Gerhard Johannes Rekel (meist Gerhard J. Rekel oder Gerhard Rekel; * 1965 in Graz) ist ein in Berlin lebender österreichischer Wissenschaftsjournalist, Drehbuch- und Romanautor.

Leben und Werk Gerhard Rekel studierte an der Filmakademie Wien Drehbuch und Regie. Bereits seine Abschlusskomödie Trauma wurde zu der Biennale nach Venedig in die Reihe Finestra sulla imagini eingeladen und erhielt neben anderen AuszeichnungenRezension dargestellt auf der Website von G.Rekel eine British Academy of Film and Television Arts Nomination.Link zu BAFTA

Danach unternahm er Studienreisen durch Indien, China und Südamerika. Seit 1997 lebt er in Wien und Berlin. Er verfasste Hörspiele und einige Theaterstücke, von denen Machiavellis Masseuse von der Jury des Thalia Theaters-Hamburg zu den besten vier Nachwuchsstücken 2004 gewählt wurde.Hamburger Abendblatt Rekel schrieb Drehbücher zu zahlreichen Dokumentationen, von denen einige international ausgezeichnet wurden, u. a. erhielt er den „Preis für das beste Drehbuch“ beim 8. European Archeological Film Festival in Athen und den „Preis des jungen Publikums“ in Besançon.Prix Jeune public Er verfasste die Drehbücher zu Fernsehspielen und zur Fernsehreihe Tatort. Mehrere Romane sind erschienen: Zu seinem Thriller Der Duft des Kaffees, der ins TürkischeBuchcover und KoreanischeBuchcover übersetzt wurde, meinte der Wiener Standard: „Mit seinem intelligenten Roman könnte es Rekel gelingen, ein neues literarisches Genre zu etablieren – den Food-Thriller.“derstandard.at vom 27. Okt. 2006 Seit 2006 lehrt Rekel als Gastdozent an der Donau-Universität Krems, Abteilung Film, Postgraduate, MA.

Im Herbst 2022 erschien von ihm Monsieur Orient-Express. Es ist die weltweit erste Biografie über Georges Nagelmackers, der den „Orient-Express“ auf die Schiene stellte und dem es gelang, nahezu alle Metropolen Europas mit Nachtzügen zu verbinden.kremayr-scheriau.at In der Süddeutschen Zeitung rezensierte Christiane Schlötzer: „Eine atemberaubende Geschichte, die einer Agathe Christie würdig wäre - nur ohne Mord.“Süddeutsche Zeitung In der Zeit meinte Ulrich Stock: „Eine schöne Biografie. Akribisch recherchiert. Behutsam die Lücken gefüllt.“Die Zeit Im Frühjahr 2023 wurde das Buch mit dem „ITB BuchAward 2023“ (Mitwirkung Börsenverein des Deutschen Buchhandels) in der Kategorie „Reisebuch“ ausgezeichnet, der außergewöhnliche publizistische Leistungen im Bereich Reise & Tourismus würdigt. 2024 erschien das Buch auch in Englisch, Französisch und Niederländisch.

2025 erschien Lina Morgenstern - Die Geschichte einer Rebellin. Es ist die Biografie einer Frau, die im 19. Jahrhundert geschäftliche, literarische, karitative und zum Schluss frauenpolitische Unternehmungen zum Erfolg führte, sich als Jüdin antisemitischer Anfeindungen erwehren musste und dazu die Hilfe ihrer Kaiserin gewann, und die den ersten internationalen Frauenkongress auf deutschem Boden organisierte, den eine von dessen Erfolg völlig überraschte Clara Zetkin noch rasch zu usurpieren versuchte. Das Buch wurde von der Kritik lobend aufgenommen und erhielt durchweg positive Rezensionen. Almut Engelien befand im NDR: „Ein spannendes, großartiges Buch.“ Susan Vahabzadeh meinte in der Süddeutschen Zeitung: „Rekel porträtiert Lina Morgenstern lebhaft. Eine frühe Selfmade-Woman.“ Im Literaturradio urteilte Uwe Kullnick: „Ein inspirierendes Werk, eine klare Sprache, empathisch erzählt. Mehr als eine Biografie!“ Claudia Becker findet die Biografie in der WELT „bedeutend“. Der Perlentaucher meint sogar: „Ein Buch, das man auch in der Schule lesen sollte.“

Rekel ist verheiratet und hat zwei Söhne.Gerhard J. Rekel: Der Gott des Geldes. Wien 2018. S. 373.

Werke Filmografie (Drehbuch und Regie) (Auszug) 1991: Trauma (32 Minuten) Drehbuch u. RegieAuswahl von Rezensionen 1997: Tatort: Hahnenkampf, Regie: Hans Noever 1998: Achtung Grenze, Dokumentarfilm; Regie F. L. Schmelzer 1999: "Treibstoff" (Alarm für Cobra 11), Co: A.Hahn 2000: Universum: "Das Geheimnis der Gärten", mit André HellerUniversum Magazin 2002: Tatort: Zartbitterschokolade, Regie: Erhard Riedlsperger 2003: Paradiesgärten (Kreuz & Quer) Regie: C. Kugler 2005: Die Minen des Hephaistos. Hightech in der Kupferzeit (Terra X), Regie: Gerhard Thiel und Gerhard Rekel 2006: Überdosis Warten (Doppelter Einsatz), Co. Pim Richter 2007: Das Bronze-Kartell – Wirtschaftsboom am Mittelmeer (Terra X), Regie: Franz Leopold Schmelzer 2010: Jagd nach dem goldenen Vlies (Terra X), Regie: Franz Leopold Schmelzer 2011: Tatort: Edel sei der Mensch und gesund, Coautorin: Dinah Marte Golch, Regie: Florian Froschmayer 2013: Der Tag, der alles ändert (In aller Freundschaft)Programm ARD-Fernsehen 2013: Das Rätsel der Mumien (Phänomenia) Servus TV 2014: Hitlers Madonna und die Retter der Raubkunst, ARTE Regie: P. DormannArtikel TAZ.de Abgerufen am 26. Februar 2014 2020: Orient Express – ein Zug schreibt Geschichte (Terra X), 60 Minuten, ZDF/ORF, Drehbuch und RegieZDF: Terra X Orientexpress - Ein Zug schreibt Geschichte, abgerufen am 17. August 2020 2021: Kaffee – Geheimnisse eines Wundertranks Dokumentarfilm, 58 Min., Erstausstrahlung: 4. April 2021 im ZDF in der Reihe: Terra X

Bibliografie (Auszug)

Revanche. Verlag Das neue Berlin, Berlin 1996, ISBN 3-359-00833-2. Der Duft des Kaffees. dtv, München 2005, ISBN 3-423-24505-0. Die chinesische Dame. Styria, Wien u. a. 2013, ISBN 978-3-222-13413-5. Mona Lisas dunkles Lächeln, (mit Dodo Kresse) Styria, Wien 2014, ISBN 978-3-222-13447-0. Der Gott des Geldes. Verlag Wortreich, Wien 2018, ISBN 978-3-903091-46-7. Monsieur Orient-Express. Wie es Georges Nagelmackers gelang, Welten zu verbinden, Wien, Kremayr & Scheriau 2022. ISBN 978-3-218-01305-5. Lina Morgenstern: Die Geschichte einer Rebellin. Kremayr & Scheriau, Wien 2025, ISBN 978-3-218-01466-3.

Weblinks

Offizielle Homepage von Gerhard J. Rekel Terra X: Die Minen des Hephaistos auf den Seiten von Youtube Terra X: Das Bronze-Kartell – Wirtschaftsboom am Mittelmeer auf den Seiten von Youtube

Einzelnachweise

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