mini|Betonboot von Michael Schuster im Österreichischen Skulpturenpark mini|Painting to Hammer a Nail in / Cross Version von Yoko Ono mini|Airplane Parts and Hills von Nancy Rubins mini|hochkant|Susana Solano, Skulpturdetail mini|Blick von der Westecke des Österreichischen Skulpturenparks (bis Ende Oktober 2000: Berggarten) zu dem für die IGS – Internationale Gartenschau 2000 errichteten AussichtsturmArchitekten: Hermann Eisenköck, Peter Zinganel. — Aus: [IGS 2000, ÖAV], Zauber der Gärten, S. 12 (Oktober 2005) mini|Fat House von Erwin Wurm Der Österreichische Skulpturenpark ist ein 7 Hektar großer, landschaftsarchitektonisch gestalteter Park mit Außenskulpturen zeitgenössischer österreichischer und internationaler Künstler in Premstätten, 7 km südlich der steirischen Landeshauptstadt Graz.

Die Werksammlung Privatstiftung Österreichischer Skulpturenpark ging ursprünglich aus dem Art Park rund um das ORF-Landesstudio Steiermark, erweitert um Auftragsarbeiten, Ankäufe und Leihgaben, hervor und wurde 2007 dem steirischen Universalmuseum Joanneum eingegliedert. Die Sammlung umfasst mittlerweile mehr als 70 Arbeiten von Fritz Wotruba, Franz West, Erwin Wurm, Heimo Zobernig, Michael Kienzer, Nancy Rubins, Mario Terzic und anderen. Eine Auflistung der einzelnen Arbeiten findet sich in der Liste der Kunstwerke im Österreichischen Skulpturenpark.

Zur Geschichte Der Österreichische Skulpturenpark entwickelte sich aus einer Initiative des ehemaligen ORF-Intendanten Emil Breisach. Ab 1981 standen einige Skulpturen im Park des ORF-Landesstudio Steiermark. Breisachs Ziel war es, ein Areal zu schaffen, um die Skulpturen der Öffentlichkeit außerhalb des musealen Betriebes zugänglich zu machen.

Den Park in Graz entwarf der 1998 verstorbene, international renommierte Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast im Zusammenhang mit der Internationalen Gartenschau 2000 Steiermark als eigenständiges Gartenkunstwerk mit dem Titel "Berggarten"André Schmid: Internationale Gartenschau Steiermark 2000. In: Anthos : Zeitschrift für Landschaftsarchitektur 39 (2000). Abgerufen am 18. April 2018.. Dieses konzipierte Kienast mit nachgewiesenen Bezügen zur klassischen modernen Gartenkunst und amerikanischen Land ArtWeilacher, Udo (2001): Visionäre Gärten. Die modernen Landschaften von Ernst Cramer. als begehbare Erdskulptur, bestehend aus architektonisch geformten Rasenpyramiden, Waldweiher, Fichtenwäldchen und artenreichen Pflanzungen. Teil des Berggartens war das "Landschaftslesebuch", eine große Rasenskulptur in die ein Text aus dem "Schilcher ABC" des steirischen Autors Reinhard P. Gruber eingelassen war.Kienast, Erika: Internationale Gartenschau 2000 Steiermark, Graz. In: Birkhäuser Verlag (Hrsg.): Dieter Kienast (2004), Seite 188–193. Mit dem Text unterstrich der Landschaftsarchitekt seine Auffassung, dass Landschaft heute eine stets anthropogen geprägte Umwelt ist.

Nach dem Ende der „IGS – Internationale Gartenschau 2000“ (Berggarten und Fasanengarten[IGS 2000, ÖAV]: Zauber der Gärten. Der offizielle Ausstellungskatalog zur Internationalen Gartenschau 2000. Österreichischer Agrarverlag, Leopoldsdorf (Bezirk Wien-Umgebung) 2000) in der Gemeinde Premstätten bot sich das Areal für die Nutzung als Skulpturenpark an. Parallel dazu wurde die Privatstiftung Österreichischer Skulpturenpark gegründet. In Kooperation mit dem Land Steiermark und Betrieben aus der Privatwirtschaft entwickelten Christa Steinle und Peter Weibel ein Konzept für den internationalen Skulpturenpark, das 2003, im Kulturhauptstadtjahr der Stadt Graz, der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Um das Bestehen des Parks abzusichern, wurde der Skulpturenpark unter der Leitung der Kuratorin Elisabeth Fiedler in das Universalmuseum Joanneum integriert. Neben der Dauerausstellung gibt es Spezialführungen und diverse Sonderveranstaltungen auf dem Gelände des Österreichischen Skulpturenparks.

Im Frühjahr 2008 wurde die Sammlung um die Schenkung Painting to Hammer a Nail in / Cross Version von Yoko Ono (2005) erweitert, 2009 kam ein Werk des im selben Jahr verstorbenen steirischen Künstlers Hartmut Skerbisch hinzu. 2010 wurden Arbeiten von Peter Sandbichler und Timm Ulrichs präsentiert.

Zum „Wesen“ des Skulpturenparks Das Wesen des Skulpturenparks gründet sich aus der Wechselwirkung von Skulptur und Natur, die bereits den landschaftsarchitektonisch gestalteten "Berggarten" prägt. Die nach 2000 hinzugefügten Skulpturen verstärken diese Reaktion:

Deponie Unter einem Teil des Geländes liegt die seit 2014 als zu sanierende Altlast ST29 ausgewiesene Bauschutt- und Hausmüll-Deponie Schwarzl aus den 1960er-Jahren.

Literatur Österreichischer Skulpturenpark Privatstiftung (Hrsg.): Garten der Kunst. Österreichischer Skulpturenpark. = Art Garden. Sculpture Park Austria. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7757-1728-5.

Weblinks

Offizielle Webseite des Österr. Skulpturenparks

Einzelnachweise

Kategorie:Skulpturenpark in Österreich Kategorie:Museum in Graz Kategorie:Kunst (Graz) Kategorie:Museumsgründung 2003