Die DDR-Liga 1979/80 war die 30. Spielzeit der zweithöchsten Spielklasse im Ligasystem auf dem Gebiet des DFV. In dieser gelang nach erfolgreicher Aufstiegsrunde, dem F.C. Hansa Rostock und der BSG Chemie Böhlen der sofortige Wiederaufstieg in die DDR-Oberliga.

Nach nur einer Spielzeit stiegen von den 15 Vorjahresaufsteigern, die Mannschaften aus Warnemünde, Parchim, Torgelow, Halberstadt, Lübben, Sosa, Altenburg, Zeulenroda und Schmalkalden wieder in die Bezirksliga ab. Weitere Absteiger waren Babelsberg, Berlin (Rotation), Neustrelitz, Wernigerode, Premnitz und Brieske-Senftenberg.

Erfolgreichster Torjäger aller Staffeln war Klaus Havenstein (BSG Chemie Böhlen) aus der Staffel C mit 30 Tore. __TOC__

Modus Gespielt wurde in 5 Staffeln zu je 12 Mannschaften (regionale Gesichtspunkte). In einer Doppelrunde mit Hin- und Rückspiel wurden die Teilnehmer für die Aufstiegsrunde und die drei Absteiger pro Staffel in die Bezirksliga ermittelt. In der Aufstiegsrunde ermittelten die fünf Staffelsieger ebenfalls in einer Doppelrunde mit Hin- und Rückspiel die beiden Aufsteiger in die DDR-Oberliga.

Staffel A Saisonverlauf Der F.C. Hansa Rostock dominierte in der Staffel A und stellte mit 43:1 Punkten einen neuen Liga-Rekord auf (bislang HFC Chemie 41:3 Pkt. 1973/74). Lediglich bei der ISG Schwerin-Süd ließ man am 9. Spieltag einen Punkt liegen. Der Weg der drei Neulinge BSG Motor Warnowwerft Warnemünde, BSG Hydraulik Nord Parchim und BSG Nord Max Matern Torgelow führte nach nur einer Saison in die Bezirksliga zurück. Warnemünde kämpfte bis zum vorletzten Spieltag mit der BSG KKW Greifswald um den Klassenerhalt. Dann gewann Greifswald sein Heimspiel gegen Torgelow und gleichzeitig erlitt Warnemünde eine Niederlage in Neubrandenburg. Nun hatte Greifswald vor dem letzten Spiel bei Warnemünde nicht nur zwei Punkte mehr auf seinem Konto, sondern auch ein um 26 Tore besseres Torverhältnis.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger aus der DDR-Oberliga 1978/79 (S) Staffelsieger der Vorsaison (N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1978/79

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel A 25. August 1979 – 20. April 1980 25px|alt=|F.C. Hansa Rostock 25px|alt=|ASG Vorwärts Stralsund 25px|alt=|TSG Bau Rostock 25px|alt=|ISG Schwerin-Süd 25px|alt=|BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 25px|alt=|BSG Post Neubrandenburg 25px|alt=|SG Dynamo Schwerin 25px|alt=|TSG Wismar 25px|alt=|BSG KKW Greifswald 25px|alt=|BSG Motor WW Warnemünde 25px|alt=|BSG Hydraulik Nord Parchim 25px|alt=|BSG Nord Max Matern Torgelow 1. F.C. Hansa Rostock 3:02:02:13:24:14:05:010:04:01:07:0 2. ASG Vorwärts Stralsund 0:3 3:12:22:25:23:10:14:010:14:08:0 3. TSG Bau Rostock 0:52:2 3:20:14:04:13:24:15:05:05:1 4. ISG Schwerin-Süd 2:21:14:1 2:13:33:21:12:12:02:05:1 5. BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 0:30:22:21:0 2:02:16:12:17:33:13:0 6. BSG Post Neubrandenburg 0:11:12:12:12:0 1:10:03:17:01:06:1 7. SG Dynamo Schwerin 1:21:23:30:31:01:2 2:03:06:13:12:0 8. TSG Wismar 0:22:11:23:22:20:00:5 4:20:27:22:1 9. BSG KKW Greifswald 0:12:01:20:11:05:32:01:2 1:22:11:0 10. BSG Motor WW Warnemünde 0:40:11:60:00:02:10:22:21:1 2:22:0 11. BSG Hydraulik Nord Parchim 1:51:30:51:11:01:10:22:01:34:3 1:0 12. BSG Nord Max Matern Torgelow 0:41:21:20:70:41:41:11:11:31:23:0

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Rainer Jarohs F.C. Hansa Rostock 23 2. Gerhard Krentz TSG Bau Rostock 20 3. Harald Biehl ASG Vorwärts Stralsund 14 4. Wolfgang Schwerin ISG Schwerin-Süd 12 5. Hans-Jürgen Pohl SG Dynamo Schwerin 11 Wolfgang Schumann BSG KKW Greifswald 11 Jörg Seering F.C. Hansa Rostock 11 8. Dietmar Hanke ASG Vorwärts Stralsund 10 Manfred Hausmann ISG Schwerin-Süd 10 Joachim Susa BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 10

Zuschauer In 132 Spielen kamen 161.880 Zuschauer ( 1.226 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 9.000 F.C. Hansa Rostock – ASG Vorwärts Stralsund (3. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulisse 110 BSG Motor Warnowwerft Warnemünde – BSG KKW Greifswald (22. Spieltag)

Mannschaft Gesamt Heim Ausw. F.C. Hansa Rostock 67.000 3.045 39.000 3.545 28.000 2.545 ASG Vorwärts Stralsund 33.050 1.502 13.050 1.186 20.000 1.818 TSG Bau Rostock 19.950 907 8.850 805 11.100 1.009 ISG Schwerin-Süd 21.900 995 9.500 864 12.400 1.127 BSG Schiffahrt/Hafen Rostock 20.700 941 9.050 823 11.650 1.059 BSG Post Neubrandenburg 20.450 930 12.500 1.136 7.950 723 SG Dynamo Schwerin 23.800 1.082 9.300 845 14.500 1.318 TSG Wismar 22.300 1.014 11.350 1.032 10.950 995 BSG KKW Greifswald 24.910 1.132 13.050 1.186 11.860 1.078 BSG Motor WW Warnemünde 16.830 765 6.780 616 10.050 914 BSG Hydraulik Nord Parchim 34.600 1.573 23.000 2.091 11.600 1.055 BSG Nord Max Matern Torgelow 18.270 830 6.450 586 11.820 1.075

Staffel B Saisonverlauf Die BSG Chemie PCK Schwedt und die SG Dynamo Fürstenwalde lieferten sich einen Zweikampf um den Titel. Schwedt dominierte (ungeschlagen) bis zur Winterpause das Geschehen in der Staffel B. Mit einem Vorsprung von vier Punkten ging es in die letzten acht Spieltage. In diesen holten die Schwedter nur noch 2 Siege und 3 Unentschieden. Fürstenwalde nutzte die Gunst der Stunde und heftete sich an die Fersen von Schwedt. Am letzten Spieltag zog dann der Neuling durch einen Heimsieg gegen Absteiger TSG Neustrelitz und das gleichzeitige Unentschieden von Schwedt (2:2 gegen BSG Stahl Hennigsdorf) an die Tabellenspitze und qualifizierte sich somit für die Aufstiegsrunde. Im Kampf um den Klassenerhalt ging es ebenfalls bis zur letzten Minute spannend zu. Die BSG KWO Berlin, seit dem 2. Spieltag auf einem Abstiegsplatz, kam nach der Winterpause auf 10:6 Punkte, was ihr den Klassenerhalt sicherte. Erst besiegelte sie am 25. Spieltag im direkten Duell den Abstieg von Neustrelitz, und dann verdrängte man noch am letzten Spieltag die BSG Motor Babelsberg vom rettenden neunten Tabellenplatz. Babelsberg, das auf Grund der schlechteren Tordifferenz gegenüber KWO den Kürzeren zog, musste nach sieben Jahren den Weg in die Bezirksliga antreten. Ferner stieg die BSG Rotation Berlin trotz gutem Endspurt (9:7 Punkte nach der Winterpause) auf Grund des schlechteren Torverhältnis gegenüber KWO und Babelsberg ab.

Abschlusstabelle

(N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1978/79

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel B 26. August 1979 – 20. April 1980 25px|alt=|SG Dynamo Fürstenwalde 25px|alt=|BSG Chemie PCK Schwedt 25px|alt=|ASG Vorwärts Neubrandenburg 25px|alt=|BSG Stahl Brandenburg 25px|alt=|BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 25px|alt=|BSG Stahl Hennigsdorf 25px|alt=|BSG Stahl Eisenhüttenstadt 25px|alt=|BSG Motor Hennigsdorf 25px|alt=|BSG KWO Berlin 25px|alt=|BSG Motor Babelsberg 25px|alt=|BSG Rotation Berlin 25px|alt=|TSG Neustrelitz 1. SG Dynamo Fürstenwalde 0:21:16:12:11:05:03:12:15:02:03:0 2. BSG Chemie PCK Schwedt 1:0 1:12:12:02:23:01:03:01:04:12:0 3. ASG Vorwärts Neubrandenburg 1:12:2 5:25:21:00:05:03:10:01:31:1 4. BSG Stahl Brandenburg 1:20:01:1 3:01:21:03:11:12:01:02:0 5. BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 0:00:21:01:1 5:11:18:02:02:01:10:0 6. BSG Stahl Hennigsdorf 3:20:12:11:22:1 1:01:13:22:14:10:1 7. BSG Stahl Eisenhüttenstadt 1:10:00:02:20:13:2 0:03:23:24:13:0 8. BSG Motor Hennigsdorf 1:12:17:30:03:32:22:2 2:11:33:12:2 9. BSG KWO Berlin 0:01:01:22:12:12:04:01:2 3:11:30:0 10. BSG Motor Babelsberg 0:03:00:01:20:00:00:13:10:0 2:02:0 11. BSG Rotation Berlin 0:10:02:02:10:11:31:02:13:12:0 0:1 12. TSG Neustrelitz 1:20:00:20:01:13:10:11:21:22:32:0

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Wolfgang Hefter BSG Chemie PCK Schwedt 12 2. Peter Satkowski BSG Motor Hennigsdorf 11 Detlef Schulz SG Dynamo Fürstenwalde 11

Zuschauer In 132 Spielen kamen 133.250 Zuschauer ( 1.009 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 3.200 BSG Chemie PCK Schwedt – ASG Vorwärts Neubrandenburg (17. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulissen 150 BSG Rotation Berlin – BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. (9. Spieltag) 150 BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. – SG Dynamo Fürstenwalde (14. Spieltag)

Mannschaft Gesamt Heim Ausw. SG Dynamo Fürstenwalde 25.650 1.166 12.300 1.118 13.350 1.214 BSG Chemie PCK Schwedt 36.700 1.668 21.700 1.973 15.000 1.364 ASG Vorwärts Neubrandenburg 20.150 916 8.600 782 11.550 1.050 BSG Stahl Brandenburg 18.550 843 8.650 786 9.900 900 BSG Halbleiterwerk Frankfurt/O. 12.400 564 3.150 286 9.250 841 BSG Stahl Hennigsdorf 24.100 1.095 11.650 1.059 12.450 1.131 BSG Stahl Eisenhüttenstadt 20.700 941 10.150 923 10.550 959 BSG Motor Hennigsdorf 25.050 1.139 12.650 1.150 12.400 1.127 BSG KWO Berlin 16.800 764 5.850 532 10.950 995 BSG Motor Babelsberg 30.650 1.393 21.300 1.936 9.350 850 BSG Rotation Berlin 13.700 623 3.650 332 10.050 914 TSG Neustrelitz 22.050 1.002 13.600 1.236 8.450 768

Staffel C Saisonverlauf Oberligaabsteiger BSG Chemie Böhlen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und errang souverän den Staffelsieg. Lediglich die ASG Vorwärts Dessau konnte einen Sieg (18. Spieltag) gegen Böhlen erzielen. Da die Staffel recht ausgeglichen war, spielten die Mannschaften ab Platz 5 gegen den Abstieg. Neuling BSG Lokomotive Halberstadt war die einzige Mannschaft, die frühzeitig den Anschluss verlor und als erster Absteiger feststand. Am 20. Spieltag trennten den Fünften vom Zehnten gerade einmal 2 Punkte. Am 21. Spieltag retteten sich dann Neuling BSG Stahl Thale und die BSG Chemie Zeitz, die nach der Winterpause mit 11:5 Punkten die zweitbeste Bilanz nach Böhlen aufweisen konnte. Der BSG Einheit Wernigerode wurde vor dem letzten Spieltag nachträglich ein Punkt vom 17. Spieltag gegen Schkopau abgezogen. Dadurch hatten sie genauso wie die BSG Chemie Premnitz nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib, da sie das wesentlich schlechtere Torverhältnis gegenüber BSG Lokomotive Stendal, SG Dynamo Eisleben und BSG Chemie Wolfen hatten. Der Abstieg von Premnitz wurde beim Zweiten Dessau besiegelt und Wernigerode konnte auch der Sieg in Eisleben nicht vor der Bezirksliga retten.

Abschlusstabelle

(A) Absteiger aus der DDR-Oberliga 1978/79 (N) Aufsteiger aus der Bezirksliga 1978/79

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Staffel C 26. August 1979 – 20. April 1980 25px|alt=|BSG Chemie Böhlen 25px|alt=|ASG Vorwärts Dessau 25px|alt=|BSG Stahl Blankenburg 25px|alt=|BSG Chemie Buna Schkopau 25px|alt=|BSG Stahl Thale 25px|alt=|BSG Chemie Zeitz 25px|alt=|BSG Lokomotive Stendal 25px|alt=|SG Dynamo Eisleben 25px|alt=|BSG Chemie Wolfen 25px|alt=|BSG Einheit Wernigerode 25px|alt=|BSG Chemie Premnitz 25px|alt=|BSG Lokomotive Halberstadt 1. BSG Chemie Böhlen 2:02:22:12:04:14:24:31:08:16:04:1 2. ASG Vorwärts Dessau 2:0 0:01:13:16:22:02:01:13:13:27:1 3. BSG Stahl Blankenburg 2:20:1 2:11:11:11:11:32:10:01:04:1 4. BSG Chemie Buna Schkopau 0:07:10:3 1:10:12:04:11:24:01:13:0 5. BSG Stahl Thale 0:20:11:12:2 2:02:11:01:11:11:11:1 6. BSG Chemie Zeitz 2:93:10:11:12:2 2:02:21:01:05:03:1 7. BSG Lokomotive Stendal 1:10:01:01:02:11:1 1:13:13:11:06:0 8. SG Dynamo Eisleben 1:22:41:31:22:13:12:0 0:01:33:17:1 9. BSG Chemie Wolfen 2:43:11:10:21:20:12:24:0 2:20:11:0 10. BSG Einheit Wernigerode 1:30:31:11:73:02:02:23:1 0:04:0 11. BSG Chemie Premnitz 1:23:30:02:30:12:12:02:11:21:0 4:0 12. BSG Lokomotive Halberstadt 0:31:21:33:22:22:05:31:40:31:54:2

Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Klaus Havenstein BSG Chemie Böhlen 30 2. Veit Gläßer ASG Vorwärts Dessau 18 3. Hans-Hermann Herbst BSG Lokomotive Stendal 11 4. Frank Kuhnt BSG Chemie Buna Schkopau 10

Zuschauer In 131 Spielen kamen 169.555 Zuschauer ( 1.294 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 3.900 BSG Stahl Thale – BSG Einheit Wernigerode (8. Spieltag) Niedrigste Zuschauerkulissen