mini|hochkant|Selbstporträt (1923), 810 × 725 mm (31.9 × 28.5 in), Museo Nacional de Arte. Abraham Ángel Card Valdés (* 7. März 1905 in El Oro, Bundesstaat México; † 27. Oktober 1924 in Mexiko-Stadt) war ein mexikanischer Maler und Zeichenlehrer.

Leben Ángel Card war ein Sohn des schottischen Bergmanns Lewis Edward Cartheburke Beedgar († 1912), der nach Mexiko gekommen war, um hier das großen Glück zu finden. Er galt als Frauenheld, Trinker und Spieler. Seine Mutter war die Tochter eines Bergmanns aus dem Bundesstaat Sinaloa, die den älteren Cartheburke im Alter von vierzehn Jahren kennenlernte und sich von ihm verführen ließ. Aus dieser Beziehung war er das jüngste von fünf Kindern. Die Mutter folgte diesem Mann zu den unterschiedlichen Minen und kam so nach Puebla, wo Abraham Ángel seine Kindheit verbrachte. Der Vater verließ die Familie und zog weiter nach Oaxaca und überließ dem ältesten Sohn, der in einem Elektrizitätswerk arbeitete, die Verantwortung für deren Versorgung.

Im Alter von elf Jahren kam er mit seiner Familie nach Mexiko-Stadt. Hier lebte er mit seiner Mutter und den Geschwistern nur kurz zusammen, da die Geschwister, die mit dem reizbaren ältesten Bruder nicht klar kamen, bald auszogen. Abraham Ángel war jedoch noch zu jung und zudem seit längerem erkrankt, so dass er den Feindseligkeiten seines Bruders Adolfo ausgesetzt blieb, der seinem künstlerischen Stil, mit dem er die Gesellschaft und Kultur der 1920er Jahre in Mexiko-Stadt einfing, sehr kritisch gegenüberstand und seine Ambitionen nicht tolerierte.

Er studierte kurzzeitig an der Escuela Nacional de Bellas Artes. Dort lernte er 1921 den Maler Manuel Rodríguez Lozano kennen. Er zog im Alter von 16 Jahren zu Lozano, der ihn mit Künstlern der mexikanischen Avantgarde zusammenbrachte und ihn als großen südamerikanischen Maler aus Argentinien anpries. Zudem erteilte er selbst die Grund- und Sekundarschüler Zeichenunterricht nach der Methode Adolfo Best Maugards. Ángel Card, der sich selbst fortan nur noch mit seinen Vornamen bezeichnete und den Namen „Card“ ablegte, malte vor allem Porträts mit leuchtender, unnatürlicher Farbgebung; seine Bilder waren überwiegend von naivem künstlerischen Stil. Er schuf insbesondere Porträts von Freunden und Verwandten, deren Hintergründe er mit Dorfszenen oder stilisierten Landschaften dekorierte.

Werke (Auswahl) mini|hochkant|Mariposa In seinem kurzen Leben schuf er in vier Jahren rund 30 Bilder. 1921: Concepción 1922: Mariposa 1923: La india 1923: La chica de la ventana

Porträts 1922: Manuel Rodríguez Lozano 1924: Hugo Tilghman (136 × 120 cm) Museo Nacional de Arte. 1924: Cristina Crespo 1924: Los Novios (122 × 91,5 cm) 1924: La familia (Familienbildnis mit seiner Mutter Francisca und seiner Schwester Amelia Card Valdés)

Ausstellungen (Auswahl) Sammelausstellungen 15. Mai bis 30. September 1940: Twenty Centuries of Mexican Art im Museum of Modern ArtTwenty centuries of Mexican Art = Veinte siglos de arte mexicano. 1940, Abbildung Nr. 123 Los Novios S. 158 (assets.moma.org PDF). 28. Mai bis 3. September 2006: Mexican modern : masters of the 20th century Museum of Fine Arts, Santa Fe 5. Oktober 2016 bis 23. Januar 2017: Mexique 1900–1950: Diego Rivera, Frida Kahlo, José Clemente Orozco et les avant-gardes im Grand Palais, Paris

Einzelausstellung 10. September 2023 bis 28. Januar 2024: Abraham Ángel: Between Wonder and Seduction im Dallas Museum of ArtChadd Scott: Abraham Ángel, The Shooting Star Of Mexican Modernism, At The Dallas Museum Of Art. (englisch, forbes.com).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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