Dimitar Duschkow Penew (, wiss. Transliteration ; * 12. Juli 1945 in Mirowjane nahe Sofia; † 3. Januar 2026) war ein bulgarischer Fußballspieler und -trainer.
Spieler Penew spielte von 1959 bis 1964 bei Lokomotive Sofia, ehe er sich nach dem Gewinn seiner ersten bulgarischen Meisterschaft in Richtung ZSKA Sofia verabschiedete. Dort spielte der Ausputzer 13 Jahre lang und hatte seine erfolgreichste Zeit. Insgesamt sieben nationale Meisterschaften und fünf Sowjetarmee-Pokale konnte er mit seiner Mannschaft erringen. Dabei kam er in 364 Ligaspielen zum Einsatz, in denen er 25 Tore schoss.
Für die bulgarische Nationalmannschaft lief Penev 90-mal auf (zwei Tore), 20-mal davon als Kapitän.Kicker-Sonderheft WM 94. Mit ihr konnte er sich für drei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften qualifizieren. Doch sowohl 1966 als auch 1970 und 1974 kam die Mannschaft nicht über die Vorrunde hinaus.
1967 und 1971 wurde Penew in Bulgarien als Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Trainer 1984 übernahm Penew sein erstes Traineramt. Nach erfolglosen Jahren in KuwaitKicker-Sonderheft EM 96. wurde er 1986 Trainer von ZSKA Sofia. Mit Spielern wie Christo Stoitschkow, Trifon Iwanow, Emil Kostadinow und seinem Neffen Ljuboslaw Penew gewann er je drei Meisterschaften, nationale Pokale und Sowjetarmee-Pokale.
1991 wurde Penew als Nachfolger von Iwan Wuzow Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft, die er 1989 schon für ein Spiel als Interimscoach betreut hatte. Er führte die Mannschaft 1994 zur Weltmeisterschaft in den USA, wo Bulgarien überraschend u. a. durch Siege über den amtierenden Vizeweltmeister Argentinien und den amtierenden Welt- und Vize-Europameister Deutschland den vierten Platz erlangen konnte. Zwei Jahre später qualifizierte sich das Nationalteam erstmals für eine Europameisterschaft. Nach dem Aus in der Vorrunde übergab Penew das Traineramt seinem bisherigen Assistenten Christo Bonew.
1998 arbeitete Penew noch ein zweites Mal als Trainer bei ZSKA Sofia. Er gewann zwar 1999 noch einmal den nationalen Pokalwettbewerb, wurde jedoch ein halbes Jahr später schon wieder entlassen.
Nach dem Rücktritt von Christo Stoitschkow übernahm der 62-Jährige Penew 2007 noch ein weiteres Mal die bulgarische Auswahl, wurde 2008 aber nach der knapp verpassten Qualifikation zur Europameisterschaft schon wieder von Plamen Markow abgelöst.
Penew, der in seiner Trainerlaufbahn auch bei Spartak Warna und in Saudi-Arabien tätig war, wurde aufgrund seiner Erfolge als Bulgariens Trainer des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet. Außerdem ist er Träger des Ordens „Stara Planina“ (1. Klasse) und Ehrenbürger der Stadt Sofia.
Erfolge als Spieler Bulgarischer Meister: 1964, 1966, 1969, 1971, 1972, 1973, 1975, 1976 Sowjetarmee-Pokal: 1965, 1969, 1972, 1973, 1974 Halbfinale im Europapokal der Landesmeister 1966/67 Bulgariens Fußballer des Jahres: 1967, 1971
als Trainer Bulgarischer Meister: 1987, 1989, 1990 Bulgarischer Pokal: 1987, 1989, 1990, 1999 Sowjetarmee-Pokal: 1986, 1989, 1990 Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger 1988/89 Halbfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 Bulgariens Trainer des 20. Jahrhunderts
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Einzelnachweise
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