Die Surb ist ein 19 Kilometer langer Bach in den Schweizer Kantonen Zürich und Aargau. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss zweier Quellbäche in Schöfflisdorf auf einer Höhe von . Sie fliesst durch das Wehn- und das Surbtal und mündet bei Döttingen von rechts in die Aare.

Name Der Bach wird zum ersten Mal in einer Schriftquelle von 1357 («ennund Surbe») erwähnt. Es wird vermutet, dass sich der Name vom indogermanischen Verbaladjektiv *su-ró- zum Verb *seu- «auspressen» im Sinne von «ausgepresste, trübe Flüssigkeit» ableitet.

Geographie Verlauf Quellbäche Dorfbach Der Dorfbach ist der 900 m lange, nördliche und rechte Quellbach der Surb. Er entspringt auf der Höhe von oberhalb von Schöfflisdorf am Südhang der Egg und wird dort Müllibach genannt. Sein Wasser wird teilweise für die Wasserversorgung der Gemeinde genutzt. Der Müllibach fliesst oberhalb des Ortskerns durch vier Weiher, die früher als Wasserspeicher für eine Mühle und eine Wattenfabrik dienten. Im unteren Teil wird er als Dorfbach bezeichnet und fliesst entlang von Strassen durch den Ortskern bis zum Zusammenfluss mit dem Parisbach. Dieser Abschnitt wurde im 20. Jahrhundert in zwei Schritten fast vollständig eingedolt.

Parisbach Der Parisbach ist der 730 m lange, südliche und linke Quellbach der Surb. Er entsteht durch den Zusammenfluss von Moosbach und Maasbach östlich von Schöfflisdorf auf der Höhe von . Der Maasbach ist 490 Meter lang und entspringt an der Krete der Endmoräne des ehemaligen Linthgletschers auf der Höhe von Er dürfte der hydrologische Hauptstrang der Surb sein. Der 730 Meter lange Moosbach entspringt wie der Müllibach ebenfalls am südlichen Egghang, seine Quelle liegt aber ungefähr einen halben Kilometer östlich derjenigen des Müllibachs auf

Weiterer Verlauf { "type": "ExternalData", "service": "page", "title": "Surb.map" } Die Surb entwässert das nördlich der Lägern liegende Zürcher Wehntal mit den Gemeinden Schöfflisdorf, Oberweningen, Schleinikon und Niederweningen und das anschliessende aargauische Surbtal in westlicher Richtung. In diesem fliesst der Bach zunächst nördlich an Ehrendingen vorbei und wendet sich dann gegen Nordwesten. Die Surb passiert anschliessend die Ortschaften Lengnau, Endingen, Unterendingen und Tegerfelden. Zwischen Lengnau und Endingen fliesst sie nahe am Jüdischen Friedhof von Endingen vorbei.

Neben dem Dorfzentrum von Döttingen und oberhalb des Stausees von Klingnau mündet das Flüsschen von rechts in die Aare.

Einzugsgebiet Das 66,8 km² grosse Einzugsgebiet der Surb wird durch sie über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 35,4 % aus bestockter Fläche, zu 51,8 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 12,5 % aus Siedlungsfläche und zu 0,3 % aus unproduktiven Flächen.

Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Surb. Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Zuflüsse

(Anführung aller Zuflüsse und Abzweigungen der Surb vom Ursprung bis zur Mündung, soweit sie in den Geoportalen der Kantone ZürichÖffentliche Fliessgewässer, Geografisches Informationssystem (GIS), Kanton Zürich und AargauBachkataster, AGIS Viewer, Kanton Aargau namentlich genannt werden. Namen nach den Geoportalen der Kantone, Daten nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung. Die Längen in Kilometern (km), das Einzugsgebiet in Quadratkilometern (km²) und der mittlere Abfluss (MQ) in Litern pro Sekunde (l/s), Koordinaten 15px|verweis=|Ort, Mündungsort und Mündungshöhe in Metern über Meer (m ü. M.))

Parisbach (linker Quellbach), 1,2 km, in Schöfflisdorf, Dorfbach (rechter Quellbach), 0,8 km, in Schöfflisdorf, Bachtobelbach (links), 1,7 kmEigenmessung auf dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung, südlich von Schöfflisdorf, Vorderweidbach (links), 1,1 km, südlich von Oberweningen, Langenhagbach (Rutschbach) (links), 1,0 km, südlich von Oberweningen, Schuepengraben (links), 1,0 km, südlich von Oberweningen, Dorfbach (rechts), 0,6 km, in Oberweningen, Leibach (links), 1,9 km, 0,77 km², südlich von Oberweningen-Huebli, Talbach (links), 2,4 km, 1,87 km², bei Schleinikon-Wasen, Singelenbach (links), 3,0 km, 2,43 km², in Niederweningen, Märzenbrunnenbach (links), 0,1 kmEigenmessung auf dem Geografischen Informationssystem GIS, Kanton Zürich, in Niederweningen-Märzenbrunnen, Hünikerbach (rechts), 1,7 km, 3,3 km², südlich von Schneisingen-Unter-Ämmert, Goldbach (rechts), 1,3 kmEigenmessung auf dem AGIS Viewer, Kanton Aargau, 1,77 km², südwestlich von Schneisingen-Unter-Ämmert, Haselhölzlibach (links). 0,4 km, nordöstlich von Ehrendingen-Unterehrendingen, Gipsbach (links), 3,1 km, 5,9 km², 100 l/s, in Unterehrendingen, → Zuflüsse Schlierenbach (links), 1,2 km, nordwestlich von Unterehrendingen, (Bach aus der) Oberwise (links), 0,2 km, südsüdöstlich von Lengnau, (Bach aus der) Geere (rechts), 0,3 km, südöstlich von Lengnau, Tüfebächli (rechts), 1,2 km, 1,44 km², in Lengnau, Holegrabe (rechts), 0,5 km, in Lengnau, Rickebach (links), 2,2 km, 4,47 km², in Lengnau, Euelgraben (rechts), 0,8 km, südlich von Lengnau-Unterlengnau, Dänkelbach (links), 2,3 km, 2,14 km², in Unterlengnau, Oelbach (rechts), 0,9 km, in Lengnau-Trottebungert, (Bach aus der) Boge (links), 0,4 km, bei Lengnau-Unterwise, (Bach aus dem) Anzimoos (links), 0,3 km, bei Lengnau-Unterwise, Seckebach (links), 1,9 km, 1,73 km², bei Lengnau-Unterwise, Talebach (rechts), 1,8 km, 2,54 km², westlich von Unterwise, (Bach aus der) Hasle (links), 0,2 km, westlich von Unterwise, Wiesenbach (links), 0,1 km, nordöstlich von Endingen-Neubrunn, (Bach aus dem) Händschäbüel (rechts), 0,6 km, südwestlich von Endingen-Bühlhof, (Bach aus dem) Eichenbüel (rechts), 0,2 km, südöstlich von Endingen, Erlenbach (Lochbach) (links), 1,1 km, nordnordöstlich von Endingen-Loohof, Wolfgalgenbächlein (rechts), 0,1 km, bei Endingen, (Bach aus dem) Stumpen (links), 0,4 km, bei Endingen, Littenbach / Cholgebach (links), 4,9 km, 5,91 km², 80 l/s, in Endingen, (Bach vom) Rainsberg (rechts), 0,2 km, bei Endingen, Schlierebach (Talbach) (rechts), 2,0 km, 1,47 km², nördlich von Endingen-Unterendingen, (Bach aus der) Stölzlihalde (links), 0,1 km, nordnordwestlich von Unterendingen, Chriegsmannsgraben (links), 0,6 km, nordnordwestlich von Unterendingen, Stampfibach (rechts), 0,9 km, 0,79 km², südlich von Tegerfelden, Gieslibach (rechts), 1,0 km, 2,54 km², in Tegerfelden, Chaibegrabe (links), 0,4 km, westlich von Tegerfelden, Sännelocherbach (rechts), 0,6 km, 0,57 km², bei Döttingen,

Einzelnachweise und Anmerkungen Bezeichnung Parisbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Bachtobelbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Vorderweidbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Langenhagbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Schuepengraben nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Leibach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Talbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Singelenbach nach dem GIS-Browser des Kantons Zürich Bezeichnung Hünikerbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Haselhölzlibach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Schlierenbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Oberwise nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Geere nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Tüfebächli nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Holegrabe nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Euelgraben nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Oelbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Boge nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Anzimoos nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Hasle nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Wiesenbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Händschäbüel nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Eichenbüel nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Erlenbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Wolfgalgenbächlein nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Stumpen nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Rainsberg nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Stölzlihalde nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Stampfibach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Gieslibach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Chaibegrabe nach dem Bachkataster des Kantons Aargau Bezeichnung Sännelocherbach nach dem Bachkataster des Kantons Aargau

Hydrologie An der Mündung der Surb in die Aare beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1040 l/s, und ihr Abflussregimetyp ist pluvial inférieur«Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 7 (PDF; 3,1 MB)..

Brücken mini|Surbtalstrasse-Brücke (Hauptstrasse 17) von 2016 in Lengnau

77 Übergänge überqueren den Bach: 34 Strassen-, 24 Fussgänger-, 14 Feldweg-, vier Eisenbahnbrücken und eine Furt. Die Surb wird von der Hauptstrasse 17 sechsmal überquert.

Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Aare

Weblinks

Verlauf der Surb auf dem Geoportal des Kantons Zürich Verlauf der Surb auf dem Geoportal des Kantons Aargau

Einzelnachweise