mini|Kapelle Notre-Dame-des-Sept-Douleurs

Viller (deutsch Weiler [bei Großtänchen]) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle.

Geographie Die Gemeinde liegt in Lothringen, etwa 50 Kilometer Luftlinie südöstlich von Metz, 34 Kilometer südwestlich von Forbach und sieben Kilometer westlich von Großtänchen auf einer Höhe zwischen 251 und 331 m über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 273 m. Das Gemeindegebiet umfasst 7,27 km².

Nachbargemeinden sind Vahl-lès-Faulquemont (Vahlen) und Guessling-Hémering (Gesslingen-Hemeringen) im Norden, Bistroff (Bischdorf) im Osten, Harprich im Süden, Landroff (Landorf) im Südwesten, Eincheville (Enschweiler) im Westen sowie Boustroff (Busdorf) im Nordwesten.

Geschichte Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen im Heiligen Römischen Reich und zur Herrschaft Mörchingen.Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 390 (google-books.com). Ältere Ortsbezeichnungen sind Viller (1525), Weiller (1594), Wyler (17. Jh.), Willer (1606), Villers (1756), Villers, Vileur (1779) und Willer-Landroff (18. Jh.).Max Besler: Die Ortsnamen des lothringischen Kreises Forbach, Abhandlung zum Jahresberichte des Progymnasiums zu Forbach i. Lothr., Prog. No. 477, Buchdruckerei Robert Hupfer, Forbach 1888, S. 20 (books.google.de). Während der Französischen Revolution wurde der Ort 1793 von Frankreich annektiert. Unweit des Dorfs verlief eine Römerstraße.

Die Tatzenkreuze im Gemeindewappen weisen darauf hin, dass der Deutsche Orden Besitz in Viller hatte. Die Muscheln erinnern an Jakobus den Älteren, den Schutzpatron der Dorfkirche. (französisch)

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 musste das Gebiet an Deutschland abgetreten werden und das Dorf wurde dem Kreis Forbach im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Obst- und Gemüseanbau.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich zurück. Im Zweiten Weltkrieg war das Gebiet von der deutschen Wehrmacht besetzt, und die Ortschaft stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 224 237 220 230 224 200 191 186

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kirche St. Jacques-le-Majeur aus dem Jahr 1717, ab 1950 restauriert Kapelle Notre-Dame-des-Sept-Douleurs, erbaut 1734/1735 nach einer Seuche

Wirtschaft und Infrastruktur Der Ort liegt abseits der größeren Straßen und ist über Nebenstraßen von Eincheville aus von der Departementsstraße D 20 aus zu erreichen. Der Ort ist land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 138 (google-books.com).

Belege

Weblinks

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