Jakob WeisebornIn der Literatur finden sich auch Fundstellen in der Schreibweise Jacob Weiseborn, so zum Beispiel in Abraham und Hershel Edelheit: History of the Holocaust: A Handbook and Dictionary. Westview Press 1994. ISBN 0-813-31411-9. (* 22. März 1892 in Frankfurt am Main; † 20. Januar 1939 in Flossenbürg) war ein deutscher SS-Sturmbannführer sowie Lagerkommandant des Konzentrationslagers Flossenbürg.

Leben Jakob Weiseborn, der als Berufssoldat 18 Jahre bei der Marine diente,Tom Segev: Die Soldaten des Bösen. Zur Geschichte der KZ-Kommandanten, Reinbek bei Hamburg 1992, S. 86 war Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 753.119) und SS (SS-Nummer 17.063). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er zunächst ab Januar 1935 im KZ Dachau und infolge einer Strafversetzung ab Ende 1935 im KZ Esterwegen eingesetzt.Holm Kirsten, Wulf Kirsten: Stimmen aus Buchenwald. Ein Lesebuch. Göttingen 2002, S. 17 Im April 1936 übernahm Weiseborn den Posten des Schutzhaftlagerführers von Karl d’Angelo im KZ Dachau.Stanislav Zámečník: Das war Dachau. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2007, S. 85 Von Ende 1936 bis Juli 1937 fungierte er als Schutzhaftlagerführer im KZ Sachsenhausen und danach als 2. Schutzhaftlagerführer im KZ Buchenwald. An den Häftlingsbaracken des KZ Buchenwald wurde von der SS folgender Spruch angeschrieben: „Gott erschuf in seinem Zorn den Hauptsturmführer Weiseborn.“Zitiert bei: Eugen Kogon: Der SS-Staat. München 1974, S. 57.

Weiseborn, ein chronischer Alkoholiker, wurde Anfang Mai 1938 Lagerkommandant des Konzentrationslagers Flossenbürg und blieb dies bis zum Januar 1939. Am 20. Januar 1939 beging Weiseborn in Flossenbürg mit Gift Suizid, da gegen ihn wegen Unterschlagungen im KZ Buchenwald ermittelt wurde.Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 664.

Literatur Tom Segev: Die Soldaten des Bösen. Zur Geschichte der KZ-Kommandanten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-18826-0. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005. ISBN 3-596-16048-0. Holm Kirsten, Wulf Kirsten: Stimmen aus Buchenwald. Ein Lesebuch. Wallstein Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3-89244-574-5.

Einzelnachweise

Kategorie:KZ-Kommandant Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:Personal im KZ Flossenbürg Kategorie:Personal im KZ Buchenwald Kategorie:Personal im KZ Sachsenhausen Kategorie:Personal im KZ Dachau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1939 Kategorie:Mann Kategorie:Personal im KZ Esterwegen