mini|Der Schleusendrempel ist der Absatz unter dem Schleusentor direkt über dem Wasser (Wasserstand in der Schleuse auf Unterwasser) – am rechten Bildrand ist der gelbe Strich für die offizielle Markierung des Drempels zu erkennen
Als Drempel (mittelhochdt.: Drempel = Türschwelle) wird einerseits die Schwelle des oberen Schleusentores bezeichnetDIN Deutsches Institut für Normung e. V. (Herausgeber) DIN 4054, September 1977, Verkehrswasserbau; Begriffe, Berlin (Deutschland) Beuth Verlag GmbH 1977, die als Anschlag für das geschlossene Tor, zum wasserdichten Abschluss und zur Ableitung des Wasserdrucks des Oberwassers auf das Dichtungslager der Schleusenkonstruktion dient. Andererseits wird der gesamte Betonabsatz unterhalb des oberen bzw. oberhalb des unteren Schleusentors als Drempel bezeichnet.
Auch bei Sielbauwerken wird die Sohle der Sielkammer mit den Toranschlägen als Drempel bezeichnet.
Funktion mini|hochkant|Oberes Schleusentor und Drempel der kleinen Kammer der Écluse du Pont de Flandre am Canal Saint-Denis Beim Befahren der Schleuse ist die Drempeltiefe zu beachten, da dieses Maß den maximalen Tiefgang der Schiffe bestimmt. Damit beim Ablassen des Wassers aus der Schleusenkammer das Schiff nicht auf dem Drempel aufsitzt und beschädigt wird, ist die Lage des Drempels (mit einem Sicherheitszuschlag) an der Schleusenkammerwand farblich markiert (gelber vertikaler Strich) und bei der Schleusung zu beachten. Das Wasserfahrzeug darf sich nicht näher am oberen Schleusentor befinden, als der Markierungsstrich anzeigt. Dies ist die sogenannte „Nutzlängenmarkierung“, die sich typischerweise einige Meter vor dem Drempel befindet. Bei Schleusungen aus dem Unterwasser sieht man an einigen Schleusen den Drempel als Mauer unterhalb des oberen Schleusentores.
Siehe auch Schleuse
Weblinks ELWIS-Startseite
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Binnenschifffahrt Kategorie:Stauanlagenbau