mini|Lachfalken: Darstellung von Andrew Jackson Grayson (1819–1869) mini|Lachfalke Der Lachfalke (Herpetotheres cachinnans) oder Lachhabicht ist eine Vogelart aus der Familie der Falkenartigen.

Merkmale Der Lachfalke kann zwischen 46 und 56 Zentimeter groß werden. Die Weibchen sind meist größer als die Männchen und werden 600 bis 800 Gramm schwer, die Männchen erreichen ein Gewicht von 410 bis 680 Gramm.El Halcón Guaicurú (span.) Sein Gefieder ist weiß bis ockerfarben, die Flügel sind dunkelbraun. Er ist durch seine schwarze Gesichtsmaske, die wie eine Brille aussieht, unverwechselbar. Der Schwanz ist schwarz-weiß gestreift, die Beine haben eine rot-orange Farbe. Auf dem Kopf befindet sich eine gelbliche, hellgrau gestreifte Haube; diese kann aufgestellt werden. Der Schnabel ist dunkelgrau, die Wachshaut ist gelb. Der Lachfalke hat sehr breite Flügel.

Lebensweise Lachfalken sind Einzelgänger und kommen nur in der Paarungszeit zusammen. Ihre großen Augen deuten darauf hin, dass sie hauptsächlich dämmerungs- bzw. nachtaktiv sind. Sie ernähren sich von Kleinsäugern, Reptilien und Fischen. Hauptnahrung sind Schlangen, auch Giftschlangen können gegriffen werden. Wenn ein Lachfalke eine Schlange erspäht hat, stürzt er sich auf sie und packt sie direkt hinter dem Kopf. Gegen Bisse schützen die hornigen Schuppen an den Beinen und das dichte Bauchgefieder.

Die Paarungszeit der Lachfalken beginnt im Frühling. Das Brutrevier wird gegen andere Lachfalken verteidigt. Die Nester werden in Felsnischen angelegt. Sind geeignete Nistmöglichkeiten nicht vorhanden, werden auch Baumhöhlen oder die verlassenen Nester von Greifvögeln genutzt. Das Weibchen legt ein bis zweiSteve N. G. Howell und Sophie Webb: A Guide to the Birds of Mexico and Northern Central America. Oxford University Press, 1995, ISBN 0-19-854012-4 helle, braungefleckte Eier. Die Eier werden von beiden Geschlechtern ca. 45 Tage lang ausgebrütet. Die Jungvögel sind Nesthocker, oft überlebt nur das erstgeschlüpfte Junge. Nach 55 bis 60 Tagen sind die Jungvögel flügge. In Gefangenschaft können Lachfalken 12 bis 14 Jahre alt werden.

Lachfalken rufen am Morgen und in der Dämmerung „gwa-co“, oft sind auch zwei Tiere zu hören. Diese Rufe haben ihnen in Costa Rica den Namen Guaco eingebracht. Seinen deutschen Namen hat er von den lauten „ha ha ha“-Rufen.

Verbreitung mini|Verbreitungsgebiet (grün) des Lachfalken Lachfalken leben in offenen Wäldern oder in Steppengebieten mit spärlichem Baumbewuchs. Sie kommen in Südamerika von Nordargentinien bis nach Mexiko überall vor. In den Anden Kolumbiens ist er manchmal in Höhen bis zu 2400 Metern anzutreffen.

Unterarten Es werden folgende Unterarten unterteilt:IOC World bird list Seriemas, falcons Herpetotheres cachinnans cachinnans (, 1758)Carl von Linné (1758), S. 90. kommt von Mexiko über das zentrale und östliche Südamerika bis ins nördliche Argentinien vor. Herpetotheres cachinnans fulvescens , 1915Frank Michler Chapman (1915), S. 638. ist vom östlichen Panama und dem nordwestlichen Kolumbien bis ins nordwestliche Peru verbreitet.

Herpetotheres cachinnans chapmani & , 1919Outram Bangs u. a. (1919), S. 37. und Herpetotheres cachinnans queribundus & , 1919Outram Bangs u. a. (1919), S. 23., Herpetotheres cachinnans maestus & , 1918Outram Bangs u. a. (1918), S. 444. sowie Herpetotheres cachinnans excubitor , 1938Adriaan Joseph van Rossem (1938), S. 10. werden hier als Synonyme zur Nominatform betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Lachfalken erfolgte 1758 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen Falco cachinnans. Als Verbreitungsgebiet gab er von Südamerika an. 1817 führte Louis Pierre Vieillot die neue Gattung Herpetotheres ein.Louis Pierre Vieillot (1817), S. 317. Dieser Begriff ist ein Wortgebilde aus und .Herpetotheres The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname cachinnans steht für .cachinnans The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Fulvescens hat seinen Ursprung in .fulvescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Chapmani ist Frank Michler Chapman gewidmet. Queribundus steht für queribundus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, maestus für maestus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und excubitor für excubitor The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay vier Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Puerto Casado, in Bergfeld im Departamento Boquerón und im Bergland des Río Apa bei San Luis de la Sierra im Departamento Concepción, zur Verfügung. In der Literatur sah er z. B. Fortín Page am Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 142 durch John Graham Kerr, am Río ConfusoArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 258. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in Puerto Pinasco im Departamento Presidente Hayes durch Alexander WetmoreAlexander Wetmore (1926), S. 98. Nachweise für das Land. Außerdem erwähnte Laubmann Gavilane de Estero del macagüáFélix de Azara (1802), S. 81–84. von Félix de Azara. Laubmann schlug Herpetotheres cachinnans queribundus als Unterart für Paraguay zu.Alfred Laubmann (1939), S. 148

Einzelnachweise

Literatur

Weblinks

Factsheet auf BirdLife International

The Hawk Conservancy Trust: Beschreibung des Lachfalken (englisch) World Bird Guide: Liste von Audioaufnahmen des Lachfalken

Kategorie:Falkenartige