mini|hochkant=2|Landtagswahlkreise in Sachsen seit 2024
Diese Liste der Landtagswahlkreise in Sachsen listet alle Wahlkreise zur Wahl des Sächsischen Landtags auf.
Beschreibung Dem Sächsischen Landtag gehören 120 Abgeordnete an. Hiervon werden 60 über Landeslisten (Zweitstimme) und weitere 60 über Wahlkreise (Erststimme) gewählt. Der Wahlkreiskandidat mit relativer Mehrheit ist jeweils gewählt. Bei Stimmgleichheit entscheidet das Los, das der Kreiswahlleiter zieht.
Im Gegensatz zu der Regelung der Bundestagswahl sieht das Landeswahlgesetz Ausgleichsmandate vor, wenn eine Partei mehr Wahlkreisabgeordnete stellt, als ihr nach der Zweitstimme zustehen würden (Überhangmandate). Es ist also immer sichergestellt, dass die Stärke der Fraktionen dem Zweitstimmenergebnis entspricht.§ 6 Abs. 6 des , Aufruf: 28. Juli 2008 (PDF; 1,3 MB)
Die Wahlkreise selbst sind in der Anlage zu § 2 Abs. 1 des Sächsischen Wahlgesetzes geregelt.
Zur ersten Landtagswahl 1990 wurde das Land Sachsen noch in 80 Wahlkreise unterteilt. Die Mindestzahl der Sitze lag bei 160. Die Einteilung der Wahlkreise wurde, zusammen mit der der anderen neuen Bundesländer, von der Volkskammer bestimmt. Die Wahlkreise sollten dabei etwa 60.000 Einwohner umfassen, die maximale Abweichung betrug 25 Prozent.
Zur Landtagswahl 1994 wurden die Sitze auf 120 und die Zahl der Wahlkreise auf 60 reduziert. Die Wahlkreise wurden zudem der kommunalen Neugliederung angepasst. Zur Landtagswahl 2004 wurde die Einteilung erneut verändert, diese Wahlkreisbeschreibungen galten auch für die Landtagswahl 2009. Zur Landtagswahl 2014 fand eine weitere Neuabgrenzung statt, um der zweiten Kreisreform sowie der Bevölkerungsentwicklung Rechnung zu tragen.
Für die Landtagswahl 2024 wurden die Wahlkreise neu verteilt und zugeschnitten, um den Bevölkerungsrückgang auf dem Land und die wachsenden Bevölkerung in Leipzig und Dresden abzubilden. So hat Vogtland nur noch 3 Wahlkreise, Mittelsachsen nur noch 4. Dafür erhalten Leipzig und Dresden jeweils einen achten Wahlkreis.
Wahlkreise Einteilung zur Wahl 2024