Die Wiesbaden-Klasse war eine Klasse von zwei Kleinen Kreuzern der Kaiserlichen Marine, die im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.
Entwurf Die Schiffe der Wiesbaden-Klasse waren denen der Graudenz-Klasse ziemlich ähnlich und nur unwesentlich größer als ihre Vorgänger. Die drei Schornsteine waren etwas voluminöser und standen etwas näher zur Brücke. Die Antriebsanlage war die gleiche geblieben.
Einheiten Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Wiesbaden AG Vulcan,Stettin 1913 30. Januar 1915 1. September 1915 Am 31. Mai 1916 während der Skagerrakschlacht versenkt Frankfurt Kaiserliche Werft,Kiel 1. Dezember 1913 20. März 1915 20. August 1915 Am 21. Juni 1919 außer Dienst und März 1920 Kriegsbeute der USA;am 18. Juli 1921 als Zielschiff versenkt
Technische Beschreibung Rumpf Der Rumpf eines Kreuzers der Wiesbaden-Klasse, unterteilt in 17 wasserdichte Abteilungen und genietet, war 145,3 Meter lang, 13,9 Meter breit und hatte bei einer Einsatzverdrängung von 6.601 Tonnen einen Tiefgang von 6,06 Metern.
Antrieb Der Antrieb erfolgte durch zwölf Dampferzeuger – zehn kohle- und zwei ölbefeuerte Marinekessel – und zwei Turbinensätze, mit denen eine Gesamtleistung von 31.000 PS (22.800 kW) erreicht wurde. Diese gaben ihre Leistung an zwei Wellen mit je einer Schraube ab. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 27,5 Knoten (51 km/h) und die maximale Fahrstrecke 4.850 Seemeilen bei 12 Knoten, wofür 1.280 Tonnen Kohle und 470 Tonnen Teeröl gebunkert werden konnten.
Bewaffnung Die Artilleriebewaffnung bestand aus acht 15-cm-SK L/45 in Einzellafetten. Zwei dieser Geschütze waren nebeneinander auf dem Vorschiff aufgestellt. Zwei befanden sich überfeuernd auf dem Achterschiff, während jeweils zwei seitlich der vorderen und hinteren Decksaufbauten aufgestellt waren. Zur Flugabwehr wurden zwei 8,8-cm-SK L/45 in Einzellafette mitgeführt. Des Weiteren waren vier 50-cm-Torpedorohre (zwei seitlich unter Wasser, zwei an Oberdeck) vorhanden und es konnten bis zu 120 Seeminen transportiert werden.
Besatzung Die Besatzung hatte eine Stärke von 474 Mann (17 Offiziere und 457 Unteroffiziere bzw. Mannschaften).
Literatur Erwin Strohbusch: Kriegsschiffbau seit 1848. Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven 1984
Einzelnachweise Gerhard Koop, Klaus-Peter Schmolke: Kleine Kreuzer 1903–1918 (Bremen- bis Cöln-Klasse)., S. 206.
Kategorie:Militärschiffsklasse (Kaiserliche Marine) Kategorie:Kreuzerklasse