Hoppes Braunwurz (Scrophularia juratensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Braunwurzen (Scrophularia) in der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Sie wird auch als Unterart Scrophularia canina subsp. hoppei zur Hunds-Braunwurz gestellt. Das Epitheton "hoppei" ehrt den deutschen Arzt und Botaniker David Heinrich Hoppe.

Merkmale Hoppes Braunwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis 50 Zentimeter erreicht. Der „Wurzelstock“ ist fleischig. Die lockere Blattrosette besteht aus Grundblättern, die lang gestielt, doppelt fiederteilig und kahl sind. Die Blattspreite ist eiförmig und bis zu 10 Zentimeter lang. Die gegenständigen Stängelblätter sind kürzer gestielt und oben sitzend.

Der Blütenstand ist langgestreckt und besteht unten aus gegenständigen sowie oben aus wechselständigen gabelig verzweigten Teilblütenständen. Die Blütenstiele weisen gestielte Drüsen auf. Die vierzählige Blüte ist deutlich zweilippig und weist eine Länge von bis zu 5 Millimeter auf. Die Kelchzipfel sind weiß berandet. Die vier Kronblättern sind rotbraun. Die Oberröhre ist so groß wie die Kronröhre, hat einen fadenförmigen Fortsatz und ist zweilappig. Die Unterlippe ist einfach und eingerollt. Es sind vier unterschiedlich lange Staubblätter vorhanden, von denen zwei aus der Krone herausragen.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.

mini|links|Hoppes Braunwurz (Scrophularia juratensis) Vorkommen Hoppes Braunwurz kommt in den Gebirgen Südeuropas und des südlichen Mitteleuropas, sowie in den Südalpen an trockenen, sonnigen Plätzen, auf Felsschutt und in Felsritzen in Höhenlagen von 1000 bis 2000 Meter vor. Die Art ist verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Frankreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Österreich und die Schweiz. In Deutschland kommt die Art nicht vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).

Taxonomie Hoppes Braunwurz wurde als Art Scrophularia juratensis 1828 von Heinrich Wydler in Mémoires de la Société de Physique et d'Histoire Naturelle de Genève Band 4 Seite 164 erstbeschrieben. Wydler hatte den Namen von Johann Christoph Schleicher übernommen.

Literatur Gunter Steinbach (Hrsg.): Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise Karol Marhold, 2011: Scrophulariaceae: Datenblatt Scrophularia canina In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 906.

Jens G. Rohwer: Scrophulariaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 675.

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Kategorie:Braunwurzgewächse