Poggenhagen ist ein Ortsteil im Süden der Stadt Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geografie Poggenhagen liegt im Süden von Neustadt und im Norden von Wunstorf. Westlich sind das Wunstorfer Moor sowie das Steinhuder Meer sowie der Fliegerhorst Wunstorf zu finden. Im Osten fließt die Leine am Ort vorbei.

Geschichte Erste urkundliche Erwähnung findet Poggenhagen in einem Vertrag vom 3. März 1336, in dem die Brüder Dietmar, Albrecht und Siegfried Dus ihre Äcker an Ludolf von Campen verpfänden. Der Ort ist bereits lange vorher unter den Grafen von Roden entstanden. Der Name „Poggenhagen“ ergibt sich aus Pogge (Frosch) und Hagen (Wald) zu Froschwald. Das heutige Poggenhagen entstand 1928 aus der Zusammenlegung der Dörfer Poggenhagen und Moordorf. Moordorf entstand als Moorkolonie im Toten Moor. Die Bewohner stachen im Sommer Torf, betrieben Landwirtschaft und arbeiteten im Herbst und Winter auf dem Gut Poggenhagen.

In der Nachkriegszeit bestand hier das Flüchtlingsjugendlager Poggenhagen. Am 1. März 1974 wurde Poggenhagen in die Stadt Neustadt am Rübenberge eingegliedert.

Politik

Ortsrat Der Ortsrat von Poggenhagen setzt sich aus fünf Ratsfrauen und vier Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich 17 beratende Mitglieder.

Sitzverteilung: CDU: 5 Sitze SPD: 3 Sitze UWG-NRÜ: 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister Die Ortsbürgermeisterin ist Monika Strecker (CDU). Ihr Stellvertreter ist Klaus Hendrian (SPD).

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke Das Gut Harms wurde ab 1704 vom Hannoverschen Infanteriegeneral Christian Wilhelm von Campen als Rittergut errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Seit der Übernahme 2002 durch neue Besitzer wird die Anlage als KulturGut Poggenhagen e. V. der Öffentlichkeit und kulturellen Veranstaltungen zugänglich gemacht. Die evangelische Bonifatius-Kirche an der Bonifatiusstraße wurde am 17. Dezember 1967 geweiht. Ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Die katholische Kirche St. Johannes Apostel befindet sich an der Schlesierstraße und ist nach dem Apostel Johannes benannt. Sie wurde 1969/70 errichtet, nach Entwürfen von Josef FehligRüdiger Wala: Immer noch im Ursprung. In: KirchenZeitung – Die Woche im Bistum Hildesheim, Ausgabe 38/2020 vom 20. September 2020, S. 10. als Fertigteilkirche mit freistehendem Glockenturm ausgeführt, und im September 1970 geweiht. Die Kirche ist auch Garnisonskirche des an Poggenhagen grenzenden Fliegerhorstes Wunstorf und gehört zur Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Neustadt am Rübenberge. Die Friedhofskapelle ist am Alten Postweg zu finden, am Südrand von Poggenhagen.

Baudenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen Das Werk zur Produktion von Dämmstoffen der Saint-Gobain Rigips wurde Anfang 2016 geschlossen. Lediglich der Vertrieb und die Auftragsabwicklung für Norddeutschland blieben weiter in Poggenhagen ansässig.

Verkehr Seit 1908 hat der Ort einen Bahnhof an der Hauptstrecke Bremen–Wunstorf–Hannover, der im Stundentakt von der S-Bahn Hannover bedient wird.

Linie Verlauf Takt Betreiber

Drei Buslinien und ein Rufbus des Großraum-Verkehrs Hannover stellen die Naherschließung sicher.

Die Bundesstraße 442 führt durch Poggenhagen und verbindet den Ort mit dem Stadtzentrum von Neustadt.

Persönlichkeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

Wilhelm Dewitz von Woyna (1857–1930), Verwaltungsjurist, königlich-preußischer Landrat und Gutsherr in Poggenhagen Hildegard von Rheden (1895–1987), DRP-Politikerin und Mitglied des Niedersächsischen Landtages, Tochter des Poggenhagener Gutsherren Wilhelm Dewitz von Woyna

Weblinks

Website der Stadt Neustadt am Rübenberge

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Neustadt am Rübenberge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Region Hannover) Kategorie:Ort an der Leine (Aller) Kategorie:Ersterwähnung 1336 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974