Die (kurz ) ist ein Museum für zeitgenössische Kunst im 1. Arrondissement von Paris.
Das Gebäude wurde 1861 unter Napoléon III. erbaut und anfangs als Sporthalle für das Ballspiel Jeu de Paume genutzt. Ab 1909 dienten die Räume der Sammlung von Kunst. Heute sind sie Ort für Ausstellungen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst.
mini|Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris mini|Eingangsbereich der Galerie nationale du Jeu de Paume im März 2015 mini|Rückseite der Galerie im März 2015
Lage mini|Blick auf den Tuileriengarten mit rechts unten, Orangerie rechts oben und Louvre, links
Die liegt im Nordwesten des Tuileriengartens an der . Sie steht auf der längs zur laufenden .
Gebäude Geschichte Das Gebäude wurde im Jahr 1861 unter der Regierung Napoléon III. vom Architekten Viraut erbaut. Es war mit Spielfeldern für das , einem Vorläufer des Tennis, ausgestattet.
Seit 1909 ist das ehemalige Ballhaus der Kunst gewidmet. Es ist neben dem Louvre und dem gegenüberliegenden das dritte Museum im Tuileriengarten.
Im Zweiten Weltkrieg diente das Museum den deutschen Besatzern als Umschlagsort für geraubte Kunstwerke. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten Kunstwerke aus jüdischem Besitz und brachten sie ins Jeu de Paume, um sie zu inventarisieren und katalogisieren, damit hohe Funktionäre sich Bilder zum eigenen Gebrauch aussuchen konnten. Die Bilder wurden anschließend nach Deutschland gebracht. Die Nazis beschlagnahmten ebenfalls moderne Kunst und Bilder jüdischer Künstler, die sie als entartet bezeichneten, und lagerten sie im Museum Jeu de Paume ein. Sie nutzten diese Bilder als Handelsware zum Eintausch gegen Bilder, die ihnen als genehm erschienen. Was übrig blieb, zerstörten die Nazis vor ihrem Abzug.
mini|Gedenktafel für Rose Valland Während der Besatzungszeit arbeitete die französische Kuratorin Rose Valland im Museum. Sie hatte Verbindungen zur Résistance und machte sich Aufzeichnungen über die Einzelheiten des Kunstraubes. Nach dem Krieg konnte sie zur Aufklärung der Verbrechen beitragen.
Von 1947 bis zur Öffnung des im Jahre 1986 hieß das Museum . Es wurden Werke von Impressionisten ausgestellt.
Auf Initiative des Kultusministers Jack Lang öffnete die Galerie nach Ausbauarbeiten unter Leitung von Antoine Stinco zu Beginn der neunziger Jahre wieder als , einem Ausstellungsort der modernen und zeitgenössischen Kunst. Seit 2004 widmet sie sich ausschließlich der zeitgenössischen Fotografie und der Videokunst.
Dimensionen Länge und Breite: 80 × 13 m Nutzfläche: 2754,50 m² Ausstellungsfläche: 1137 m² Neun Säle auf drei Ebenen Mit 420 m Wandlänge Lichte Höhe der meisten Säle: 4,50 m^
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen mini|hochkant=1.2|Ausstellung Planète Parr, 2009 2004: , Fotografien von Arno Gisinger 2004: Rineke Dijkstra 2005: Jean-Luc Moulène, 2005: Tony Oursler: 2005: Michal Rovner: Fields 2006: Craigie Horsfield 2006: Ed Ruscha: 2006: Cindy Sherman: Retrospektive 2006: Friedlander 2007: Pierre et Gilles: – 1976–2007 2007: Steichen: 2008: Eija-Liisa Ahtila 2008: Alec Soth: Mississippi & Niagara 2008: Richard Avedon 2010: William Kentridge: Cinq Thèmes
Thematische bzw. Sammelausstellungen 2004: 2005: 2005: 2005: , Aspects du document contemporain 2007: , les images comme acteurs de l’histoire
Weblinks
Offizielle Website
Kategorie:Kunstmuseum in Paris Kategorie:Kunstraub Kategorie:Fotomuseum Kategorie:Kunstmuseum (zeitgenössisch) Kategorie:1. Arrondissement (Paris) Kategorie:Ballhaus Kategorie:Museumsgründung 1909 Kategorie:Sportstätte in Paris Kategorie:Bauwerk in Paris Kategorie:Bauwerk aus Kalkstein