Der Bahnhof Remagen ist der Bahnhof der Stadt Remagen an der linken Rheinstrecke. Im Bahnhof Remagen halten täglich und regelmäßig Regional- sowie IC-, EC- und seit Beginn des Fahrplans 2020 in Tagesrandlage erstmals ICE-Züge. Er gilt außerdem als Anfangs- und Endpunkt der Ahrtalbahn und fungiert als zentraler Knotenpunkt sowie Fernverkehrshalt des Landkreises Ahrweiler.
An dem fünfgleisigen Durchgangsbahnhof wurden im Jahr 2020 rund 200 Züge sowie etwa 9.000 Personen pro Tag gezählt. Er gehört der Preisklasse 3 an.
Geschichte Als die linke Rheinstrecke von Köln nach Bonn bis Koblenz verlängert wurde, ist der Bahnhof Remagen errichtet worden. Er wurde erstmals im Jahr 1858 angefahren, aber das Empfangsgebäude erst 1860 gebaut. Seit dem 17. September 1880 zweigt die Ahrtalbahn ab. In den 1930er Jahren wurde er saniert.
Die französische Besatzungsmacht ordnete nach dem Zweiten Weltkrieg alle Bahnstrecken im nördlichen Teil ihrer Besatzungszone der Eisenbahndirektion Mainz zu. Hierher gehörte auch der Bahnhof Remagen.
Im Jahr 1958 wurde zunächst der Abschnitt von Remagen bis Mainz elektrifiziert. Der Traktionswechsel erfolgte zunächst im Koblenzer Hauptbahnhof, da die Kapazitäten des Remagener Bahnhofs hierzu nicht ausreichten. Im Folgejahr wurde auch der nördliche Abschnitt von Remagen bis Köln elektrisch befahren.
Mit der schrittweisen Auflösung der Bundesbahndirektion Mainz in den Jahren 1971/72 fiel die Zuständigkeit für den Bahnhof zum 1. Juni 1971 an die Bundesbahndirektion Köln.Bundesbahndirektion Mainz (Hrsg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 23. November 1970, Nr. 52. Bekanntmachung Nr. 351, S. 351–356 (353); ebd., vom 30. Dezember 1970, Nr. 60, Bekanntmachung Nr. 402, S. 408–410.
2007 und 2008 wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt. Im Dezember 2008 nahm die private Eisenbahngesellschaft trans regio den Betrieb auf.
Von 2017 bis 2021CDU-Landtagskandidatin Schneider besucht umgestalteten Bahnhof Remagen, 2. Februar 2021 wurde der Bahnhof umfassend modernisiert. Damit auch RRX-Triebwagen sowie erstmals ICE-Züge in Remagen halten können, wurden (nach mehrfachen Verzögerungen) unter anderem die restlichen Bahnsteige zu den Gleisen 1, 2 und 3 auf 76 Zentimeter erhöht sowie barrierefrei zugänglich.. Abgerufen am 13. Dezember 2019. Das umfangreiche Sanierungspaket umfasste zudem neue bzw. modernisierte Dächer, eine restaurierte Unterführung sowie den Einbau von zusätzlichen Weichen zur flexibleren Verkehrsabwicklung.
Aufbau mini|Bahnhof vom Bahnsteig an Gleis 1 aus gesehen
Der Bahnhof Remagen besitzt ein Empfangsgebäude, in dem sich eine Service-Stelle der Deutschen Bahn sowie Fahrkartenautomaten befinden. Auf den Gleisen 2 und 3 sowie im Empfangsgebäude befinden sich Lebensmittelautomaten. Im Zuge von Sanierungsarbeiten im Jahr 2008 wurden die Bahnsteigdächer erneuert und an den Gleisen neue LCD-Zugzielanzeiger montiert. Jeder Bahnsteig besitzt einen Aufzug, der einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer ermöglicht. Gleis 5 wird ausschließlich für die in Remagen endende Ahrtalbahn (RB 39) von und in Richtung Dernau genutzt.
Eine Besonderheit ist die gusseiserne Vorhalle des Bahnhofs, sie ist nicht am Gebäude verankert, sondern steht auf eigenen Beinen. Die Halle stammt ursprünglich aus Bonn, wo sie beim Neubau des Bonner Hauptbahnhofs in den Jahren 1883/84 abmontiert und in Remagen wieder aufgestellt wurde. Die Halle ist somit älter als der Bahnhof selbst.
Seit dem 21. März 2009 besitzt der Bahnhof Remagen einen DB Service Store mit Zugang über den Hausbahnsteig und das Empfangsgebäude.
Rückseite (ehemaliger Güterbahnhof)
Auf der Rückseite des Bahnhofs befindet sich der ehemalige Güterbahnhof. Die Stadt Remagen betreibt darauf einen 220 Stellplätze großen Park-and-Ride-Parkplatz. Zu „Bürozeiten“ ist dieser kostenpflichtig (Tagesticket bis Jahreskarte). Am südlichen Ende des P&R-Parkplatzes befindet sich ein Schnellrestaurant.
Bahnbetrieb Gleise Die Gleise des Bahnhofs Remagen werden wie folgt betrieben:
Gleis Verkehrsart Richtung Himmelsrichtung Länge 1 Nah- und Fernverkehr Bonn und Köln Norden 404 m 2 Nahverkehr Bonn und Köln Norden 403 m 3 Nah- und Fernverkehr Koblenz Süden 403 m 4 Nahverkehr Koblenz und Ahrbrück Süden/Westen 226 m 5 Nahverkehr Dernau Süden/Westen 226 m
Fernverkehr Der Bahnhof Remagen wird im Schienenpersonenfernverkehr von folgenden Intercity-Express- und Intercity-Zügen bedient:
Zug Linie Verlauf Fahrzeuge ICE 553 Berlin – Hannover – Bielefeld – Hagen – Wuppertal – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz ICE 1 (9-teilig) ICE 920ICE 921 Hamburg-Altona - Hamburg Dammtor - Hamburg - Hamburg-Harburg - Bremen - Diepholz - Osnabrück - Münster - Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz – Bingen – Mainz – Frankfurt ICE 1 (9-teilig) IC 2443IC 2444 Dresden – Dresden-Neustadt – Riesa – Leipzig – Flughafen Leipzig/Halle – Halle – Köthen – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Minden – Bad Oeynhausen – Herford – Bielefeld – Gütersloh – Hamm – Dortmund – Hagen – Wuppertal – Solingen – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz Baureihe 146 mit doppelstöckigen IC-Wagen IC 5106IC 5107 Düsseldorf – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz – Kobern-Gondorf – Treis-Karden – Cochem – Bullay - Wittlich – Schweich – Trier – Wasserbillig – Luxemburg CFL Kiss Stand: 15. Dezember 2024
Nahverkehr Der Bahnhof Remagen wird von folgenden Nahverkehrs-Linien regelmäßig angefahren:
Linie Zuglauf Takt Betreiber
Literatur Werner Kreißler: Remagen. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 64. Ergänzungsausgabe). GeraMond Verlag, München 2006, (1 Bl., 4 S.).
Weblinks
Bilder zum 125. Geburtstag des Bahnhofes Remagen 1985
Einzelnachweise
Remagen Kategorie:Bauwerk in Remagen Kategorie:Kulturdenkmal in Remagen Kategorie:Verkehr (Eifel) Kategorie:Gemarkung Remagen Kategorie:Erbaut 1858 Kategorie:Linke Rheinstrecke Remagen