Sabrina Filzmoser (* 12. Juni 1980 in Wels) ist eine ehemalige österreichische Judoka und Trägerin des 6. Dan. Sie führte bis jetzt viermal die Europarangliste bis 57 kg an.
Biografie Filzmoser begann 1988 mit dem Judosport. Zehn Jahre später feierte sie ihren ersten großen internationalen Erfolg, als sie den Europameistertitel bei den Junioren gewann. Nach der Matura an der HTL Wels verpflichtete sie sich beim Österreichischen Bundesheer, um sich im Heeressportzentrum ganz dem Judosport zu widmen. Bereits 2001 gewann sie den ersten Militär-WM-Titel, welchen sie bereits fünfmal gewinnen konnte. 2003 eroberte sie als Dritte ihre erste Europameisterschaftsmedaille bei den Damen. 2004 erlitt sie einen Bandscheibenvorfall und verpasste knapp die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen. Nach der Verletzungspause fand sie rasch den Anschluss an die Weltspitze und konnte an vergangene Erfolge anschließen. 2005 erreichte sie den dritten Platz bei den Weltmeisterschaften in Kairo. Nach dem Sieg 2006 in Paris-Bercy war sie kurzfristig die Nummer 1 in der Weltrangliste. 2008 gewann sie den Europameistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2008 und den Weltmeisterschaften 2009 schied sie jeweils in der Vorrunde aus. Bei den Europameisterschaften in Wien 2010 holte sie die Silbermedaille, bei den Weltmeisterschaften in Tokio die Bronzemedaille. Mit einem Finalsieg über Telma Monteiro gewann sie in Istanbul 2011 zum zweiten Mal den Europameistertitel.
Bei den Olympischen Spielen 2012 belegte sie den siebten Platz. Nach ihrem Ausscheiden bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio beendet Filzmoser ihre Karriere. Seit dem 1. Oktober 2019 arbeitet sie bei der Polizei.
Im Oktober 2021 wurde sie zu einer von insgesamt fünf Vizepräsidentinnen und -präsidenten des Österreichischen Judoverbandes (ÖJV) gewählt.
Im Mai 2022 erklomm die 41-jährige Ex-Judo-Europameisterin den Mount Everest.Ex-Judo-Europameisterin erklomm Mount Everest (18. Mai 2020) Im Juli 2023 brach sie eine Besteigung des K2 in Gipfelnähe ab, da im Bereich des Flaschenhalses eine Lawine abgegangen war.
Im Mai 2023 schloss Filzmoser gemeinsam mit Judoka Bernadette Graf die Grundausbildung bei der österreichischen Polizei ab.
Ihren letzten Auftritt als ÖJV-Nationalteam-Athletin hatte Filzmoser beim Upper Austria Judo Grand Prix 2023. Nach einem Ippon Sieg gegen Maysa Pardayeva schied sie in der zweiten Runde aus. Im Rahmen dieses Events wurde ihr der 6. Dan verliehen.
Sportliche Erfolge (Auswahl)
Weltmeisterschaften 2010: 3. Platz Tokio 2005: 3. Platz Kairo 1998: 5. Platz U20-WM Cali
Europameisterschaften 2014: 3. Platz Montpellier 2013: 2. Platz Budapest 2011: 1. Platz Istanbul 2010: 2. Platz Wien 2008: 1. Platz Lissabon 2007: 3. Platz EM Belgrad 2006: 3. Platz EM Tampere 2005: 3. Platz EM Rotterdam 2003: 3. Platz EM Düsseldorf 1999: 2. Platz U20-EM Rom 1998: 1. Platz U20-EM Bukarest 1997: 3. Platz U19-EM Ljubljana mini|hochkant|Sabrina Filzmoser (2012)
Militärweltmeisterschaften 2007: 1. Platz Hyderabad 2006: 1. Platz Vinkovci 2005: 1. Platz St. Petersburg 2004: 1. Platz Baku 2002: 1. Platz Peking 2001: 1. Platz Ostia 2000: 3. Platz Den Helder 1999: 2. Platz Zagreb
Weltcupturniere 2014 2. Platz Grand Prix Astana 3. Platz Grand Slam Tjumen 2. Platz Grand Prix Havanna 1. Platz Grand Prix Baku 2013 1. Platz Grand Prix Samsun 2011 3. Platz Grand Slam Moskau 3. Platz Grand Prix Baku 5. Platz Masters Baku 2010 1. Platz Grand Slam Moskau 1. Platz Grand Prix Abu Dhabi 3. Platz Grand Slam Rio de Janeiro 2. Platz Grand Prix Tunis 5. Platz Grand Slam Paris 2009 2. Platz Grand Prix Abu Dhabi 3. Platz Grand Slam Rio de Janeiro 2. Platz Grand Prix Tunis 5. Platz Grand Prix Hamburg 2008 1. Platz Super Weltcup Paris 2. Platz Sofia 2007 3. Platz Wien 3. Platz Super Weltcup Hamburg 1. Platz Super Weltcup Moskau 3. Platz Lissabon 2006 1. Platz Super Weltcup Paris 1. Platz Super Weltcup Hamburg 2. Platz Super Weltcup Moskau 2005 2. Platz Super Weltcup Hamburg 1. Platz Sofia 1. Platz Leonding 2003 2. Platz Super Weltcup Hamburg 2. Platz Leonding 2002 5. Platz Leonding 3. Platz Super Weltcup Paris 2001 5. Platz Leonding
Internationale Turniere 2005 3. Platz Fukuoka Tournament
Österreichische Meisterschaften Mehrfache Österreichische Meisterin
Auszeichnungen (Auszug) 2011: Goldenes VerdienstzeichenAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) 2021: Sportlernadel in Gold 2022: Goldenen Leo
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Judoka (Österreich) Kategorie:Polizist (Österreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer an den Europaspielen (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Europaspiele 2015 Kategorie:Teilnehmer der Europaspiele 2019 Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 2001 Kategorie:Europameister (Judo) Kategorie:Österreichischer Meister (Judo) Kategorie:Mitglied des Heeressportverbandes Kategorie:Sportler (Wels) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich (1952) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau