Goldgräber von 1933 (Originaltitel: Gold Diggers of 1933) ist ein US-amerikanischer Musicalfilm des Regisseurs Mervyn LeRoy aus dem Jahr 1933, basierend auf dem zwischen 1919 und 1920 282fach aufgeführten Bühnenstück The Gold Diggers von Avery Hopwood. In Österreich kam der Film im Jahr 1936 unter dem Titel Reiche Herren bevorzugt in den Verleih.Quelle: Illustrierter Film-Kurier (Wien) Nr. 1427 Die Erstaufführung in Deutschland fand am 13. Dezember 1978 im deutschen Fernsehen statt. Es wurde die Originalversion mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt. Eine deutsche Synchronfassung wurde erstmals am 17. Oktober 1995 in der ARD gezeigt.

Handlung Die „Goldgräber“ sind vier befreundete Musicaldarstellerinnen: die unschuldig wirkende Polly, die Sängerin Carol, die Komödiantin Trixie und die glamouröse Fay. Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise muss der sie beschäftigende Produzent Hopkins seine Show einstellen, weil er die offenen Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Im Appartement, das Polly, Carol und Trixie bewohnen, erklärt Hopkins, dass er zwar Ideen für eine neue Show habe, aber es an Geld mangele. Zufällig hört er das brillante Klavierspiel von Brad, einem Nachbarn und Pollys Freund, und die beiden kommen ins Gespräch.

Brad bietet Hopkins an, mit 15.000 US-Dollar die Show zu unterstützen und die Musik zu schreiben. Er lehnt es aber ab, selber aufzutreten. Zuerst sind die Frauen misstrauisch, woher der scheinbar mittellose Musiker das viele Geld hernehmen möchte, doch Brad kann Hopkins tatsächlich die Show finanzieren. Nun entsteht bei den Showgirls der Verdacht, Brad sei kriminell, denn er erzählt nichts über seine Vergangenheit und kurz bevor er die 15.000 US-Dollar zur Finanzierung gebracht hat, wurden aus einer Bank 20.000 US-Dollar gestohlen.

Kurz vor der Premiere erleidet der männliche Hauptdarsteller einen Hexenschuss. Brad muss seine Rolle in der Show übernehmen. Dabei wird er von Zuschauern erkannt und es stellt sich heraus, dass Brad ein Millionärssohn ist. Sein Bruder Lawrence und der Familienanwalt Peabody erfahren durch einen Zeitungsartikel von dem Auftritt und reisen nach New York. Da sie um den Ruf der altehrwürdigen Familie fürchten, wollen sie weitere Auftritte von Brad verhindern und auch seine Beziehung mit Polly auflösen.

Fälschlicherweise hält Lawrence Carol für Brads Freundin und verhält sich ihr gegenüber abschätzig. Carol ist darüber verärgert. Die Gruppe beschließt, Lawrence und Peabody nicht darüber aufzuklären, wer Polly wirklich ist und ein Spiel mit ihnen zu spielen. Dabei kommen sich Lawrence und Carol näher, die er weiter für Polly hält. Währenddessen sieht Trixie in dem Anwalt Peabody das Ziel ihrer Wünsche: einen reichen Mann. Als Lawrence herausfindet, dass Brad und die echte Polly inzwischen geheiratet haben, droht er, die Ehe für ungültig erklären zu lassen, gibt jedoch nach, als Carol sich weigert, ihn zu heiraten, sollte er dies tun. Auch Trixie kommt mit Peabody zusammen und so landen schließlich die „Goldgräberinnen“ bei wohlhabenden Männern.

Hintergrund Hopwoods Bühnenstück wurde vor diesem Film schon zweimal verfilmt: 1923 mit dem Titel The Gold Diggers von Harry Beaumont als Stummfilm und 1929 als Tonfilm von Roy Del Ruth mit dem Titel The Gold Diggers of Broadway.

Der über den Film hinaus bekannt gewordene Titelsong The Gold Diggers’ Song (We’re in the Money) wurde im Film in der Anfangsszene von Ginger Rogers und Chor vorgestellt. Die Musiknummer Remember My Forgotten Man enthält neben dem Gesang von Joan Blondell auch ein Gesangssolo der afroamerikanischen Künstlerin Etta Moten Barnett.

Tanz-Choreograf war Busby Berkeley, der auch im Film einen Kurzauftritt hat. Diese Warner Bros.-Produktion hatte ein Budget von 433.000 US-Dollar.imdb.com

Musikalischer Direktor des Films war Leo F. Forbstein, als Ton-Ingenieur fungierte Nathan Levinson, die Kostüme wurden vom später dreifachen Oscarpreisträger (1952, 1958, 1960) Orry-Kelly angefertigt. Als Szenenbildner fungierte Anton Grot.

Kritiken Gold Diggers of 1933 gilt oftmals als ein Höhepunkt des amerikanischen Filmmusicals in der Depression-Ära. Bei Rotten Tomatoes besitzt der Film, basierend auf 14 Kritiken, eine positive Wertung von 100 % mit einer Durchschnittswertung von 8,8 von 10 Sternen (Stand Mai 2026).

Auszeichnungen 1934: Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ton für Nathan Levinson 2003: Aufnahme in das National Film Registry als Film, der in „kultureller, geschichtlicher oder ästhetischer Hinsicht“ bedeutsam gilt

Weblinks

Kurzkritik der Variety (englisch) Kritik im Classic Film Guide (englisch) Kritik der New York Times (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Mervyn LeRoy Kategorie:Filmtitel 1933 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm