Ludwig Wühr (* 6. April 1907 in Großholzhausen; † 30. Dezember 1998) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Nach der Realschule nahm er Schauspielunterricht bei Hofschauspieler Eugen Gura junior in München. Sein Debüt gab er in Bamberg am E.T.A.-Hoffmann-Theater. Dann folgte ein Engagement in Gera, bevor er 1938 nach München kam.
Dort wirkte er die folgenden Jahrzehnte an verschiedenen Bühnen als freier Schauspieler. Besonders oft war er am Münchner Volkstheater, aber auch am Bayerischen Staatsschauspiel zu sehen. 1965 trat er in Marieluise Fleißers Der starke Stamm auf der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin auf. Bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel agierte er 1973 in Die Kreuzlschreiber und 1974 in Wie es euch gefällt.
Er wirkte auch in Filmen mit und vor allem in vielen Fernsehproduktionen, die in bayerischer Umgebung spielten. In der Serie Der Millionenbauer verkörperte er den Pfarrer. Wühr war auch als Hörspielsprecher in der von 1979 bis 1985 laufenden 28-teiligen Serie Die Grandauers und ihre Zeit vertreten. Auch in der Serie Meister Eder und sein Pumuckl war er nicht selten zu hören, u. a. als Eders Stammtischfreund Schmidt.
Filmografie 1952: Der weißblaue Löwe 1961–1963: Funkstreife Isar 12 (Serie) 1965: Die Pfingstorgel 1965: Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 1966: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (Serie) 1967: Das Kriminalmuseum: Die Zündschnur (Serie) 1968: Der Holledauer Schimmel 1968: Königlich Bayerisches Amtsgericht (Serie) 1969: Der Attentäter 1970: Der Fall Lena Christ 1970: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (Serie) 1972: Schulmädchen-Report. 3. Teil: Was Eltern nicht mal ahnen 1972: Mädchen, die nach München kommen 1972: Tatort: Wenn Steine sprechen 1972: Der Komödienstadel: Josef Filser 1973: Zwei Einakter 1973: Schulmädchen-Report. 5. Teil: Was Eltern wirklich wissen sollten 1975: Bitte keine Polizei: Ich bin so frei (Serie) 1977: Der Komödienstadel: Graf Schorschi 1977: Derrick: Inkasso 1977: Tatort: Schüsse in der Schonzeit 1978: Sachrang (Fernsehdreiteiler) 1979: Der Millionenbauer (Serie) 1979: Andreas Vöst 1979: Die Überführung 1981: Derrick: Der Untermieter 1982: Ehe oder Liebe 1982: Der starke Stamm 1982: Zeit genug (Serie) 1983: Der Androjäger: Ganz einfach, wenn man’s kann (Serie) 1983: Der Glockenkrieg 1983: Tatort: Roulette mit 6 Kugeln 1983: Polizeiinspektion 1: Der Betriebsunfall (Serie) 1984: Die Wiesingers (Serie) 1987: Herbert und Schnipsi (Serie) 1988: Lindenstraße: Laura (Serie) 1988: Polizeiinspektion 1: Der Stellvertreter (Serie) 1990: Das schreckliche Mädchen 1991: Wildfeuer 1992: Langer Samstag 1994: Tatort: … und die Musi spielt dazu
Hörspiele (Auswahl) 1969: Walter Netzsch: Der beinahe unaufhaltsame Aufstieg des Mathias Grüneisl. Eine gerade noch utopische Groteske (Bayerwieser) – Regie: Hellmuth Kirchammer (Original-Hörspiel, Science-Fiction-Hörspiel – BR)
Quelle: ARD-Hörspieldatenbank
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1126.
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