Die Saison 2008/09 ist die 19. Spielzeit der Frauen-Bundesliga. Die Saison begann am 6. September 2008 mit der vorgezogenen Partie zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt.dfb.de: Heute Saisonstart in der „Liga der Weltmeisterinnen“ Der letzte Spieltag fand am 7. Juni 2009 statt, da mit dem FCR 2001 Duisburg eine deutsche Mannschaft das Finale des UEFA Women’s Cup erreicht hatte.2008/2009, 1. Spieltag Samstag, 06. September 2008, 14:00 Uhr, Apollinarisstadion, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Deutschland
Der 1. FFC Turbine Potsdam sicherte sich zum dritten Mal den gesamtdeutschen Meistertitel. Inklusive der sechs in der DDR errungenen Meisterschaften zogen die Turbinen damit mit dem bisherigen Rekordmeister SSG 09 Bergisch Gladbach gleich. Neben Potsdam konnten sich Bayern München und der FCR 2001 Duisburg für die UEFA Women’s Champions League qualifizieren.
Die Saison Das „Herzschlagfinale“ mini|Die Meistermannschaft Die Bundesliga erlebte in der Saison 2008/09 das spannendste Saisonfinale ihrer Geschichte. Nach dem vorletzten Spieltag konnten noch drei Mannschaften die Meisterschaft für sich entscheiden. In Führung lag der FC Bayern München punktgleich mit dem 1. FFC Turbine Potsdam. Die Brandenburgerinnen wiesen ein um drei Tore schlechteres Torverhältnis auf. Vier Punkte hinter dem Spitzenduo lag der FCR 2001 Duisburg. München und Duisburg mussten noch im direkten Duell gegeneinander antreten.dfb.de: Turbine Potsdam hält das Titelrennen weiter offen Vor dem Nachholspiel trafen noch Potsdam und Duisburg im Pokalfinale aufeinander, welches die Duisburgerinnen mit 7:0 gewannen. Am 3. Juni 2009 fand das Nachholspiel zwischen München und Duisburg statt. Vor 3.112 Zuschauern kamen die Gäste durch Tore von Inka Grings (2), Simone Laudehr und Vanessa Martini zu einem 4:0-Sieg, der die Potsdamerinnen auf den ersten Platz brachte. Duisburg rückte bis auf einen Punkt an Potsdam und München heran.dfb.de: Bayern München verliert Platz eins an Turbine Potsdam
Am letzten Spieltag empfing Tabellenführer Potsdam den VfL Wolfsburg, Bayern München musste zum TSV Crailsheim und Duisburg traf zu Hause auf den SC Freiburg. Sollten Potsdam und München gewinnen, mussten die Bayern um ein Tor höher als Potsdam gewinnen, um die Meisterschaft zu gewinnen. In diesem Fall hätten zwar beide Mannschaften die gleiche Tordifferenz, jedoch hätten die Bayern mehr Tore geschossen. Duisburg musste auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Für alle drei Gegner der Meisterschaftskandidaten ging es am letzten Spieltag um nichts mehr. Wolfsburg und Freiburg hatten den Klassenerhalt bereits gesichert während Crailsheim bereits als Absteiger feststand. In einer Umfrage des DFB tippten elf der zwölf Bundesligatrainer auf München, lediglich Crailsheims Trainer Hubert Müller setzte auf Potsdam.dfb.de:
Alle drei Meisterschaftsanwärter gingen nervös in ihren Partien am letzten Spieltag. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhielt Potsdam einen Foulelfmeter, den Jennifer Zietz verwandeln konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Bayern durch Treffer von Bianca Rech (48. Minute) und Nina Aigner (51.) mit 2:0 in Führung. Damit lagen die Münchenerinnen vorne. Gleichzeitig erhöhte Tabea Kemme für Potsdam auf 2:0, wodurch die „Turbinen“ wieder Erster waren. Anja Mittag erzielte in der 61. Minute noch das 3:0 für Potsdam. In der 75. Minute erzielte Nicole Banecki wiederum das 3:0 für München. Weitere Tore sollten für die Bayern nicht fallen; vielmehr scheiterte die Mannschaft an der überragenden Crailsheimer Torhüterin Kim Kaller.fansoccer.de:
Als im Potsdam abgepfiffen wurde, waren in Crailsheim noch fünf Minuten zu spielen. Als das Endergebnis aus Crailsheim durchgegeben wurde, brach im Karl-Liebknecht-Stadion Jubel aus.ffc-turbine.de: Duisburgs 5:0-Sieg gegen Freiburg hatte nur noch statistischen Wert.
Abschlusstabelle
(M) Titelverteidiger (P) Pokalsieger 2007/08 (N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga 2007/08
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.
2008/0922px|1. FFC Turbine Potsdam22px|Bayern München22px|FCR 2001 Duisburg22px|1. FFC Frankfurt22px|SG Essen-Schönebeck22px|Hamburger SV22px|SC Freiburg22px|VfL Wolfsburg22px|FF USV Jena22px|SC 07 Bad Neuenahr22px|Herforder SV22px|TSV Crailsheim 1. FFC Turbine Potsdam – 0:3 2:2 2:2 4:0 3:1 7:1 3:0 3:2 3:0 3:0 4:0 FC Bayern München 2:1 – 0:4 1:0 2:0 2:1 5:5 3:3 3:0 8:1 7:0 4:1 FCR 2001 Duisburg 0:3 1:2 – 5:0 2:3 5:2 5:0 4:0 3:0 6:1 3:1 8:0 1. FFC Frankfurt 1:2 1:0 1:2 – 2:2 5:0 4:1 4:2 4:1 1:0 8:0 2:0 SG Essen-Schönebeck 1:5 2:2 0:3 1:3 – 4:0 1:2 3:1 0:3 8:1 4:0 4:0 Hamburger SV 1:3 0:3 3:4 0:2 0:1 – 0:1 3:2 2:1 9:2 5:1 1:1 SC Freiburg 0:1 1:5 0:3 2:1 3:2 2:2 – 2:1 4:1 0:2 3:1 1:3 VfL Wolfsburg 1:5 1:5 2:2 2:3 1:0 2:4 2:3 – 6:0 0:0 3:0 6:1 FF USV Jena 0:5 0:2 0:7 1:1 3:1 2:3 2:1 1:4 – 5:0 2:2 1:0 SC 07 Bad Neuenahr 2:2 0:2 0:4 0:5 1:1 1:5 3:0 0:5 2:1 – 0:4 5:1 Herforder SV 0:4 0:5 0:6 0:3 0:4 1:4 2:1 1:6 3:4 3:2 – 2:0 TSV Crailsheim 0:2 0:3 0:7 1:5 1:4 1:7 0:3 1:3 0:2 1:3 2:2 –
Statistiken Mit 562 Toren fielen 57 mehr als im Vorjahr. Der Schnitt stieg von 3,83 auf 4,26. Inka Grings vom FCR 2001 Duisburg sicherte sich mit 29 Toren wie im Vorjahr die Torjägerkanone als beste Torschützin. Es war bereits ihr fünfter Titel, wodurch sie mit der bisherigen Rekordtorschützenkönigin Heidi Mohr gleichzog.
Torschützenliste mini|Torschützenkönigin Inka Grings
Spielerin Verein Tore 1. Inka Grings FCR 2001 Duisburg 29 2. Anja Mittag 1. FFC Turbine Potsdam 21 Martina Müller VfL Wolfsburg 4. Nina Aigner FC Bayern München 17 5. Kerstin Garefrekes 1. FFC Frankfurt 14 6. Shelley Thompson VfL Wolfsburg 13 7. Melanie Hoffmann SG Essen-Schönebeck 12 Kim Kulig Hamburger SV Tanja Vreden Hamburger SV 10. Susanne Hartel SC Freiburg 11
Zuschauer PlatzVerein2008/092007/08SpieleSchnittMaxMinSummeSchnitt± 1. 1. FFC Frankfurt 11 1.638 2.830 920 18.018 2.045 −407 2. FCR 2001 Duisburg 11 1.219 2.011 800 13.409 1.357 −138 3. Herforder SV 11 1.119 2.748 662 12.309 Aufsteiger 4. 1. FFC Turbine Potsdam 11 1.102 2.516 655 12.122 961 +141 5. SG Essen-Schönebeck 11 829 1.342 391 9.119 1.186 −357 6. SC Freiburg 11 733 1.258 348 8.063 521 +212 7. Bayern München 11 676 3.112 180 7.436 650 +26 8. FF USV Jena 11 653 1.650 300 7.183 Aufsteiger 9. TSV Crailsheim 11 515 1.650 205 5.665 638 −123 10. SC 07 Bad Neuenahr 11 490 750 180 5.390 566 −76 11. VfL Wolfsburg 11 432 740 212 4.752 557 −145 12. Hamburger SV 11 380 750 230 4.180 558 −178
In der Saison 2008/09 gingen die Zuschauerzahlen trotz des spannenden Saisonfinals leicht zurück. Insgesamt 107.707 Zuschauer sahen die 132 Partien. Der Schnitt sank von 885 auf 815, was einem Rückgang von acht Prozent entspricht. Die höchste Zuschauerzahl erreichte die Partie zwischen Bayern München und dem FCR 2001 Duisburg (3.112), während nur 180 Zuschauer die Partien SC 07 Bad Neuenahr gegen VfL Wolfsburg bzw. Bayern München gegen TSV Crailsheim sehen wollten.soccermagazin.de: Zuschauer 2008/09
Wie im Vorjahr konnten vier Vereine mehr als 10.000 Zuschauer zu ihren Heimspielen begrüßen. Bei 36 Spielen kamen mehr als 1.000 Zuschauer, sieben hatten mehr als 2.000 und zwei mehr als 3.000 Zuschauer. Der SC Freiburg konnte mit über 40 Prozent den höchsten Publikumszuwachs verzeichnen. Dagegen musste der Hamburger SV mit 32 Prozent den größten Verlust hinnehmen.
Die Meistermannschaft Die erste Zahl in Klammern nennt die Anzahl der Einsätze, die zweite die der Tore.soccermagazin.de: Spielerstatistik Turbine Potsdam Saison 2008/09
1. FFC Turbine Potsdam 150px|Logo des 1. FFC Turbine PotsdamTor: Anna Felicitas Sarholz (0/0), Desirée Schumann (22/0), Gaëlle Thalmann (0/0) Abwehr: Monique Braun (8/0), Laura Brosius (0/0), Stefanie Draws (12/0), Monique Kerschowski (13/0), Babett Peter (21/5), Carolin Schumski (2/0) Mittelfeld: Marie-Louise Bagehorn (18/1), Christin Carl (0/0), Franziska Hagemann (0/0), Leni Larsen Kaurin (21/2), Viola Odebrecht (21/4), Essi Sainio (14/1), Carolin Schiewe (15/3), Jennifer Zietz (20/9) 12px|Kapitän der Mannschaft Sturm: Tabea Kemme (17/6), Isabel Kerschowski (21/6), Anja Mittag (22/21), Aferdita Podvorica (6/0), Bianca Schmidt (22/1), Jessica Wich (17/4) Trainer: Bernd Schröder
Die Elf der Saison Die Trainerinnen und Trainer der zwölf Bundesligavereine wählten im Auftrag des DFB die „Elf der Saison“. Der FCR 2001 Duisburg stellt mit fünf Spielerinnen den Großteil der Mannschaft. Folgende zwölf Spielerinnen wurden in die „Elf der Saison“ berufen (Auf der Position der Torhüterin erhielten zwei Spielerinnen die gleiche Punktzahl):
Tor: Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt) und Marisa Brunner (SC Freiburg) Abwehr: Linda Bresonik, Sonja Fuss, Annike Krahn (alle FCR 2001 Duisburg), Katharina Baunach (Bayern München) Mittelfeld: Fatmire Bajramaj (Duisburg), Melanie Behringer (München), Kerstin Garefrekes (Frankfurt), Kim Kulig (Hamburger SV) Sturm: Inka Grings (Duisburg), Anja Mittag (1. FFC Turbine Potsdam)
Zur Spielerin der Saison wurde die Torschützenkönigin Inka Grings vom FCR 2001 Duisburg gewählt, die insgesamt sieben Stimmen erhielt. Platz zwei belegte ihre Mannschaftskameradin Linda Bresonik mit drei Stimmen. Aufsteigerin der Saison wurde Kim Kulig vom Hamburger SV. Überraschungsmannschaft des Jahres wurde Vizemeister Bayern München.dfb.de: Trainer-Umfrage: Inka Grings beste Spielerin der Saison
Spielstätten Verein Stadion Kapazität Verein Stadion Kapazität Herforder SV Ludwig-Jahn-Stadion 18.400 SC 07 Bad Neuenahr Apollinarisstadion 4.500 SC Freiburg Möslestadion 18.000 SG Essen-Schönebeck Sportpark Am Hallo 4.000 VfL Wolfsburg VfL-Stadion am Elsterweg 17.600 Bayern München Sportpark Aschheim 3.000 1. FFC Turbine Potsdam Karl-Liebknecht-Stadion 9.254 FCR 2001 Duisburg PCC-Stadion 3.000 1. FFC Frankfurt Stadion am Brentanobad 5.200 Hamburger SV Wolfgang-Meyer-Sportanlage 2.400 TSV Crailsheim Schönebürgstadion 5.000 FF USV Jena Sportzentrum Oberaue 2.000
Weblinks Saison 2008/09 auf dfb.de
Einzelnachweise
#2008/09 Kategorie:Fußballsaison 2008/09