Montségur (okzitanisch Montsegur) ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Frankreich. Sie liegt im Département Ariège in der Region Okzitanien.
Geografie Der Ort Montségur liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 850 Metern an der Südflanke des Pog (okzitanisch Poch) de Montségur, einer 1.200 m hohen Bergkuppe in den französischen Pyrenäen.
Geschichte Wie archäologische Ausgrabungen ergaben, erfolgte die erste Besiedlung des Berges schon zur Zeit des Neandertalers (ca. 80.000 v. Chr.). Auch Siedlungsspuren aus römischer Zeit sind nachgewiesen.
Im Mittelalter existierte ein befestigtes Dorf (castrum) auf der Spitze des Pogs, das während des Albigenserkreuzzugs im 13. Jahrhundert als Refugium für die katharische Gemeinde des Languedoc diente. Das castrum musste sich jedoch nach einer Belagerung am 16. März 1244 einem königlichen Heer ergeben, worauf über 200 Katharer verbrannt wurden. Das castrum wurde danach abgetragen und im späten 13. Jahrhundert durch die heute auf dem Pog zu sehende Burganlage Burg Montségur ersetzt. Etwa zeitgleich war am Fuß des Montségur die heutige gleichnamige Ortschaft entstanden.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016Einwohner 237 167 143 131 124 117 108 125 Quellen: Cassini und INSEE
Kultur und Sehenswürdigkeiten Burg Montségur Das Musée historique et archéologique zeigt Exponate zum Leben in Burg und Dorf im Mittelalter.
Weblinks
Montségur bei Histariège (französisch) Montségur auf cartesfrance.fr (französisch) ZDF-Dokumentation „der Kreuzzug gegen die Katharer“ (deutsch)
Kategorie:Ort in Okzitanien