Dörrmorsbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Haibach im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geographie Lage Dörrmorsbach liegt im Naturpark Bayerischer Spessart. Das Dorf ist um die zentral gelegene Kirche St. Laurentius angeordnet. Die Bundesautobahn 3 verläuft 5 km entfernt nordöstlich. Der topographisch höchste Punkt nahe der Dorfgemarkung befindet sich am Meisberg, südöstlich des Ortes mit , der niedrigste liegt am Dörrmorsbach auf .

Gemarkung Die Gemarkung Dörrmorsbach hat eine Fläche von 1,225 km². Sie ist in 1192 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1027,89 m² haben.

Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Dörrmorsbach:

Geschichte

Eine erstmalige Erwähnung findet sich im Koppelfutterregister des Jahres 1280 als „Durrinmospach“. In der Maskoopkarte von 1575 und in der Spessartkarte des Paul Pfinzing von 1594 ist „Dorn-Morsbach“ bzw. „Durmerspach“ eingetragen. In der Echterkarte von 1594 findet sich ein direkter Weg von Aschaffenburg nach Heimbuchenthal zum historischen Eselsweg (einem Salz-Transportweg von Bad Orb nach Miltenberg).

Zu Zeiten des Großherzogtums Frankfurt lag Dörrmorsbach („Dörrenmorsbach“) auf dem Gebiet der Districtsmairie Schweinheim (der früheren Kurmainzischen Amtsvogtei Schweinheim) im Departement Aschaffenburg und zählte bei 17 Feuerstellen 88 Einwohner (Seelen). Maire war Joh. Roth, Adjunct Andreas Stürmer.

Infolge des Pariser Vertrages vom 3. Juni 1814 kam Dörrmorsbach am 26. Juni 1814 mit der Districtsmairie Schweinheim zum Königreich Bayern und wurde mit Verfügung vom 1. Oktober 1814 dem Verwaltungsgebiet des daraus entstandenen Landgerichtes zweiter Klasse Aschaffenburg zugeteilt.

Am 1. Juli 1862 wurde aus dem Landgericht Aschaffenburg das Bezirksamt Aschaffenburg, und 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Dörrmorsbach war nun eine Gemeinde im Altkreis Aschaffenburg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Alzenau in Unterfranken zum neuen Landkreis Aschaffenburg zusammen.

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Gemeinde Haibach eingegliedert.

Sonstiges Eine erste Kapelle wurde 1797 gebaut. Ihr Grundstein wurde 1928 in die neue Laurentiuskirche eingebaut. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde deren typischer Zwiebelturm zerstört.

Dörrmorsbach besitzt ein 1999 errichtetes Bürgerhaus mit zwei Sälen für private Feiern und Sitzungen; die Räume im Untergeschoss werden vom Musikverein „Spessartecho“https://www.spessartecho.de und der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Weitere Vereine des Ortes sind der Wanderverein „Falke“ und der Freizeitverein „Olympic ’72 Dörrmorsbach“, der auf seinem Gelände Möglichkeiten für Fußball und Basketball zur Verfügung stellt.

Der Heimat- und Geschichtsverein Haibach – Grünmorsbach – Dörrmorsbach e. V. beschäftigt sich mit der Ortsgeschichte.Heimat- und Geschichtsverein Haibach - Grünmorsbach - Dörrmorsbach e. V. Das Dorf besitzt außerdem eine öffentliche Bücherei.

Jedes Jahr am dritten vollen Wochenende im Juli findet auf dem Sportplatz der Olympic das „Dörrmorsbacher Wiesenfest“ statt.

In einem Steinbruch wird Diorit abgebaut.

Literatur So war’s bei uns. Bildband über das Leben in Haibach, Grünmorsbach und Dörrmorsbach. Veröffentlichung des Heimat- und Geschichtsvereins Haibach-Grünmorsbach-Dörrmorsbach e. V. Band 1, Haibach 2000 Band 2, Haibach 2009, ISBN 978-3-87707-762-7. Belege: 1: Koppelfutterregister: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Signatur: C 1 B Nr. 35, in: Hans-Bernd Spies: „Copelfutir“ – das mainzische Koppelfutterverzeichnis für den Raum Aschaffenburg, in: Mitteilungen aus dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Bd. 8 (2005–2007), Heft 2/3, Juni 2006, S. 53–96, hier S. 84 f 2: Pfinzing-Karte: Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, Karten und Pläne, Nr. 230 3: Maskoop-Karte: Staatsarchiv Kitzingen, Mainzer Risse und Pläne, 14I/II 4: Echter-Karte: Staatsarchiv Würzburg, MRA Ingelheim K 477_74

Weblinks Haibacher Geschichte(n) – einschließlich Dörrmorsbach Musikverein Spessart-Echo Olympic '72 Dörrmorsbach

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Aschaffenburg Kategorie:Geographie (Haibach, Unterfranken) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aschaffenburg) Kategorie:Ersterwähnung 1184 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg