Die DDR-Liga 1980/81 war die 31. Spielzeit der zweithöchsten Spielklasse im Ligasystem auf dem Gebiet des DFV. In dieser gelang nach erfolgreicher Aufstiegsrunde, der BSG Energie Cottbus zum dritten Mal der Aufstieg in die DDR-Oberliga und der BSG Chemie Buna Schkopau erstmals der Sprung in das Oberhaus.

Nach nur einer Spielzeit stiegen von den 15 Vorjahresaufsteigern, die Mannschaften aus Wolgast, Wittenberge, Eberswalde, Brandenburg (Motor Süd), Sangerhausen, Schönebeck, Lübbenau, Hermsdorf und Steinach wieder in die Bezirksliga ab. Weitere Absteiger waren Greifswald, Frankfurt/O., Wolfen, Plauen, Espenhain und Bad Langensalza.

Erfolgreichster Torjäger aller Staffeln war Bernd Sachse (BSG Aufbau Krumhermersdorf) aus der Staffel D mit 19 Tore. __TOC__

Modus Gespielt wurde in fünf Staffeln zu je 12 Mannschaften (regionale Gesichtspunkte). In einer Doppelrunde mit Hin- und Rückspiel wurden die Teilnehmer für die Aufstiegsrunde und die drei Absteiger pro Staffel in die Bezirksliga ermittelt. In der Aufstiegsrunde ermittelten die fünf Staffelsieger ebenfalls in einer Doppelrunde mit Hin- und Rückspiel die beiden Aufsteiger in die DDR-Oberliga.

Staffel A Saisonverlauf Der BSG Schiffahrt/Hafen Rostock gelang noch mit einer Serie von elf Siegen in Folge, den schon auf sieben Punkte enteilten ASG Vorwärts Stralsund einzuholen und sich den Staffelsieg zu sichern. Das Mittelfeld bestand aus der SG Dynamo Schwerin, BSG Post Neubrandenburg und ASG Vorwärts Neubrandenburg. Den beiden Neubrandenburger Mannschaften ging zwar am Ende etwas die Luft aus, ohne jedoch ernsthaft in Abstiegsgefahr zu geraten. Alle anderen befanden sich im Abstiegskampf, dem die TSG Wismar und die ISG Schwerin-Süd mit jeweils einer kleinen Serie am Ende der Saison als erste entkamen. Die BSG Lokomotive Anklam rettete sich durch einen Sieg im Nachholspiel gegen die BSG CM Veritas Wittenberge. Der TSG Bau Rostock verhalf das bessere Torverhältnis gegenüber der BSG Motor Wolgast und den Wittenbergern. Nach den beiden Neulingen aus Wolgast und Wittenberge führte auch der Weg der BSG KKW Greifswald in die Bezirksliga.

Abschlusstabelle

(N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1979/80

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel A 31. August 1980 – 17. April 1981 25px|alt=|BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 25px|alt=|ASG Vorwärts Stralsund 25px|alt=|SG Dynamo Schwerin 25px|alt=|TSG Wismar 25px|alt=|BSG Post Neubrandenburg 25px|alt=|ISG Schwerin-Süd 25px|alt=|ASG Vorwärts Neubrandenburg 25px|alt=|BSG Lokomotive Anklam 25px|alt=|TSG Bau Rostock 25px|alt=|BSG Motor Wolgast 25px|alt=|BSG CM Veritas Wittenberge 25px|alt=|BSG KKW Greifswald 1. BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 2:02:04:20:31:02:16:22:25:04:02:0 2. ASG Vorwärts Stralsund 1:1 2:02:01:01:14:06:02:04:15:05:0 3. SG Dynamo Schwerin 1:22:0 1:11:11:03:29:23:03:12:13:2 4. TSG Wismar 1:20:01:2 1:23:21:02:03:22:21:13:1 5. BSG Post Neubrandenburg 0:10:22:16:1 4:12:32:21:01:21:13:2 6. ISG Schwerin-Süd 0:31:31:11:02:2 1:34:01:01:03:11:0 7. ASG Vorwärts Neubrandenburg 4:30:11:11:21:00:1 2:01:11:11:11:0 8. BSG Lokomotive Anklam 0:23:61:21:11:03:42:1 0:02:13:11:1 9. TSG Bau Rostock 1:20:24:04:15:31:32:00:0 2:42:12:1 10. BSG Motor Wolgast 0:01:01:22:31:22:13:42:20:0 0:11:0 11. BSG CM Veritas Wittenberge 1:10:30:33:40:05:21:00:12:00:0 3:1 12. BSG KKW Greifswald 1:11:11:13:31:02:20:20:22:03:31:1

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Hans-Jürgen Pohl SG Dynamo Schwerin 16 2. Hans-Jürgen Harnack BSG Motor Wolgast 14 3. Dietmar Hirsch SG Dynamo Schwerin 12 Heinz Pinkohs BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 12 5. Eckhard Sperling BSG Lokomotive Anklam 11

Zuschauer In 132 Spielen kamen 154.450 Zuschauer ( 1.170 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 6.300 ASG Vorwärts Neubrandenburg – BSG Post Neubrandenburg (2. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulisse 50 BSG Schiffahrt/Hafen Rostock – ISG Schwerin-Süd (5. Spieltag)

Mannschaft Gesamt Heim Ausw. BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 16.600 755 4.950 450 11.650 1.059 ASG Vorwärts Stralsund 36.800 1.673 18.300 1.663 18.500 1.681 SG Dynamo Schwerin 25.300 1.150 8.600 781 16.700 1.518 TSG Wismar 20.750 943 10.100 918 10.650 968 BSG Post Neubrandenburg 30.400 1.382 13.100 1.190 17.300 1.572 ISG Schwerin-Süd 18.850 857 8.800 800 10.050 913 ASG Vorwärts Neubrandenburg 24.150 1.098 13.250 1.204 10.900 990 BSG Lokomotive Anklam 41.850 1.902 29.450 2.677 12.400 1.127 TSG Bau Rostock 18.600 845 8.100 736 10.500 954 BSG Motor Wolgast 25.300 1.150 13.700 1.245 11.600 1.054 BSG CM Veritas Wittenberge 25.050 1.139 11.500 1.045 13.550 1.231 BSG KKW Greifswald 25.250 1.148 14.600 1.327 10.650 968

Staffel B Saisonverlauf Der Oberligaabsteiger 1. FC Union Berlin gewann souverän den Titel in der Staffel B. Die BSG KWO Berlin, SG Dynamo Fürstenwalde, BSG Chemie PCK Schwedt und die BSG Stahl Brandenburg waren die ersten Verfolger der Eisernen, aber auf Dauer fehlte es ihnen an Stehvermögen, um ernsthaft im Kampf um den Staffelsieg eingreifen zu können. Mit der BSG Stahl Eisenhüttenstadt, Neuling BSG Bergmann-Borsig Berlin und der BSG Stahl Hennigsdorf folgten Mannschaften, die sich immer im sicheren Fahrwasser bewegten. Dies erwartete man auch von der BSG Motor Hennigsdorf, die jedoch auf Grund einer miserablen Frühjahrsrunde in starke Abstiegsgefahr geriet. Ganze 3 Punkte aus sechs Spielen holten die Hennigsdorfer und waren vor dem 21. Spieltag nun punktgleich mit der BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. Frankfurt holte im gleichen Zeitraum 8 Punkte und konnte nun im direkten Duell mit einem Sieg die Abstiegsplätze verlassen. Hennigsdorf gewann sein Heimspiel mit 2:0 und zog gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge. Die weiteren Absteiger waren die BSG Motor Eberswalde sowie die BSG Motor Süd Brandenburg. Beide fanden sich schon früh auf den Abstiegsplätzen wieder und vor allem Brandenburg erwies sich als nicht ligatauglich.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger aus der DDR-Oberliga 1979/80 (S) Staffelsieger der Vorsaison (N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1979/80

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel B 31. August 1980 – 17. April 1981 25px|alt=|1. FC Union Berlin 25px|alt=|BSG KWO Berlin 25px|alt=|SG Dynamo Fürstenwalde 25px|alt=|BSG Chemie PCK Schwedt 25px|alt=|BSG Stahl Brandenburg 25px|alt=|BSG Stahl Eisenhüttenstadt 25px|alt=|BSG Stahl Hennigsdorf 25px|alt=|BSG Bergmann-Borsig Berlin 25px|alt=|BSG Motor Hennigsdorf 25px|alt=|BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 25px|alt=|BSG Motor Eberswalde 25px|alt=|BSG Motor Süd Brandenburg 1. 1. FC Union Berlin 3:03:11:21:02:12:12:17:14:03:01:0 2. BSG KWO Berlin 3:0 1:11:11:22:14:34:11:32:03:01:0 3. SG Dynamo Fürstenwalde 0:02:2 2:13:20:00:12:03:27:11:06:1 4. BSG Chemie PCK Schwedt 0:01:11:0 4:11:12:01:23:12:04:00:0 5. BSG Stahl Brandenburg 2:13:05:21:1 1:02:33:21:15:03:14:1 6. BSG Stahl Eisenhüttenstadt 1:33:11:00:03:1 3:13:03:10:03:12:1 7. BSG Stahl Hennigsdorf 2:60:11:12:12:11:0 1:12:25:21:02:0 8. BSG Bergmann-Borsig Berlin 1:10:32:22:21:04:01:1 7:40:03:10:0 9. BSG Motor Hennigsdorf 1:62:01:53:32:41:03:21:2 2:03:03:1 10. BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 0:21:30:21:03:10:00:25:02:2 3:12:0 11. BSG Motor Eberswalde 1:31:20:00:20:20:02:13:12:13:1 3:0 12. BSG Motor Süd Brandenburg 1:30:10:30:20:40:42:10:12:20:21:1

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Uwe Borchardt 1. FC Union Berlin 17 2. Rüdiger Uentz ASG Vorwärts Neubrandenburg (7) BSG KWO Berlin (9) 16 3. Detlef Schulz SG Dynamo Fürstenwalde 15 4. Sergej Morosow BSG Motor Hennigsdorf 14 5. Wolfgang Hefter BSG Chemie PCK Schwedt 12 6. Rainer Hornauer BSG Stahl Hennigsdorf 11 Jörg Kampf BSG Stahl Brandenburg 11 8. Frank Neumann BSG KWO Berlin 10

Zuschauer In 132 Spielen kamen 205.050 Zuschauer ( 1.553 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 10.000 1. FC Union Berlin – SG Dynamo Fürstenwalde (1. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulissen 100 BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. – BSG Motor Süd Brandenburg (6. Spieltag) 100 BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. – SG Dynamo Fürstenwalde (13. Spieltag)

Mannschaft Gesamt Heim Ausw. 1. FC Union Berlin 109.900 4.995 57.500 5.227 52.400 4.763 BSG KWO Berlin 30.200 1.373 16.050 1.459 14.150 1.286 SG Dynamo Fürstenwalde 29.650 1.348 12.100 1.100 17.550 1.595 BSG Chemie PCK Schwedt 35.000 1.591 19.600 1.781 15.400 1.400 BSG Stahl Brandenburg 26.550 1.209 15.100 1.372 11.450 1.040 BSG Stahl Eisenhüttenstadt 21.750 989 11.400 1.036 10.350 940 BSG Stahl Hennigsdorf 27.300 1.241 13.250 1.204 14.050 1.277 BSG Bergmann-Borsig Berlin 24.350 1.107 10.100 918 14.250 1.295 BSG Motor Hennigsdorf 33.850 1.539 15.750 1.431 18.100 1.645 BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 18.750 852 6.750 613 12.000 1.090 BSG Motor Eberswalde 20.550 934 9.100 827 11.450 1.040 BSG Motor Süd Brandenburg 32.250 1.466 18.350 1.668 13.900 1.263

Staffel C Saisonverlauf Der Kampf um den Staffelsieg war eine spannende Angelegenheit. Zur Winterpause trennte den Ersten (Schkopau) vom Sechsten (Thale) gerade einmal 3 Punkte. Die Mannschaft der BSG Chemie Buna Schkopau verteidigte ihren Platz an der Tabellenspitze bis zum Ende, was sie vor allem ihrer guten Auswärtsbilanz (15:7 Pkt.) zu verdanken hatte. Oberligaabsteiger BSG Chemie Leipzig, als Favorit gestartet, sah sich mit neuer Formation zu vielen Schwankungen ausgesetzt. Besonders ihre Heimschwäche (14:8 Pkt.) wurde ihnen im Kampf um den Staffelsieg zum Verhängnis. Am Ende blieb ihnen nur der 3. Platz hinter der wiederum starken Elf der BSG Stahl Blankenburg. Mit der BSG Chemie Wolfen, den Neulingen BSG MK Sangerhausen und BSG Chemie Schönebeck verloren schon schnell drei Mannschaften den Anschluss an die rettenden Plätze zum Klassenerhalt.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger aus der DDR-Oberliga 1979/80 (N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1979/80

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel C 31. August 1980 – 17. April 1981 25px|alt=|BSG Chemie Buna Schkopau 25px|alt=|BSG Stahl Blankenburg 25px|alt=|BSG Chemie Leipzig 25px|alt=|SG Dynamo Eisleben 25px|alt=|BSG Lokomotive Stendal 25px|alt=|BSG Stahl Thale 25px|alt=|ASG Vorwärts Dessau 25px|alt=|BSG Stahl Nordwest Leipzig 25px|alt=|BSG Chemie Zeitz 25px|alt=|BSG Chemie Wolfen 25px|alt=|BSG MK Sangerhausen 25px|alt=|BSG Chemie Schönebeck 1. BSG Chemie Buna Schkopau 1:03:21:10:11:12:04:23:00:05:22:1 2. BSG Stahl Blankenburg 2:2 1:14:11:11:00:04:12:11:04:00:0 3. BSG Chemie Leipzig 3:11:3 2:21:10:01:34:31:01:11:04:0 4. SG Dynamo Eisleben 6:12:10:1 1:15:01:11:14:02:23:14:1 5. BSG Lokomotive Stendal 1:11:01:12:1 2:01:10:01:01:53:05:2 6. BSG Stahl Thale 1:11:10:13:13:0 5:11:02:22:15:01:0 7. ASG Vorwärts Dessau 0:10:11:20:12:04:0 4:03:23:21:14:0 8. BSG Stahl Nordwest Leipzig 1:31:01:30:12:11:01:1 0:05:12:03:0 9. BSG Chemie Zeitz 3:50:41:11:02:11:40:03:1 3:23:23:1 10. BSG Chemie Wolfen 0:10:02:21:10:10:10:26:11:1 2:11:0 11. BSG MK Sangerhausen 1:30:21:10:20:11:12:00:53:13:2 0:0 12. BSG Chemie Schönebeck 1:20:21:30:50:10:23:31:11:24:14:3

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Frank Kuhnt BSG Chemie Buna Schkopau 16 2. Hans-Jürgen Franke ASG Vorwärts Dessau 14 3. Eckard Beckmann BSG Stahl Nordwest Leipzig 13 4. Hans-Dieter Auffenbauer SG Dynamo Eisleben 10 Roland Nowotny BSG Chemie Buna Schkopau 10

Zuschauer In 132 Spielen kamen 237.300 Zuschauer ( 1.797 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 7.200 BSG Chemie Leipzig – BSG Chemie Wolfen (2. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulisse 100 BSG Stahl Nordwest Leipzig – SG Dynamo Eisleben (13. Spieltag)