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Busendorf (fränkisch: BusndoafD. Fastnacht: Staffelstein, S. 63. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: būsṇdǫəf.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg. Die Gemarkung Busendorf hat eine Fläche von 4,535 km². Sie ist in 591 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7673 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Poppendorf.
Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur an einem linken Seitenarm der Itz. Nördlich des Ortes mündet der Hopfengraben als linker Zufluss in die Itz. in dessen Talgrund sich der Ort noch befindet. Südöstlich von Busendorf erhebt sich der Büchelberg (). Die Bundesstraße 4 führt nach Hilkersdorf (1,3 km südlich) bzw. an Kaltenherberg vorbei nach Lahm (2,6 km nördlich). Die Kreisstraße HAS 52/BA 42/LIF 25 führt nach Gleusdorf (0,7 km nordwestlich) bzw. an Ummersberg vorbei nach Birkach (3 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1256 als „Busendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Buoso.D. Fastnacht: Staffelstein, S. 63ff.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Busendorf aus 31 Anwesen. Das Hochgericht hatten das bambergische Centamt Döringstadt und das würzburgische Centamt Medlitz. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt aus. Grundherren waren das Dompropsteiamt Döringstadt (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 7 Güter, 9 Sölden, 10 Tropfhäuser) und die Gemeinde (1 Haus).H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 67f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 517. Hiernach gab es 32 Häuser und 1 Gemeindehaus.
Im Jahre 1802 kam Busendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Steuerdistrikt Busendorf gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Busendorf, zu der Poppendorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Seßlach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rattelsdorf. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Staffelstein (1939 in Landkreis Staffelstein umbenannt) für die Verwaltung zuständig und ab 1866 das neu gebildete Rentamt Staffelstein für die Finanzverwaltung (1919 in Finanzamt Staffelstein umbenannt, ab 1929 Finanzamt Bamberg-Land). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Seßlach, 1880 in Amtsgericht Seßlach umbenannt, 1929 bis 1956 Amtsgericht Staffelstein, bis 1972 Amtsgericht Lichtenfels.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 158. Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 4,542 km².
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Busendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Busendorf gibt es sieben Baudenkmäler: Haus Nr. 15, 16: Wohnstallhaus mit zugehörigem Fachwerkstadel Haus Nr. 19: Wohnstallhaus Wegkapelle Bildstock und Sandsteinkruzifix Kruzifix Kreuzschlepper
ehemaliges Kunstdenkmal Haus Nr. 5: Eingeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, vorderer Giebel Halbwalm; im Wohnteil noch konstruktives Fachwerk des mittleren 19. Jahrhunderts.K.-L. Lippert: Landkreis Staffelstein, S. 81. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Bodendenkmäler In der Gemarkung Busendorf gibt es fünf Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Busendorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 202 243 217 212 223 221 220 226 235 220 210 194 192 199 208 194 189 172 177 275 267 239 184 175HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 48 43 41 42 42 39 37 37 Quelle
Ort Busendorf Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 158 159 163 149 135 134 177 133 133 105 100Häuser 34 31 31 29 27 28 24 Quelle
Religion Busendorf ist römisch-katholisch geprägt und ist bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.
Verkehr Busendorf hatte vom 1. Oktober 1913 bis 28. September 1975 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf. Heute verbinden Busse des Omnibusverkehrs Franken den Ort mit Bamberg und Coburg.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Rattelsdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1256 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Ort an der Itz