Die Avenue Mozart ist eine 1180 Meter lange und 20 Meter breite Straße in Passy, dem 16. Arrondissement von Paris.

Lage Die Straße ist Einbahnstraße und verläuft von der Rue Jean de La Fontaine zur Chaussée de la Muette.

Unterhalb der Avenue Mozart verläuft die Metro mit den Stationen Jasmin, Ranelagh und La Muette der Linie 15px 15px. Durch die Straße fahren die Buslinien 15px RATP 22 und 52.

Ferner gibt es in der Straße zwei Fahrradposten von Vélib’www.velib-metropole.fr/.

Namensursprung Die Avenue ist nach dem Komponisten Mozart (1756–1791) benannt.

Geschichte Die Straße wurde 1867 eröffnet und trug anfangs den Namen Rue Mozart, war also schon immer dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Zu jener Zeit war die Straße jedoch noch etwas kürzer als die heutige Avenue, weil der kleine Abschnitt zwischen der Chaussée de la Muette und der Rue Bois Le Vent erst um 1896 errichtet wurde. 1911 wurde die Straße schließlich von der Rue zur Avenue.

Sehenswürdigkeiten Nr. 15: In dem Haus lebte Jean-Pierre Rampal (1922–2000), einer der bedeutendsten Flötisten des 20. Jahrhunderts; eine Tafel erinnert daran. Nr. 56: Der Schriftsteller Francis de Miomandre (1880–1959) lebte hier; eine Tafel erinnert daran. Nr. 62: In der Straße wohnte der frühere Innenminister Frankreichs, Louis-Georges Rothschild alias Georges Mandel (1885–1944), der während des Zweiten Weltkrieges in deutsche Kriegsgefangenschaft geriet und am 7. Juli 1944 im Wald von Fontainebleau erschossen wurde. Ihm zu Ehren wurde eine andere Straße, die Avenue Georges-Mandel in Passy, benannt.Philippe Siguret, Bertrand Lemoine: Vie et histoire du XVIe arrondissement (Éditions Hervas, Paris 1991), S. 126, ISBN 2903118191 Nr. 66: Stadtpalais mit Backsteinen, gebaut im Renaissance-Stil Nr. 78: Der russische Maler André Lanskoy (1902–1976) hatte hier sein Atelier. Nr. 78: Jacqueline Kennedy (1929–1994) lebte hier als Studentin an der Sorbonne unter ihrem Mädchennamen Jacqueline Bouvier von September 1949 bis Juni 1950 mit zwei Freundinnen. Die Wohnung gehörte der Widerstandskämpferin Comtesse Robert de Renty, deren Ehemann bei der Deportation starb. Die Historikerin Alice Kaplan nannte als Adresse die Nummer 58.Alice Kaplan, , Vanity Fair, Nr. 4, Oktober 2013, S. 188–197 (französisch) Nr. 120 und 122: Das Haus mit der Nummer 122 errichtete der Architekt Hector Guimard (1867–1942) im Jahr 1912 zu seiner Hochzeit mit Adeline Oppenheim. Das Paar bezog hier vorübergehend seinen Lebensmittelpunkt, wobei sein Architekturbüro im Erdgeschoss lag und ihr Maleratelier in der obersten Etage. Zwischen 1924 und 1926 errichtete Guimard ferner die unter der Nummer 120 gelegene Villa Flore.https://www.parisbalades.com/Deutsch/Arrond/16/16esud.htm

Feuilleton Chanson Boris Vian bezieht sich in seinem Chanson Le Fêtard () auf die Avenue Mozart.«Écoutez l’histoire affreuse/L’aventure douloureuse/D’un fêtard/Qui chaque soir/Rentrait tard/Dans son appartement de l’avenue Mozart» Gesellschaftsspiel In der französischen Variante des Spiels Monopoly bildet die Avenue Mozart ein Grundstück. Roman Silvain Reiner (1921–2002) schrieb 1984 den Roman Avenue Mozart.

Weblinks

Einzelnachweise

Mozart, Avenue Kategorie:Wolfgang Amadeus Mozart als Namensgeber Kategorie:Straße in Europa