gewaltfreien Erziehung decke. Außenstehende hätten nun eine größere Bereitschaft, sich gegebenenfalls einzumischen, und Eltern hätten eine größere Bereitschaft, Hilfsangebote entgegenzunehmen.Ideal einer Erziehung ohne Gewalt setzt sich durch (PDF-Datei; 60 kB), Pressemitteilung des deutschen Justizministeriums, Berlin, 20. Oktober 2005Brigitte Zypries:

Die Veröffentlichung des verabschiedeten Gesetzes im Bundesgesetzblatt zeigt zudem Änderungen der Kindesunterhaltsregelungen.

Siehe auch

Kinderschutz Kinder- und Jugendhilfe Kindesmisshandlung Körperstrafen in der Kindererziehung Züchtigungsrecht

Weblinks Karl Späth: Archivierter Text des Online-Familienhandbuchs des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Dietmar Henning: Das neue Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung. Ursache und Wirkung World Socialist Website, 19. Juli 2000

Quellen

Kategorie:Gewaltfreiheit Kategorie:Kinderrechte Achtung von Gewalt in der Erziehung, Gesetz zur Kategorie:Gewalt gegen Kinder und Jugendliche Kategorie:Rechtsquelle (21. Jahrhundert)