Die Saacke GmbH, Eigenschreibweise SAACKE, ist ein Unternehmen für industrielle und maritime Feuerungstechnologien. Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in Kroatien und China und ein weltweites Service- und Vertriebsnetz. Zentrale, Hauptproduktion sowie Forschung und Entwicklung befinden sich in Bremen.

Produkte Zum Produktportfolio von Saacke gehören industrielle Brenner und Feuerungssysteme, entsprechende Steuerungssoftware, internetbasierte Software-Lösungen zur Wartung, das Anlagenengineering inklusive Strömungs- und Verbrennungssimulationen sowie Modernisierungen von Bestandsanlagen. Zum Einsatz kommen die Produkte unter anderem in Raffinerien, in der Chemie-, Lebensmittel- oder Baustoffindustrie, der Stahl- und Metallerzeugung. Einen Schwerpunkt bilden Feuerungsanlagen für Ersatzbrennstoffe. Saacke konstruiert Feuerungssysteme, die eine schadstoffreduzierte Verbrennung von alternativen Brennstoffen wie etwa flüssigen Sonderbrennstoffen (z. B. Tierfett, Pflanzenöl, Fischöl, Glyzerin, Frittierfett), biogenen Stoffen (z. B. Biodiesel, Biogas), Stäuben (z. B. Holzstaub, Zuckerrübenschnitzel, Kaffeeschalen, Gärsubstrat), Sondergasen (z. B. Deponiegas, Klärgas, Raffineriegas, Kohlegrubengas, Koksgas) oder heizwertarmen Gasen (z. B. Gichtgas, Formalingas, Ventgas, Corexgas, CO-Gas) und Flüssigkeiten (z. B. Molasse und Vinasse) und somit deren energetische Nutzung ermöglichen.

Für die Schifffahrt bietet das Unternehmen Feuerungssysteme inklusive Kessel. Zu diesen Systemen zählen beispielsweise Wärmeerzeugunger und Scrubber für Umrüstungen oder Neubauten. Diese sind auf Fähr-, Container- und Kreuzfahrtschiffen wie beispielsweise der Queen Mary 2 eingebaut. Zudem stattet Saacke FPSO-Plattformen und Flüssiggastanker mit Feuerungsanlagen aus.

Geschichte Gegründet wurde das Unternehmen 1931 vom Berliner Kaufmann Carl Saacke der vorher bei Ray Öl- & Gasbrenner GmbH im Vertrieb beschäftigt war. (* 1876) als Carl SAACKE-Ölfeuerungsgesellschaft mbH. Drei Jahre später brachten er und sein Sohn Herbert Saacke (* 1906 in Paris) einen Saacke-Brenner auf den Markt, wo sie das Funktionsprinzip des Drehzerstäubers kopiert haben. Wichtigstes Element des Brenners war und ist der Drehzerstäuber, der eine sehr feine und somit gut regulierbare, rauchfreie Ölverbrennung ermöglicht. Unter anderem wurde das Schlachtschiff Bismarck mit Brennern von Saacke ausgerüstet.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Saacke 1949 einen ersten Serienauftrag für Drehzerstäuber. Es folgte die Entwicklung von Gas- und Kombibrennern in den 1950er Jahren. 1952 suchte Saacke die räumliche Nähe zum Schiffbau und zog von Berlin zum heutigen Hauptsitz nach Bremen. 1960 eröffnete das Unternehmen erste Auslandsniederlassungen und hat heute über 70 Vertriebs- und Servicecenter in mehr als 20 Ländern und auf allen fünf Kontinenten.

Im Januar 2021 kündigte das Unternehmen einen massiven Stellenabbau im Werk Bremen an, um die Produktion nach Kroatien und China zu verlagern.https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/stellenabbau-saacke-bremen-100.html butenunbinnen.de (Radio Bremen) Abgerufen am 22. Januar 2021

Neuentwicklungen In den 1970er und 1980er Jahren führte Saacke Brenner mit Druck- und Dampfdruckzerstäubern ein. In den 1990er Jahren entwickelte das Unternehmen eine stickstoffoxidreduzierte Verbrennung sowie einen Tierfettbrenner. Für die Seefahrt entwickelte die Firma 2002 mit der Gas Combustion Unit eine Sicherung für den Flüssiggastransport. Seit Herbst 2013 ist die erste Abgasreinigungsanlage von Saacke auf einem Schiff aktiv.

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Einzelnachweise

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