Das Flugmuseum Aviaticum am zivilen Flugplatz Wiener Neustadt/Ost in Wiener Neustadt zeigt in einer Halle Exponate und Modelle von Flugzeugen vor allem aus der Geschichte des Segelflugs in Österreich. Das Museum war ursprünglich in einer ca. 400 m² großen Halle des Flugzeugherstellers Diamond Aircraft am Flugplatz Ost eingemietet, musste diese jedoch 2019 wegen Ablauf des Mietvertrages und Eigenbedarf durch Diamond verlassen. Inzwischen ist die Übersiedlung der Exponate in einen historischen Flugzeughangar auf der gegenüberliegenden Seite der Landebahn erfolgt. Das Museum ist vom 1. Mai bis 31. Oktober am Wochenende und zu allen Feiertagen von 10–16 Uhr geöffnet, in den restlichen Monaten ist ein Besuch auf Anfrage möglich.http://www.aviaticum.at/avia/Standortwechsel: Flugmuseum zieht um in den NÖN vom 5. März 2019, abgerufen am 20. November 2019.
mini|Ausstellungshalle
Geschichte Das Museum basiert auf der Sammlung von Pionier Toni Kahlbacher (1914–2004) und Reinhard Keimel ab 1983 für ein Österreichisches Segelflugmuseum Hundsheim/Spitzerberg, das dort – 5 km südlich Hainburg an der Donau – nicht realisiert werden konnte. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wiener Neustadt, dem Land Niederösterreich und Diamond Aircraft ab 1993 wurde es letztlich möglich, 1999 das Aviaticum im Neubau am Flugplatz Ost zu eröffnen. Das Museum basiert auf der Privatstiftung Flugmuseum Aviaticum von Kahlbacher und Stadt Wr. Neustadt und wird von einem Verein betrieben.
Exponate Unter anderem sind eine Messerschmitt Bf 109, eine Meteor FL 54, ein Pischof Autoplan, gebaut von Anton Ott und eine Etrich Taube Serie-F, gebaut von Prof. Mag. Heinz Linner und Anton Ott, zu besichtigen. Flugzeuge, abgerufen am 5. Februar 2009
Nach der Übersiedlung in eine sehr viel kleinere Halle können nur mehr wenige Flugzeuge ausgestellt werden. Alle kursiv dargestellten Exponate sind leider nicht mehr vorhanden. Davon waren 10 frühe Segel- und auch Motorflieger, wie Etrich-Taube (Anton Ott, Mag. Linner) noch mit drahtabgespannten Tragflächen, Olympia-Meise und Rhönlerche, ein Hubschrauber mit 7-m-Rotor, Fallschirme, darunter einer aus China aus der Zeit der Kulturrevolution und ein Gasballon aus gummiertem Leinen mit 900 m³ Volumen. Im Jahr 2000 erhielt das Museum eine flugtechnische und flughistorische Büchersammlung.
Segelflugzeuge mini|Scheibe Specht im Museum SG 38, OE-0107, Schulgleiter Hütter H 17, OE-0050, Übergangs-Schulsegelflugzeug Hütter H 17b, OE 0350, Übungssegelflugzeug DFS Olympia Meise, OE-0124, Standardsegelflugzeug für die Olympischen Sommerspiele 1940 Göppingen „Goevier-II“, OE-0104, Doppelsitzer für Kunstflugschulung und -übung Raab „Doppelraab IV“, OE-0333, Doppelsitzer, Schul- und Übungssegelflugzeug Dittmar „Condor IV“, OE-0981, zweisitziges Leistungssegelflugzeug SZD-9bis „Bocian 1D“, OE-0562, zweisitziges Schulsegelflugzeug Schleicher „Rhönlerche II“, OE-0884, Doppelsitzer, Schul- und Übungsegelflugzeug Scheibe Mü 18 „B-Spatz“, OE-0387, Übungssegelflugzeug Scheibe „Specht“, OE-0291, Doppelsitzer-Übungssegelflugzeug Scheibe „Bergfalke IV“, OE-0307, Doppelsitzer-Übungssegelflugzeug Scheibe Mü 18 „L-Spatz W“, OE-0699, Leistungssegelflugzeug Air SA 104 „Emouchet“, OE-0215, Schul- und Übungssegelflugzeug SZD-22 „Mucha Standard“, Standard-Hochleistungssegelflugzeug Akaflieg Wien AFW 8, OE-0523, Doppelsitzer-Segelflugzeug Grunau Baby III, OE-0236, Übungssegelflugzeug Musger Mg 19a „Steinadler“, OE-0197, Doppelsitzer-Leistungssegelflugzeug Musger Mg 23, OE-0425, Leistungssegelflugzeug Musger Mg 23SL, OE-0690, Leistungssegelflugzeug Lilienthal Gleiter Rekonstruktion Da-Vinci-Gleiter Gleiter vom Red Bull Flugtag
Ballone Riedinger K-945/2-Ri, Gasballon Einmannkorb, Josef Starkbaum Weltrekordkorb mit Brenner, Eigenkonstruktion Josef Starkbaum
Motorflugzeuge mini|Messerschmitt Bf 109G-6 Etrich F „Taube“, OE-CET, Aufklärungs-, Schul- und Übungsflugzeug Messerschmitt Bf 109 Werk-Nr. 784998 Westermayer B8M-Austria, OE-AXW, Tragschrauber Pischof Autoplan von 1910, Nachbau von Walter Krobath 2005 Fluchtgleiter ČSSR Midget Mustang N927 Meteor FL 54 90HP, OE-ABA Santos-Dumont Demoiselle, Nachbau aus der ČSSR, OK-XUD8
Hubschrauber Bell 47G4
Ultralight Pipistrel Spider Trike OE-8113
Flugmotoren mini|Volvo Aero RM 2B
Svenska Flygmotor AB RM 2B Svenska Flygmotor RM6C Typ 66 BMW 132 A3 BMW 801 D2 Daimler-Benz DB 603 E1 Junkers Jumo 205 Junkers Jumo 211 Junkers Jumo 213 Rolls-Royce Merlin 22 Gnome-Rhône 9N Monosoupape (Umlaufmotor) Siemens & Halske Sh 14 Argus As 10 C Argus As 411 Zündapp Z 92 Hirth HM 60 R Hirth HM 500 A1 Hirth HM 508 D Kroeber M4 Rotax 912 Junkers Jumo 004
Flugsimulatoren Link Trainer (1958, ehemals Austrian Airlines)
Siehe auch Liste von Luftfahrtmuseen
Weblinks
Website des Aviaticum (2011) Bilder der Flugzeuge im Aviaticum
Einzelnachweise
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