Die Shandong-Halbinsel (, deutsch: Östlich des Berges, dt. Schreibweise auch Schantung-Halbinsel) ist eine Halbinsel im Osten der chinesischen Provinz Shandong östlich des Jiaolai-Tales (胶莱谷地 Jiaolai Gudi), das auch als die Jiaolai-Ebene (Jiaolai Pingyuan 胶莱平原) bezeichnet wird. Sie ist eine der drei großen Halbinseln Chinas und bildet die Grenze zwischen dem Golf von Bohai beziehungsweise Bohai-Meer (Bo Hai) und dem Gelben Meer (Huang Hai). Ihr gegenüber liegt die Liaodong-Halbinsel. Beide Halbinseln sind durch die Bohai-Straße (Bohai Haixie) voneinander getrennt. Die hügelige Halbinsel ist reich an Bodenschätzen.
Größere Städte auf der Halbinsel sind Qingdao, Yantai und Weihai.
Sprache Auf der Shandong-Halbinsel ist neben Hochchinesisch der Dialekt Jiaoliao-Mandarin besonders verbreitet.
Geschichte Zu Kolonialzeiten lagen Teile der Shandong-Halbinsel im Herrschaftsbereich des Deutschen Reiches. Nach dem Versailler Vertrag kam es zum sogenannten Shandong-Problem, da China Ansprüche auf dieses Gebiet formulierte, das von Großbritannien und Frankreich bereits dem Japanischen Kaiserreich versprochen war. China konnte die Unterstützung vom US-Präsidenten Woodrow Wilson für den Gebietsanspruch gewinnen und erhielt die Halbinsel 1922 durch die Washington Naval Conference zurück.Griswold, The Far Eastern Policy of the United States (1938) pp 326-28
Siehe auch Miaodao-Inseln Liaodong-Halbinsel Leizhou-Halbinsel
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Einzelnachweise
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