mini|Knackeboul (2019)

Knackeboul (* 2. Mai 1982 in Langenthal; bürgerlich David Lukas Kohler) ist ein Schweizer Rapper, Beatboxer und Moderator.

Leben Knackeboul ist ein Schweizer Künstler, der vor allem als Rapper, Beatboxer, Moderator und Entertainer bekannt ist. Nach dem Gymnasium studierte er an der Hochschule der Künste in Bern. Danach schlug er eine journalistische Laufbahn ein und moderierte während vier Jahren für das Schweizer Jugendradio DRS VIRUS. Von 2006 bis 2012 hatte er zudem seine monatliche Kolumne in der Oberaargauer Ausgabe der Berner Zeitung. Während über zwei Jahren war er regelmässig Gast bei Zambo, dem Kinderprogramm des Schweizer Fernsehens. Im Sommer 2012 moderierte er die Sendung Cover Me im Schweizer Fernsehen, und bis 2014 war er mit seiner eigenen Sendung «Knack Attack» beim Jugendsender joiz als Moderator tätig. Nun arbeitet er beim News-Online-Portal Watson als Redaktor und veröffentlicht in regelmässigen Abständen Videos zu verschiedenen Themen.

Wirken Aufgewachsen in Portugal und in der Schweiz, fing Knackeboul im Alter von 14 Jahren mit dem Rappen an – zuerst mit seinem Kollegen eQuadrat (Sven Günther) und danach auch mit Chocolococolo (Hans-Jakob Mühlethaler). Die drei Freunde gründeten im Jahr 2001 die Band Mundartisten, aus welcher einige Jahre später das gleichnamige Label hervorging. 2006 begann Knackeboul seine Solokarriere als Rapper mit dem Album Red und Antwort. Die Aufnahmen konnte er dank dem Preisgeld der m4music Awards finanzieren, die er 2005 als Orlando Menthol in der Sparte Electro gewonnen hatte. Im mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm Chrigu, welcher 2007 erschien, werden die «Mundartisten» rund um Knackeboul porträtiert. Chrigu war ein gemeinsamer Freund der Band, der 2005 an Krebs gestorben war. Nach der Veröffentlichung seines zweiten Soloalbums «Hotel Hektik» war Knackeboul auf unzähligen Bühnen unterwegs. Als Support der amerikanischen Band Delinquent Habits tourte er im Winter 2009 durch ganz Europa, was ihm vor allem in Deutschland Folge-Auftritte bescherte. So eröffnete er 2011 für die Band Jamiroquai die Show in Oberhausen. Mit den «Mundartisten» oder mit seinem Loopgerät Gudrun steht er auch in der Schweiz auf den Bühnen von Festivals, Clubs und weiteren Veranstaltungen. 2012 veröffentlichte er sein drittes Soloalbum, «Moderator», das zum ersten Mal die Top 10 der Schweizer Album-Charts erreichte. 2013 sorgte er neben seinem Top-10-Album «Picasso» durch seine Meinungsäusserung zum Schweizer Asylwesen, die als politisch links eingeordnet wurde, schweizweit für Medienaufmerksamkeit. 2016 wurde das Album «Knacktracks» herausgegeben, welches während einer gesponserten Studio-Tour aufgenommen wurde. Knackeboul präsentierte die Big Brother Awards 2019.

Auszeichnungen 2005: m4music Demotape Clinic 05 des Migros-Kulturprozent mit Orlando Menthol 2006: m4music Demotape Clinic 06 des Migros-Kulturprozent mit Knackeboul

Diskografie Alben Als Knackeboul 2006: Red und Antwort mit Featurings von Chocolococolo, eQuadrat, Kanalratte, Rüfe, Evilist, Libelle und David Muther. Scratches von DJ Matrat 2008: Hotel Hektik mit Featurings von Chocolococolo, eQuadrat, Dodo, Cookie the Herbalist, Evilist, Phyll the Ill Lyricist und Prozak Turner. Scratches von DJ Flip und DJ Matrat 2009: Guestlist EP mit Featurings von Black Tiger, Smagoo und eQuadrat 2011: Kämpfernatur EP mit SAD und Featurings von Rich Fonje und Benjamin Kasongo Katulu 2012: Moderator mit Featurings von Greis und James Gruntz 2013: Picasso mit Featurings von Polo Hofer, Heidi Happy und Megaloh 2016: Knacktracks mit Featurings von Lcone, Katerina Stoykova und Jas Crw 2018: Asimetrie mit Featurings von TCW, Ugismalls und Choccolococolo 2020: The Banasplit of Evil mit Featurings von LUUK und Noah Ferrari

Singles 2011: Hoselupf featuring Hans Kennel & Mytha Horns Three 2012: Pixelparty 2013: Weisch du no? featuring Polo Hofer 2020: Sandro Protz mit LUUK

Kompilationen 2006: Best of Demotape Clinic 2006 2010: Schwizer HipHop Heldä 2011: V – Musik zum Wählen

Featurings 2007: Right/Left von Japrazz 2007: Bring mer es Glas von Dabu Fantastic 2008: Bring mers zrugg von B-Zar 2008: Plan B von Dodo mit Dabu Fantastic, HmK & daeWue, Namusoke und Steff la Cheffe 2009: Frei von Cee 2009: Löiezang von Cee 2009: Nüt wo üs ufhet von eQuadrat 2009: Six Feet under von Dodo 2009: Jäh von Chocolococolo 2009: Liar Liar von Japrazz mit Chocolococolo 2010: Fröid von Flashdigga mit Flexxa 2010: Kaltgold von Hansimoto 2011: We are the Future von Cookie the Herbalist 2011: Le monde reste avec moi von Play Patrik mit QC und Lilly Yellow 2011: Say something von The Coyote Wrestler mit Phil the Ill Lyricist 2012: Jukeboxxx von Harry Leggs 2014: Arty Hearty von Baby Genius

Sonstige Veröffentlichungen 2013: Weisch du no? von Polo Hofer (Kompilationsbeitrag Bock uf Rock Vol. 6)

Nebenprojekte Mundartisten 2002: Gift 2004: Burebuebe (EP) 2006: Blauäugig 2007: Chrigu (Soundtrack) 2010: M

Orlando Menthol 2006: Boomberry 2010: The Message is the Media

Kris vo Bärn bis 2010: Mehrere Auftritte als Comedian unter dem Pseudonym Kris vo Bärn

Suiceside 2004: Wixtape

Journalismus Moderationen 2008–2011: DRS Virus 2010–2012: Zambo, das Kinderprogramm des Schweizer Fernsehens bei SF2 seit 2011: KnackAttack bei Joiz Sommer 2012: Cover Me im Schweizer Fernsehen auf SF1 2015: Stereotyp auf arteStereotyp. ARD, 30. Mai 2017, abgerufen am 18. Oktober 2020 (Programm).

Kolumnen 2006–2012: Berner Zeitung (Ausgabe Oberaargau, heute unter dem Namen Langenthaler Tagblatt)

Weblinks

Website von Knackeboul

Quellen

Kategorie:Rapper Kategorie:Pseudonym Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Mann