Anna Depenbusch (* 17. Oktober 1977 in Hamburg) ist eine deutsche Liedermacherin.
Werdegang 2005 veröffentlichte Anna Depenbusch ihr Debütalbum Ins Gesicht, ein Crossover aus Pop und Chanson. Der Song Heimat von dieser Platte wurde für den Deutschen Musikautorenpreis nominiert. Gelobt wurde vor allem der unverkrampfte und persönliche Umgang mit dem in Deutschland so schwierigen Thema.
Mit ihrem zweiten Album, Die Mathematik der Anna Depenbusch aus dem Jahre 2011, etablierte sie sich in kurzer Zeit als Pop-Chansonsängerin in der deutschen Musikszene. Am 9. Dezember 2010 trat Anna Depenbusch mit dem Song Kommando Untergang aus Die Mathematik in der Sendung Inas Nacht auf. Depenbusch bezeichnet diesen Auftritt rückblickend als Initialzündung für ihre Karriere. Das Lied wurde mit neun weiteren Gastauftritten auf der Bonus-CD Inas kleine Nachtmusik mit Ina Müllers Album Ich bin die veröffentlicht. Aufgrund des großen Erfolges des Albums nahm sie die Songs im selben Jahr nochmals in einer Fassung nur mit Klavier auf und veröffentlichte diese unter dem Titel Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß. 2012 wurde sie mit dem Fred-Jay-PreisGEMA: , abgerufen am 26. September 2012 und dem Deutschen Chanson-Preis ausgezeichnet.Anna Depenbusch mit dem deutschen Chanson-Preis geehrt., in: Hamburger Abendblatt vom 1. November 2012, abgerufen am 7. Januar 2013
Am 5. Oktober 2012 erschien ihr viertes Album, Sommer aus Papier, das unter anderem ein Duett mit Mark Forster enthält. 2014 trat sie beim Festival Songs an einem Sommerabend auf Kloster Banz auf.
Depenbusch textet, komponiert und produziert selbst, so dass sie den Liedermachern zugeordnet werden kann. Stilistisch festlegen will sich Anna Depenbusch aber nicht und experimentiert mit verschiedenen Genres wie Blues und Country, wenngleich in ihrer Musik unverkennbar musikalische Elemente aus dem Chanson zu hören sind.
Daneben ist sie unter Pseudonymen auch in anderen Stilrichtungen aktiv. Als Anastasica kooperierte sie seit 2003 mit dem Hamburger Chillout-Projekt Max Melvin. Weihnachten 2008 steuerte sie unter dem Pseudonym Ella Larsson mit Lara’s Song die Musik für den Werbespot der deutschen Telekommunikationsfirma T-Mobile bei.Die Mathematik der Anna Depenbusch, CD-Besprechung, Links, Track-Liste
Vor ihrer Solokarriere sang Depenbusch unter anderem im Background von Orange Blue.Andreas Borcholte: Die Möglichkeit einer Insel. In: Spiegel Online vom 17. November 2005, abgerufen am 26. September 2012
Depenbusch war 2016/2017 Praxisstipendiatin der Villa Massimo.
Depenbusch stand bis zu dessen Verkauf 2015 bei dem Label 105music unter Vertrag. Mit dem Verkauf an Sony Music wurden ihr ein Produzenten- und Texterteam an die Seite gestellt. Mit den entstandenen, nicht veröffentlichten Aufnahmen war Depenbusch nicht zufrieden. Sie wechselte zur Sony-Tochter Columbia, bei der auch ihr selbst geschriebenes und produziertes Album Das Alphabet der Anna Depenbusch erschienen ist.
2019 gründete Anna Depenbusch ihr eigenes Label Liedland Records, auf welchem sie 2020 das Album Echtzeit veröffentlichte. Echtzeit entstand als erstes ihrer Alben in einem speziellen Aufnahmeverfahren, dem Vinyl-Direktmitschnitt in den Emil Berliner Studios.
Im Februar 2025 brannte bei einem Feuer unter ihrer Wohnung auch ihr Studio aus. Dabei ging die Musik für ihr geplantes Album verloren, mit dem sie mit dem Kaiser Quartett auf Tour gehen wollte. Die „Zwischen Liebe und Kummer“-Tour konnte dennoch im Mai 2025 mit dem Kaiser Quartett, ergänzt durch den Pianisten Christopher Noodt, starten. Nach dem Brand zog Depenbusch in die dänische Hauptstadt Kopenhagen.Eigene Aussage von Depenbusch in der Sendung "Live aus dem Bikini" von Radio Eins am 25. Februar 2026
Depenbusch ist stellvertretendes Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA.
Kritiken Anlässlich ihres Tourstarts im September 2011 schrieb das Hamburger Abendblatt:
Zu Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß urteilt das Hamburger Feuilleton:
Ebenfalls im Hamburger Feuilleton erschien folgende Kritik zum Album Sommer aus Papier:
laut.de urteilt über Sommer aus Papier:
Diskografie Singles Tango (Maxi-Single-CD, 2005, Rintintin Musik) Heimat (2006, Rintintin Musik) Wir sind Hollywood (2010, 105 Music / Sony Music) Ich & du (Duett mit Mark Forster, 2013, 105 Music / Sony Music)
Alben Ins Gesicht (2005, RinTinTin/Indigo) Die Mathematik der Anna Depenbusch (2011, 105 Music/Sony BMG) Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß (2011, 105 Music/Sony BMG) Sommer aus Papier (2012, 105 Music/Sony BMG) Das Alphabet der Anna Depenbusch (2017, Columbia/Sony) Das Alphabet der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß (2018, Columbia/Sony) Echtzeit (2020, Liedland Records)
Auszeichnungen 2012: Fred-Jay-Preis 2012: Deutscher Chanson-Preis
Weblinks
Offizielle Webpräsenz von Anna Depenbusch Audio Deutschlandfunk Zwischentöne. Musik und Fragen zur Person vom 10. Mai 2026: Die Liedermacherin Anna Depenbusch im Gespräch mit Klaus Pilger. „Das Feuer hat aus mir einen anderen Menschen gemacht“
Einzelnachweise
Kategorie:Popsänger Kategorie:Liedermacher Kategorie:Chansonsänger Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau